Lernen Zuhause – Wie machen’s die anderen denn?

Bloggerin Liva hat sich mal auf den Seiten einiger anderen Schulen in Gütersloh (und nicht nur dort) umgesehen, um zu schauen, wie man der Krisensituation dort begegnet:

In den letzten Tagen gab es viele Unsicherheiten im Hinblick auf den Umgang mit Corona an Schulen. Wir haben das für uns alle bekannte und – zumindest meist – zugängliche Nerdl. Doch wie machen es Schulen, die keine derartige Plattform haben? Wir haben uns einmal umgesehen;

Das Städtische Gymnasium hat eine Plattform namens „Moodle“, über welche sie Wochenaufgaben durch die Fachlehrkräfte aufgeben. Für diese Woche haben Sie diese Aufgaben Mittwoch um 9Uhr hochgeladen und in den nächsten zwei Wochen werden sie montags um 9Uhr “upgeloadet”. Für den Sportunterricht gibt es ein Fitnessmodul durch Aufgaben der Fachlehrkräfte.

Die Geschwister-Scholl Schule lässt den Schüler*innen Aufgaben durch die Klassenleitung zukommen, welche sie dann erledigt zurückschicken müssen. Zusätzlich kriegen sie ein so genanntes Lerntagebuch, welches von den Erziehungsberechtigten unterschrieben werden muss.

Auch der Unterricht im Carl-Miele Berufskolleg fällt aus, sie posteten jedoch das hier dazu: 

  • Im Beruflichen Gymnasium der Höheren Berufsfachschule und der Fachoberschule werden Lernangebote über Office 365 zur Verfügung gestellt.
  • Die Schülerinnen und Schüler der Berufsschule besuchen den Ausbildungsbetrieb.
    Lernangebote für Auszubildende – im Besonderen mit verkürzter Ausbildung (3. Ausbildungsjahr) – werden von den jeweiligen Fachlehrern bereitgestellt.
  • Schülerinnen und Schüler im Praktikum besuchen den Praktikumsbetrieb.

Wie ihr seht haben alle Schulen unterschiedliche Arten mit dieser unbekannten Situation umzugehen und sich anzupassen. 

Interessant ist zum Beispiel auch die Art und Weise, wie die International School of the Rhine den Unterricht organisiert:

“Während unserer Winterpause arbeitete unsere IT-Abteilung mit Hochdruck an der virtuellen Klassenraum-Alternative, sodass Familien nach den Ferien frei entscheiden konnten, ob sie ihre Kinder zum Unterricht schicken oder sie ganz einfach von zu Hause aus dem Unterricht folgen lassen. Gestern besuchten wir zur besseren Veranschaulichung eine Geschichtsstunde unserer Oberstufenschüler, in welcher sowohl virtuell Schüler anwesend waren, als auch vor Ort Schüler dem Unterricht bei Frau McGee folgten. Für unsere Lehrer und Schüler im Klassenzimmer ist dabei genau ersichtlich, welcher Schüler sich gerade in die Unterrichtsstunde einloggt. Alle virtuellen Teilnehmer werden in einem kleinen Kasten, auf unserem Foto rechts zu sehen, auf dem Bildschirm aufgelistet, sodass auch eine direkte Kommunikation zwischen Lehrer und Schüler entstehen kann. Auch für unsere Lehrer war die virtuelle Alternative zunächst eine ungewohnte Situation, jedoch haben alle Beteiligten die Situation mit Bravour gemeistert. Unsere Eltern und Schüler schätzen diese moderne Alternative des Unterrichts sehr und wir als Schule sind überaus glücklich darüber, dass wir im Hinblick auf virtuellen Unterricht Vorreiter in der Region sind und so unseren Familien die Fortführung des Unterrichts an der ISR garantieren können.”

https://www.isr-school.de/de/news-events/news/2145-isr-liveblog-massnahmen-coronavirus

Virtueller Klassenraum – wäre das auch was für euch? Schreibt uns doch einen Kommentar!

Bis Morgen!

ESG@Home – Tag 2

Die Lernplattform “Moodle”, die derzeit an vielen Schulen, so z.B. auch am Städtischen Gymnasium, genutzt wird, hinkt total. “Dass am Tag eins der Schulschließung in Baden-Württemberg der digitale Unterricht nicht reibungslos ablief, bestätigte auch der Landesschülerbeirat. Dessen Schnellumfrage ergab, dass Moodle “komplett gecrasht” ist, also wegen Überlastung nicht funktionsfähig war.” (https://www.heise.de/newsticker/meldung/Digitaler-Unterricht-Lernsystem-Moodle-startet-mit-Anlaufschwierigkeiten-4685075.html)

Nerdl und auch Kopano zeigen auch einige “Wehwehchen”, aber auch die drei heutigen ganz persönlichen Einblicke in unser Neuland-Projekt ESG@Home klingen alles andere als besorgniserregend!

Alexandra, Klasse 5

Heute morgen um 7:30h wurde ich durch das Vibrieren meines Handys wach. Als ich nachsah, bemerkte ich, dass es genau das gleiche wie am Vortag war. „Ich komme nicht bei NERDL rein” , „Kann mal jemand schreiben was ich tun muss!?” – so etwas in der Art schrieben alle.
Als erstes hatten wir Deutschunterricht, da solten wir über unsere Lieblingssendung berichten. Das war lustig, da wir alle zum aller ersten Mal etwas bei NERDL ausdrucken/ runterladen mussten. In der 2. Stunde hatten wir Matheunterricht. Da mussten wir nichts ausdrucken. Zunächst hatten wir eine kleine Pause. Danach ging es dann wieder an die Arbeit. Wir hatten Biologieunterricht. Das hat auch Spaß gemacht,  denn jeder durfte sich eine einheimische Vogelart aussuchen. Ich habe mir das Blaukehlchen ausgesucht. Jeder sollte mit der Hand sein ausgesuchtes Tier zeichnen und ausmalen. Dazu sollte noch jeder einen Text oder einen Steckbrief entwerfen. Nach den Osterferien werden wir dann im Biologieunterricht alle Plakate aufhängen. In der 5. Stunde hatten nur manche von uns Unterricht. Es war Musikunterricht. Ich hatte frei. In der 6. Stunde hätten wir Klassenrat gehabt. Der fiel aber aus. Das kann man schließlich nicht über NERDL machen. Es war ein spannender Tag.

Maya, Q2:

Heute ist für uns Q2 SchülerInnen der vierte Tag, an dem wir dazu verpflichtet sind, von zu Hause aus am Unterricht teilzunehmen. Nerdl hat bei mir heute – im Gegensatz zu gestern – einwandfrei funktioniert. Wie gestern gab es in manchen Fächern mal mehr, in anderen aber dafür wiederum weniger Aufgaben. Für mich war der Tag eigentlich ganz normal, wie sonst auch, nur in Englisch haben wir uns heute per Videoanruf unterhalten. Dafür haben wir Teams genutzt und ich muss sagen, dass ist auch mal eine etwas andere Art, wie man den Unterricht machen kann.   

Hier kann man übrigens meinen Arbeitsplatz von heute Morgen – natürlich nicht für den ganzen Tag – sehen.

Vielleicht nicht das beste Beispiel, aber wir wollen ja realitätsnah bleiben und außerdem habe ich festgestellt, dass ein bequemer Platz zum Arbeiten mich mehr motiviert (in der QII darf man das auch mal – so kurz vor dem Abi:-))  

Oliwia, EF: 

Nicht nur die Fünftklässler unter uns lassen sich während Quarantänezeit nicht aus der Form bringen, auch wir aus der EF nicht. Zwar handelt es sich bei uns nicht ums Jonglieren und Seilspringen, aber macht mit Sicherheit mindestens genauso viel Spaß 🙂 Ich weiß nicht, wie es euch ergeht, aber irgendwie habe ich noch immer nicht ganz realisiert, dass die nächsten drei Wochen genauso wie gestern und heute laufen werden. Nicht mehr jeden Morgen zum Bus rennen, aber auch keine lustigen Pausenhofgespräche mit meinen Freundinnen. Es hat nun einmal alles seine guten und weniger guten Seiten. Aber aus allem kann man das Beste ziehen und heutzutage ist man ja glücklicherweise mit WhatsApp und Co. immer zu erreichen. Zugegeben: Während des Vormittages empfiehlt es sich bei den vielen Nachrichten, die hin und hergehen, das Handy auf stumm zu stellen, aber umso interessanter wird es dann nachmittags, wenn man zumindest einen Teil davon liest. In Nerdl muss ich mich zugegeben gerade selber wieder ein wenig neu einfinden, da es auch für uns ein paar Veränderungen gab. Aber mit Sicherheit ist jeder von uns schnell wieder mit beiden Beinen drin. Und so ein frischer Wind tut auch mal ganz gut. Den habe ich auch auf meinen Schreibtisch mit neuen Blumen gebracht, denn jetzt, wo das mein neues Klassenzimmer sein wird, sollte er besonders gut zum Arbeiten sein. Dazu gehört eine aufgeräumte Oberfläche und genügend Platz, um die ganzen Schulsachen auszubreiten. Bleibt alle gesund und motiviert! 

ESG@Home – Ein Update

Lieber Schüler*innen,

vielen Dank dafür, dass Ihr Tag I ESG@Home so gut und engagiert angenommen habt.

Das Online Lernen ist für uns alle “Neuland”: Nach Tag I haben wir bereits einige wichtige Erfahrungen sammeln können.

Zunächst wird es in NERDL einige Neuerungen geben:

Anwesenheit – wer ist online?

In der Stunde werden Lehrkräfte  künftig automatisch angezeigt bekommen, welche Schüler*Innen Ihres Kurses / Ihrer Klasse online sind. Damit entfällt die Notwendigkeit, die Anwesenheit zu “posten” und wir vermeiden so eine Programmüberlastung.

2. Chat

Im Chat können Lehrkräfte direkt Kanäle mit Ihren Klassen aufmachen, die als Gruppen angezeigt werden. Damit sollte es insgesamt übersichtlicher werden und vor allem das Programm entlastet werden. Privatchats zwischen Schüler*Innen sind zwar noch möglich, wir bitte aber davon während der Peak- (also Haupt-)Unterrichtszeiten keinen Gebrauch davon zu machen.

3. Posts

In den Posts wird es einen Refresh Button geben, damit man nicht immer das ganze Programm neu starten muss, um  zu aktualisieren – auch das hat heute zur Instabilität in manchen Zeiträumen geführt und sollte sich dadurch einfacher gestalten.

4. Aufgabenkultur und Aufgabenfülle

Die Rückmeldungen nach Tag I sind durchaus positiv: Die Schulleitung hat dazu ermutigt, die Aufgabenfülle so zu bemessen, dass in dieser ohnehin belasteten Zeit nicht eine Dauerüberforderung entsteht: Wir werden vermehrt auf produktorientierte Aufgabenformate setzen und die Stunden im Stundenplan zum Austausch mit den Schüler*innen nutzen- zur Präsentation erster Ergebnisse – Feedbackrunden, etc. Quizzes sind Tools zur Selbsteinschätzung sind nicht zensurenrelevant. Sie dienen nicht der Fremd-, sondern der Selbstkontrolle sowie der Übung und Vertiefung!
Nichts wird bewertet und nichts geht in irgendeine Note ein! Aber es wird etwas gelernt und das sollte man sich nicht entgehen lassen.

Am Stundenplan als Rhythmisierungsinstrument wollen wir festhalten, damit ein regelmäßiger Austausch erfolgen kann. Bitte stellt daher alle sicher, dass ihr zu Beginn der Stunden online seid bzw. haltet euch an die mit Kolleg*innen verabredeten Zeiten – sonst verlieren wir den Kontakt! Bitte nutzt die Posts zum Feedback über Aufgabenformate, Aufgabenfülle, etc. – wir lernen hier alle gemeinsam und betreten Neuland!

Ich hoffe, mit dieser Antwort ein wenig den Druck nehmen zu können und wünsche allen einen guten ESG@HOME Tag II!

Martin Fugmann, Schulleiter ESG