Tag 11 – ESG@Home

Wahnsinn, schon der 11. Tag Homeschooling – und es wird nicht langweilig. Heute gewähren uns Frau Zurwiehe und Frau Milse einen ganz privaten Einblick in ihren ESG@Home Mittwoch. Lieben Dank, dass Sie für diese Zeilen noch Zeit finden!

Frau Zurwiehe

Heute ist Mittwoch – also sind schon zwei Wochen Homeschooling um. Ehrlich gesagt, kommt es mir so vor, als ob es schon länger so gehen würde. Die Abläufe sind mittlerweile eingespielt, alles klappt mal mehr und mal weniger gut. Ich muss jedoch zugeben, dass ich die Schule sehr vermisse. Auch, wenn ich erst seit Februar aus meiner Elternzeit zurück bin, fehlen mir die Kolleg*innen und die Schüler*innen in den letzten Tagen immer mehr. Vieles wäre so einfach, wenn wir einfach kurz persönlich (nicht per Telefon, Mail, Chat etc.) darüber sprechen können. Aber natürlich bin auch ich gleichermaßen dankbar, dass wir als Schule diese Möglichkeiten haben, den Kontakt verhältnismäßig einfach aufrecht zu erhalten und das Lernen weiterhin zu ermöglichen.

Nun aber zu heute: Der Mittwoch ist mein „entspanntester“ Tag. Die ersten beiden Stunden habe ich frei, aber da meine kleine Tochter nicht gerne lange schläft, habe ich vorher schon Zeit, einige Matheaufgaben aus der letzten Stunden nachzuschauen und zu kommentieren. Glücklicherweise fängt gerade ein Bagger gegenüber unseres Grundstücks an zu arbeiten, so dass wir das Frühstück kurz unterbrechen und meine Tochter gespannt den Bagger verfolgt, während ich die Schülerarbeiten nachschauen kann.

Ich bin wirklich begeistert, wie gut auch die Fünftklässler schon ihre Lösungen online stellen können. An dieser Stelle gilt aber auch den Eltern ein besonderer Dank, die ihre Kinder tatkräftig dabei unterstützen, die ein oder andere technische Hürde zu meistern. 

In der dritten und vierten Stunde habe ich Sport in Klasse 6. Auch, wenn wir als Lehrer sehen, wer gerade online ist und wer nicht, freue ich mich immer sehr, wenn die Schüler*innen eine Begrüßung schicken und ich sie begrüßen kann. Im Klassenraum / in der Sporthalle kommen wir ja glücklicherweise auch nicht nur in den Raum und schauen, wer da ist, sondern wir begrüßen uns. Die Schüler*innen füllen die abschließende Umfrage (Danke an Herrn Rudolf) aus und ziehen ein Fazit, wie ihnen die letzten zwei Wochen gefallen haben. Zum Glück sind viele Kinder über die Abwechslung mit den praktischen Aufgaben dankbar. 

In der fünften Stunde habe ich schon wieder eine Freistunde. Wir gehen schnell an die frische Luft und essen anschließend Mittag, bevor es um 12.30Uhr mit einer Stunde Mathe in Klasse 7 für mich und einem Mittagsschlaf für meine Tochter weitergeht. Die Schüler*innen scheinen teils schon in „Osterferien-Stimmung“ zu sein und bearbeiten (hoffentlich) relativ still ohne viele Nachfragen ihre Aufgaben zum Lösen von Gleichungen. Im Vergleich zu gestern läuft heute alles relativ problemlos. Wenn viele Nachfragen kommen, ist es oft nicht so leicht, alles gleichzeitig zu schaffen. Aber mit etwas Geduld klappt es glücklicherweise meistens. 

Es ist für alle keine einfache Zeit, aber wir alle lernen nun zu schätzen, wie gut es uns eigentlich geht, wenn wir uns „ganz normal“ in der Schule von Angesicht zu Angesicht begegnen. 

Ich hoffe, es geht allen gut und dass wir uns ganz bald alle im Schulgebäude wiedersehen werden! 

Viele Grüße an alle,

Katja Zurwiehe

Frau Milse

7.05h: Harriet und Heinrich finden ESG@home richtig klasse; endlich sind die morgendlichen Spaziergänge mal etwas länger. Sie sind bereit 🙂

8.05 Uhr: Puuuh! Ganz schön was los… 
Kopano meldet: 11 neue Nachrichten,
im NERDL-Einzelchat: 11 neue Nachrichten,
im Gruppenchat: vereinzelte Hallos,
im Post: „Oh, wollte ich Ihnen schicken, mache ich aber jetzt …“
Teams meldet: „Ich kann den Reader nicht finden“ Oh nein … vergessen hochzuladen; tmilse tippt: „Bitte noch mal alle aus der Stunde raus und erneut reingehen, der Reader liegt jetzt in der Bibliothek, sorry!!“

Laptop meldet blinkend: „Ich versuche Sie zu erkennen.“ und schafft es nicht. Woran das wohl liegt….

8.47h: Noch gar kein „Guten Morgen“ im Chat der Lehrerzimmer-Tischgruppe wie sonst ….
8.48h Oh doch. Da ist jemand mal so richtig sauer und schreibt sich den Frust los. Wildes Hin- und Hergetippe …
08.54h

9.35 Uhr Feriengrüße an die 8c zum Ende der Stunde tippen, Pause, Kaffee holen …. 

Laut Stundenplan:
Zwei Freistunden. Also erst mal sortieren, was so anliegt: Die 9c wartet noch auf Feedback, das Oberstufenteam mal anfragen, wie die offizielle Regelung des MSBs bezüglich der weiteren Vorgehensweise lese… Hui, dazu ist ja auch schon etwas auf dem Blog zu finden, der war ja mal wieder megaschnell 🙂 Danke, dass ihr alle so toll auf dem Laufenden haltet, fühlt sich dadurch so an, als wäre ich gar nicht so weit weg vom ESG! Die Befragungen für die Schüler*innen, Eltern und Lehrkräfte zu ESG@home vorbereiten. Was läuft gut? Wo gibt es Probleme? Wie können wir gemeinsam diese außergewöhnliche Herausforderung meistern? Was können wir daraus auch für unseren „irgendwann“ mal wieder regulär stattfindenden Unterricht lernen?
Ich bereite erst mal den Unterricht für die 5er vor. Da machen wir gerade ein fächerverbindendes Projekt mit der Joseph Junior School in Nairobi. Diese liegt in einem Armenviertel von Nairobi und ist somit besonders hart von der aktuellen Krise betroffen. Die Schule ist geschlossen, es fehlt an allem, sogar an Essen. Vielleicht sollten wir an einem gemeinsamen Spendenaufruf arbeiten. Den könnte der Blog dann ja veröffentlichen.

11.40 Uhr Pä-LK Q2
Die Armen! Keine gemeinsamen Abschlussrituale, Abiturklausuren verschoben, viel Ungewisses, aber auch: Beim kursinternen Barcamp wurde deutlich, dass sie fit sind für die anstehenden Aufgaben. 

12.30 Uhr Eigentlich: Medi-Aufsicht.
Zeit, die Freiheiten, die ESG@home bietet, zu nutzen: kurz in den Garten, Hunde laufen lassen. Aber auch, um Liegengebliebenes aufzuarbeiten; s.o. … Und sich auf den Abend zu freuen. Aufgrund der Tierschutzvorgaben darf ich weiterhin zum Stall, um mich um die Pferde zu kümmern. Trotz der dortigen strengen Regelungen beginnt damit die schönste Zeit des Tages. Bewegen, resetten und Kraft tanken für den nächsten Tag  ESG@home. Sicherlich wird dieser wieder viel Interessantes bieten. Ich bin schon gespannt auf morgen 🙂

Be a volunteer – Der Bürgermeister wirbt für die „VoluMap“

Liebe Schülerinnen und Schüler,

in meiner letzten Mail hatte ich euch um Verständnis für die außergewöhnliche Situation gebeten und euch Danke gesagt dafür, dass ihr euch verantwortungsbewusst und solidarisch verhaltet, auch wenn für euch die vergangenenWochen alles andere als einfach waren –und das gilt nicht nur für diejenigen, die vor ihren Prüfungen stehen. Auch Eure Osterferien habt ihr euch sicher anders vorgestellt,und ihr nehmt auch wahr, dass zum jetzigen Zeitpunkt noch offen bleibt, wie es danach weiter geht. Auch ich kann dazu zum heutigen Zeitpunkt noch keine Aussagen machen. Dennoch weissich, dass mindestens einige von euch darüber nachdenken, wie und wo man in diesen Tagen Unterstützung leisten und Zusammenhalt zeigen kann. Das finde ich sehr beachtlich.

Deshalb möchte ich euch mit der heutigen Mail auf ein Angebot der Stadt Gütersloh aufmerksam machen, das dazu beitragen soll, Hilfsangebote und die Gewinnung von Freiwilligen zu organisieren.

Zusammen mit dem Gütersloher Unternehmen Topocare haben wir „VoluMap“ entwickelt, eine App, die Hilfsprojekte und Helfer zusammenbringen will. Sie steht im Google Play Store und im Apple Store zum Download zur Verfügung (natürlich kostenlos). Dort kann man sich registrieren bzw. für bestimmte Projektemelden. Im Hintergrund hält unsere städtische Koordinatorin für das Ehrenamt, Elke Pauly-Teismann, organisatorisch die Fäden zusammen. Bei ihr kann man sich darüber hinaus auch direkt melden, wenn man helfen möchte, aber auch wenn man Hilfe braucht (z.B. beim Einkaufen, wenn man selbst nicht aus dem Haus gehen kann). Elke Pauly-Teismann ist über die Mailadresse ehrenamtskoordination@guetersloh.de über die Corona-Telefonnummer 822310 erreichbar. Vielleicht habt ihr ja auch Ideen und Anregungen, wie wir gemeinsam Unterstützung und Hilfe organisieren können. Dann ist Elke Pauly-Teismann genau die richtige Ansprechpartnerin, aber auch ich selbstnehme gern eure Vorschläge auf (meine Mailadresse: henning.schulz@guetersloh.de).

Ich würde mich freuen, wenn Ihr die Info über die VoluMap und die Möglichkeiten Hilfe zu leistenin eurem Umfeld weiter geben könntet. Denn ich glaube, dass es umso wichtiger sein wird zu helfen, je länger die Einschränkungen unseres gewohnten Alltagslebens andauern. Aber auch danach wird die VoluMap weiter Bestand haben, dann nicht mehr als „Corona-Hilfe“, sondern –wie ursprünglich vorgesehen –als Ehrenamts-App, die hoffentlich eine Fülle von Projekten mit Freiwilligen zusammenbringt, die mitarbeiten, sich aber nicht unbedingt fest an Vereine und Organisationen binden wollen. Auch Schüler*innen-Projekte hätten dann dort Platz. Alle weiteren Infos findet ihr auf unserer Website unter www.ehrenamt.guetersloh.de.

Ich wünsche Euch trotz allem, dass ihr eure Ferien für Dinge nutzen könnt, die euch Spaß machen. Vorallem aber wünsche ich euch und euren Familien: Bleibt gesund!

Herzliche Grüße

Euer Henning Schulz
Bürgermeister

Buchtipp des Monats

genauer: E-Booktipp des Monats!

Aus der verwaisten Mediothek 🙁

Die Schule der magischen Tiere: Endlich Pause! Das große Rätselbuch

In der Schule der magischen Tiere heißt es: Endlich Pause, ab nach Hause!
(Wohin auch sonst in dieser außergewöhnlichen Lage.)

Mit diesem E-Book zum (immer wieder) Ausdrucken kommt bestimmt keine Langeweile auf, passt also perfekt in diese Zeit. 


Jede Menge Spaß für Fans: Löse lustige Labyrinthe, knifflige Kreuzworträtsel und verzwickte Geheimschriften. Spiele Quiz-Duell mit Ida und Max, entziffere Henriettas Verlese-Rätsel und finde den Weg zum Keller des Grauens …!
Die perfekte Beschäftigung für Tage im Haus! 

Der Carlsen Verlag stellt das E-Book als Download für 4,99€ bereit.

Bleibt gesund und gebt aufeinander acht!

Viele Grüße aus der Mediothek von Frau Peter

Mitteilung des Ministeriums für Schule und Bildung

Was passiert, wenn angesetzte Klassenarbeiten aufgrund des Ruhens des Unterrichtsbetriebs nicht planmäßig durchgeführt werden können? Kann die Anzahl der Klassenarbeiten reduziert werden?

Nach Wiederaufnahme des Unterrichtsbetriebs können im Ausnahmefall bis zu drei Klassenarbeiten pro Woche angesetzt werden. Innerhalb der in den Verwaltungsvorschriften zu § 6 der Ausbildungs- und Prüfungsordnung für die Sekundarstufe I (APO-SI) vorgenommenen Bandbreiten kann die Schule die Anzahl der Klassenarbeiten selbständig reduzieren. Ob den Schulen von Landesseite eine darüberhinausgehende Reduktion der Klassenarbeiten ermöglicht wird, wird in Abhängigkeit zum Zeitpunkt des Wiederbeginns des Unterrichts entschieden.

Was passiert, wenn angesetzte Klausuren in der gymnasialen Oberstufe aufgrund des Ruhens des Unterrichtsbetriebs nicht planmäßig stattfinden können?

Die verpflichtende Anzahl der Klausuren in der Einführungsphase und in der Qualifikationsphase ist in § 14 Abs. 1 und 2 der Verordnung über den Bildungsgang und die Abiturprüfung in der gymnasialen Oberstufe bzw. für die Beruflichen Gymnasien in § 9 der APO-BK, Anlage D, geregelt.

Werden die Zentralen Klausuren am Ende der Einführungsphase (ZKE) stattfinden?

Die Zentralen Klausuren am Ende der Einführungsphase sollen nach derzeitigem Stand zu den bislang geplanten Terminen (Haupttermine: ab 20. Mai 2020; Nachschreibtermine: ab 29. Mai 2020) stattfinden.

Gibt es Sonderregelungen für die Leistungsbewertung am Ende der Einführungsphase und am Ende des ersten Jahres der Qualifikationsphase?

Ob und welche Maßnahmen bezüglich der Leistungsbewertung am Ende der Einführungsphase oder am Ende des ersten Jahres der Qualifikationsphase möglich und angezeigt sind, hängt vor allem vom Zeitpunkt der Wiederaufnahme des Unterrichts ab.

https://www.schulministerium.nrw.de/docs/Recht/Schulgesundheitsrecht/Infektionsschutz/300-Coronavirus/index.html

Neuer ESGlanz – Exklusive Einblicke in die ersten Entwürfe

Unser Schulgebäude liegt derzeit ja brach – nicht aber die Arbeit an dessen Rundumerneuerung. Herr Patt, der unsere Schule in den vergangenen Wochen ausgiebig inspiziert hat (*hier nochmal der Bericht dazu), wollte in dieser Woche die ersten Pläne zum neuen Altbau präsentieren. Da ein Besuch jedoch unter den gegebenen Umständen nicht möglich ist, haben sich die Schulleitung und der Architekt dazu entschlossen, euch und Ihnen einen kleinen Einblick in die ersten Pläne über diesen Weg zu Verfügung zu stellen. Vielleicht hebt auch das eure Laune in diesen seltsamen Zeiten. Eins ist sicher – Herr Patt bringt Farbe ans Gebäude – und das nicht zu knapp – denn Farbe, so der Architekt „hat ganz maßgeblich Einfluss auf die Psyche und die Seele“.

Hier also exklusiv einige Eindrücke:

Gut, über die Farbauswahl müsste man nochmal reden …
So könnte es aussehen ….
Eine ziemlich abgefahrene Treppe am Außengebäude
Soli deo Gloria ersetzt durch Preise the Lord (Englisch ist halt Weltsprache)

Ein steinharter Tipp gegen Langeweile

Es ist noch gar nicht so lange her, da machte Bloggerin Katharina auf die Aktion „Gütsel Stones“ aufmerksam – lest hier!

Wäre das jetzt nicht auch eine Beschäftigung, die euch die Zeit etwas vertreiben könnte?

Gut, künstlerisch ist es schwer, diesem Stein das Wasser zu reichen, aber wer weiß, was ihr so drauf habt!

Schickt uns doch ein Foto eurer Kreation an rap@esg-guetersloh.de! Start the Challenge!

Tag 10 – ESG@Home

Guten Tag, liebe Blog Leser und Leserinnen,

auch heute liefern wir euch wieder Einblicke in die Welt von ESG@Home. Vanessa vom Blog schreibt, aber auch Frau Detering – Lehrerin am ESG für Deutsch und Religion – und Frau Hülsmann aus dem Sekretariat konnten wir für einen persönlichen Tagesbericht gewinnen. Vielen Dank!

Petra Hülsmann,

Lieber ESblog,

herzlichen Glückwunsch zum 501 Instagram-Abonnenten – ihr macht eure Sache einfach toll und seid am Puls der Zeit! (*Anmerk. der Red. „Vielen lieben Dank!“)

Wie die Zeit vergeht – bereits seit zwei Wochen befinde auch ich mich im home office und, dank Felix Kupferschmidt, funktioniert das ziemlich gut. Einmal in der Woche arbeite ich im ESG, um dort Tätigkeiten auszuführen, die von zu Hause ist nicht so gut funktionieren.

Mein Tag im home office beginnt für mich wie jeder Tag im ESG-Büro, nur etwas später, was mir sehr entgegenkommt, denn ich würde mich nicht unbedingt als „early bird“ bezeichnen und leider ohne Schüler*innen und Kolleg*innen. Also, ich lese und beantworte E-Mails, nehme Telefonate entgegen, unterstütze das Kollegium und die Schulleitung – es gibt immer etwas zu tun. Und natürlich ein guter Kaffee, der gehört einfach dazu!

Home office ist, für mich gesprochen, eine super Lösung, die ich mir für einen Tag in der Woche auch ohne Corona gut vorstellen kann, aber grundsätzlich fehlt mir der Alltag mit den Schüler*innen, Kollegen*innen und Eltern. Generell mag ich es eh lieber, wenn, wie der Westfale sagt „so richtig was los“ ist. Neu für mich ist, dass ich aufgrund der Kontaktsperre zurzeit via Skype Saxophonunterricht bekomme, daran musste ich mich sehr gewöhnen!

Ich wünsche Ihnen und euch Gesundheit und ganz viel Kraft und Fröhlichkeit in dieser für uns alle schweren und nicht vorhersehbaren Zeit.

Schöne Osterferien und hoffentlich auf ganz bald

Ihre und Eure

Petra Hülsmann

Frau Detering

Heute ist Dienstag, also gehe ich erst mal in die Andacht – ich gebe es zu: etwas zu spät – aber das fällt ja heute zum Glück niemandem auf – und meine Kaffeetasse steht auch noch neben mir. Ganz viele E-Mails haben Herrn Dr. Schewe aus der Schülerschaft erreicht, so dass die Andacht heute viel länger ist als in der letzten Woche. Viele Schüler*innen machen sich Sorgen und Gedanken, die hier zum Ausdruck kommen. 

Dann geht der Unterricht los: 1. und 2. Stunde Deutsch in der 6f. Wir lesen gerade vier verschiedene Bücher gleichzeitig – alle außer mir nur eins! Ich habe also für die vier Bücher verschiedene Vorschläge auf Nerdl gestellt, was man zu Kapitel 5 des jeweiligen Buches machen kann. Uff! Nach einem freundlichen „Moin, Moin!“ in den Posts arbeiten die meisten friedlich vor sich hin. Heute gibt es nur wenige Fragen in den Posts oder in den Sofort-Nachrichten. Im Chat sind die unterwegs, die neue Inspiration oder einfach nur ein bisschen Unterhaltung brauchen. Ich brauche auch Unterhaltung und chatte etwas mit. Wir probieren die Emojis aus – sehr witzig. Zwischendurch meldet sich ein Schüler, der Probleme mit dem Internet hatte. O.k.! Ich freue mich über 20 angemeldete Schüler*innen, die anderen arbeiten vermutlich gerade offline? Egal, ich habe jeden schon einmal gesehen und ob ich mit meinem wertvollen Unterricht in der Schule immer alle erreiche? 

Erste große Pause: Ich treffe mich meinem Mann, der gerade mit „Zoom“ kämpft zu einem Stehcappuccino in der Küche, unsere Töchter kommen dazu – auch sie können nicht mehr sitzen und brauchen einen Tapetenwechsel. Wir unterhalten uns damit, neue Back- und Kochpläne für die nächsten zwei Wochen zu schmieden. Wohin soll das nur führen?

3. und 4. Stunde: Ich habe frei, überlege mir schnell neue Aufträge für die vier Bücher, speichere sie ab und setze mich auf mein Fahrrad. Ich brauche Bewegung und frische Luft, fahre im Supermarkt vorbei und darf zwei Packungen Mehl kaufen! Hurra! Weiteren Backsessions in der Küche gegen die Langeweile steht nichts im Weg! Im Supermarkt spricht mich eine Schülermutter an und freut sich, dass der Online-Unterricht mit Nerdl so gut funktioniert. Finde ich auch!!

5. Stunde Deutsch in der 7a: Ich habe mein Homeoffice in die Küche verlegt. Hier scheint die Sonne! Wir lesen Erebos, was auf große Begeisterung stieß. Dabei hat die Lektüre 500 Seiten! Immerhin geht es um Computerspiele und heute dürfen die Schüler*innen ihren eigenen Avatar nach den Vorgaben des Computerspiels erstellen. Danke, Herr Ostermeier, für das schöne Arbeitsblatt in der Nerdl-Bibliothek! 

6. Stunde Deutsch in der 5b: Überraschung – auch hier wird ein Buch gelesen! Thabo – Detektiv und Gentleman spielt in Afrika. Parallel startete im Englisch-Unterricht ein Projekt mit einer Schule in Kenia. In Kapitel 5 findet der Held Thabo bei einer Safari ein getötetes Nashorn. Erst lesen die Kinder das Kapitel, verfassen einen Tagebucheintrag, dann dürfen sie ein Video über Nashörner gucken.

Oh, da ist in den Posts eine Nachfrage, die ich übersehen habe – als ich es entdecken, habe schon andere Kinder die richtige Antwort gegeben. Sehr entlastend! Gestern hatte ein Mädchen ordentlich Frust und es in den Posts rausgelassen. Das werde das schrecklichste Ostern aller Zeiten, schrieb sie! Wir haben sie dann wieder aufgebaut und heute wirkt sie wieder ganz fröhlich! 

Läuft gut – freue mich aber sehr darauf, dass alles wieder normal wird.

Vanessa, Klasse 6

Ich werde euch heute mal von meinem Schultag erzählen.

In den ersten beiden Stunden hatten wir Englisch (dort bekommen wir immer besonders viel auf). Danach hatten wir in den nächsten beiden Stunden Mathe, das macht mir immer besonders Spaß. In der 5. Stunde hatten wir dann Musik und in der 6. Stunde hatten wir noch Religion. Mir macht es riesigen Spaß hier zu Hause zu lernen. Außerdem mag ich es gerne, mit dem Laptop zu arbeiten. Zum Schluss noch ein Tipp, was ihr zuhause gegen Langeweile machen könnt: kramt mal alte Spiele raus und spielt sie wieder.

Der Dienstag steht vor der Tür – herzlich willkommen zu einer ganz wunderschönen ESG@Home Andacht

Ich wünsche mir …

…  dass meine Freunde und meine Familie gesund bleiben und dass meine Großeltern gesund bleiben.

… dass meine Familie gesund bleibt, besonders mein Vater, weil er in die Gefahrengruppe gehört, wegen seinem Asthma. Außerdem fände ich es gut, wenn die ‚Ausgangssperre’ bald vorbei ist und ich mich wieder mit all meinen Freunden treffen kann.

dass die Corona-Pandemie bald vorbeigeht und nicht mehr viele Menschen erkranken, leiden oder trauern müssen.

dass mein Cousin nicht zu viel Heimweh hat, da er zur Zeit bei uns wohnt, weil seine Eltern Ärzte sind und arbeiten müssen.

natürlich, dass meine Familie gesund bleibt, und das wünsche ich auch allen anderen Familien. Viele haben außerdem Angst, dass sie ihre Existenzgrundlage verlieren. Denen wünsche ich Hoffnung und Glaube an sich selbst – Hoffnung auf eine bessere Zeit und dass man den Mut nicht verliert, nach einer so schweren Zeit wieder neu anzufangen.

Schülerinnen und Schüler aus allen Jahrgangsstufen haben sich an der heutigen Andacht beteiligt und uns geschrieben, was sie sich und anderen für die nächsten Wochen wünschen. Vielen Dank für die vielen Beiträge! Sie waren so zahlreich, dass wir leider nicht jeden wiedergeben können. Dafür bitten wir euch um Verständnis. Wir haben uns aber über jeden eurer Wünsche gefreut. Es war schwer, eine Auswahl treffen zu müssen. Vor allem ging es natürlich um die Corona-Krise. Spitzenreiter war der Wunsch nach Gesundheit für eure Familien, Freundinnen und Freunde. Es gab aber noch mehr Wünsche, zum Beispiel:

dass die Menschen ihre eigenen Bedürfnisse zur Seite stellen und zusammenhalten.

dass alle zu Hause bleiben, wenn sie nicht dringend raus müssen, und dass sich, auch wenn es sehr schwer ist, keiner mehr verabredet oder eine Party veranstaltet.

dass mehr Solidarität gezeigt wird, da nicht jeder vor der Infektion geschützt ist.

dass wir das gemeinsam als Gruppe durchstehen und als Gemeinschaft kämpfen.

dass der finanzielle und psychische Schaden bei vielen nicht so groß sein wird.

dass ich meine Großeltern wieder besuchen kann und dass ich meinem Hobby weiter nachgehen kann (Schwimmen).

meine Familie in Hamburg besuchen zu können während der Osterferien.

dass ich meine Freunde und Familie nicht vergesse und regelmäßig daran denke, sie anzurufen oder ihnen eine nette Nachricht zu schreiben.

dass die ganzen Menschen in Italien wieder gesund werden, denn in Italien sterben täglich Hunderte.

dass trotz des Virus die Menschen nicht vergessen werden, die im Krieg und ständig in schlimmen Situationen leben; dass alle Menschen glücklich sein können und in Freiheit leben.

dass der Extremismus, durch rechtsradikale Parteien wie der AfD, nicht in Krisenzeiten zunimmt.

Auch die Schule und der Online-Unterricht spielen in euren Wünschen eine Rolle. Lillie aus der siebten Klasse wünscht sich, bald wieder zur Schule zu gehen. Ihr Klassenkamerad  schreibt: „Ich wünsche mir, dass alle es hinkriegen, auf dem Laptop oder dem I-pad zu arbeiten, und dass die Schule schnell wieder anfängt, denn ganz alleine macht Lernen keinen Spaß“. Ein anderer Klassenkamerad wünscht sich „genug Beschäftigung, eine gesunde Familie und natürlich wenig Hausaufgaben“ und eine Schülerin aus der Q1, „dass der Online-Unterricht weiterhin gut funktioniert und es allen, die jetzt zu Hause bleiben müssen, nicht langweilig wird“.

Ein Mädchen aus der EF schreibt: „Nicht alle profitieren vom Home office. Es gibt Menschen, die momentan auf engstem Raum zusammenleben. Menschen, denen es zu Hause nicht gut geht und für die Schule immer eine Art Fluchtort war. Deshalb bitte ich für diese Menschen, dass sie die nächsten Wochen gut überstehen. Dass sie die Chance haben, Zeit für sich selbst zu haben, und nicht in Angst leben müssen. Allen Menschen, die uns in dieser Situation helfen, wie Ärzte und Angestellte in Ämtern, wünsche ich, mit klarem und ruhigem Kopf Entscheidungen treffen zu können und dass sie nicht das Gefühl haben müssen, dass ihnen alles aus der Hand gleitet.“

Die Schülerinnen und Schüler der Q2 denken natürlich auch an das bevorstehende Abitur und die Zeit danach. Ein Abiturientin hofft, „dass wir die Möglichkeit haben, unter guten Bedingungen unser Abitur zu schreiben, und auch die Möglichkeit, alle anderen schönen Momente noch zu erleben.“ Der ganzen Schule wünscht sie, dass wir die Zeit gut durchstehen, und fügt hinzu: „Es kann absolut langweilig werden und zum Verzweifeln, aber ich wünsche mir, dass ihr immer wieder Kleinigkeiten findet, an denen ihr euch erfreuen könnt.“ Ein Mitabiturient hofft, „dass meine Freunde und ich die richtigen Entscheidungen in puncto Zukunftsplänen (Arbeit, Studium, FSJ) getroffen haben.“

„Kümmern Sie sich alle genug umeinander“, schreibt ebenfalls ein Abiturient, „und passen Sie nicht nur auf sich, sondern auch auf Ihre Umgebung auf. Nehmen Sie Rücksicht und helfen Sie, falls jemand Hilfe braucht.“ Und ein Mädchen aus der sechsten Klasse dankt „allen Menschen, die als Krankenschwestern, Pfleger und Ärzte besondere Leistungen erbringen, allen, die die Versorgung mit Lebensmitteln und allem, was man sonst braucht, aufrecht erhalten, und allen, die den Laden am Laufen halten“.

Aus der Q1 kam folgende Mail: „Ich hoffe, dass wir alle als Menschheit diese neue Bedrohung, die in einem solchen Maße in unserem Zeitalter noch nie dagewesen ist, heilsam überstehen. Doch darüber hinaus erhoffe ich mir, dass wir nach der Überwindung der Krise den Wert von unseren Mitmenschen, egal ob Nahestehenden, Angehörigen, Familienmitgliedern oder dem Mitarbeiter im Supermarkt, der pausenlos Regale befüllt, damit es uns gut gehen kann, endlich begreifen und uns dankbar schätzen, dass wir solche Mitmenschen um uns herum haben. Denn in ihrer Tätigkeit steckt die Botschaft Jesu und die Liebe Gottes, die für alle Menschen auf der Welt spürbar wird und von jedem Einzelnen mit seiner Tat weitergegeben werden kann.“

Ein Schüler der sechsten Klasse schließlich wünscht sich, „dass wir trotz der Situation ein schönes Osterfest verleben können und in der Auferstehung Jesu Hoffnung schöpfen für die Zukunft.“ Der Schüler fügt hinzu: „Natürlich wünschen wir allen frohe und gesegnete Ostertage.“

Dem schließen wir uns gern an und danken euch noch einmal für eure Mithilfe,

Euer Andachtsteam