Wie war Woche 4 ESG@Home?

SV-Lehrer Herr Ostermeier gewährt uns zum Ende der vierten Woche viele interessante Homeschooling EinblickeDanke dafür!

Und ich nerdl, nerdl, nerdl, nerdl im Sauseschritt…

OK OK, die 80er-Jahre-Musik-Anspielung im Titel funktioniert wahrscheinlich bei den meisten Schüler*innen nicht, aber mir ist nichts Besseres eingefallen 🙂  

Ein weiterer Tag Homeschooling, aber nicht irgendeiner. Heute soll es Neuigkeiten für die Schulen geben. Man darf gespannt sein, aber ganz ehrlich? Ich bin eigentlich zufrieden, wie es läuft. Was nicht heißen soll, dass ich euch alle nicht vermisse. Aber was ich in den letzten Wochen im virtuellen ESG erlebt habe, lässt sich kaum in Worte fassen. Da werden Zoom-Konferenzen mit digitalem Montagsmaler aufgepeppt, Andachten vom Türmchen gestreamt, Barcamps in physischer und digitaler Form abgehalten und das alles vom ESBloG dokumentiert (Wie viele arbeiten da eigentlich mittlerweile in der Redaktion?). Es gibt so viel positive Energie von Schüler*innen, Kolleg*innen und Eltern. Man wächst zusammen, obwohl man so weit voneinander entfernt ist…

Ich schweife ab. Zurück zum Unterricht: Heute Morgen (Donnerstag) stehen zwei Nerdl-Sessions in meinem Plan. Außerdem gibt es noch ein Barcamp (2.1?) von Frau Proempeler und mir für die Deutsch LKs in der Q2. Eigentlich überschneidet sich das alles, aber ich kann meine Materialien ja einfach vorher bei Nerdl einstellen. Bäm! 

In der Sowi EF geht es um marktwirtschaftliche Eingriffe des Staats für den Umweltschutz. Ich lasse meinen Kurs über den Editor diskutieren, ob die EU-Maßnahmen zur Plastiktütenvermeidung Erfolg zeigen. Es wird rege getippt, Fridays-for-future ist nicht vergessen. Sehr gut! In der dritten Stunde Deutsch, Klasse 7d (Liebe Grüße an dieser Stelle): Jugendbuch Erebos. Es geht um die Hauptfigur Nick und seine Computersucht. Die Schüler*innen sollen an einer anonymen Umfrage teilnehmen, ob bei ihnen eine Videospielsucht droht (Kann man eigentlich auch nerdl-süchtig werden? 🙂 ). Kaum steht die Stunde online, kommen die ersten Einsendungen. Ich kriege das natürlich gerade nicht mit, da ich zur Schule muss. Irgendwie komisch: Zuhause brummt die Leitung und in der Schule herrscht eine gespenstische Stille. Ich schleiche vorsichtig durch die Korridore und gehe ins Lehrerzimmer. Endlich! Ein paar vertraute Gesichter! Frau Bansmann und Herr Kühle lächeln mich an:

Helden in hellblau!

In der Mediothek hecken Frau Proempeler und Felix Kupferschmidt schon wieder etwas aus. Als die beiden in gehörigem Abstand über ihren Laptops brüten, kommt mir auf einmal der Gedanke, dass Felix mit seinem digitalen Know-How vielleicht längst Klone gebaut hat, die die viele Arbeit für die digitale Infrastruktur der Schule erledigen. Ich glaube, ich schreibe mal das Oberstufenteam an und die Nerdl-Novizen um Herrn Haverkamp, Herrn Schüler, Frau Bansmann und noch ein paar andere, ob sie Klone sind…

Einfach mal fragen… 🙂 Ich erwache aus meinem Tagtraum. Felix guckt mich verschwörerisch an. Ob er auch schon Gedanken lesen kann? Ich gehe mal lieber den Barcamp-Raum vorbereiten. Ein letztes Mal geht es um Faust und auch die Novellen, die die LKs über die letzten zwei Jahre gelesen haben. Als ich die Powerpoint öffne, muss ich schmunzeln: Wenn Goethe damals gewusst hätte, dass der Osterspaziergang für Faust und Wagner mit all dem Trubel und Tanz wegen Corona gar nicht möglich gewesen wäre, dann hätte er Faust gleich in seinem Studierzimmer sitzen lassen können und dieser hätte auch nicht den Pudel gesehen, der später zu Mephisto wird. Und vielleicht wäre das Ganze dann auch keine Tragödie, sondern trotz all der Entbehrungen eine Komödie geworden. Man sollte noch lachen dürfen. Ein Lächeln ist (nicht) ansteckend 🙂

Ein paar mutige SchülerInnen sind da und ich freue mich, wenigstens ein paar Leute aus meinem Kurs wiederzusehen. Jetzt noch schnell das Ipad einrichten und schon kann die Session beginnen. Frau Proempeler und ich beantworten die letzten Fragen für’s Abi und können trotz allem mit einem guten Gefühl wieder nach Hause gehen.

Jetzt fehlt nur noch das Highlight des Tages: Mit DisTanz in den Mai. Herr Fugmann hat alle Kolleg*innen zu einem netten Beisammensein über Zoom eingeladen und es wird mit Sicherheit spannend, wie viele Leute sich gleichzeitig in ein Zoom-Meeting quetschen können. Die Antwort folgt prompt:

Über 50 Teilnehmer*innen. Trotz großem Bildschirm muss man blättern, um alle zu sehen

Ich höre mir noch schnell einen guten Song an (Lied-Tipp: Al Stewart – Year of the Cat) und dann habe ich ja Frau Rapp versprochen, einen Beitrag für den Blog zu schreiben. Ich denke, ich brauche auf jeden Fall einen fetzigen Titel. Vielleicht eine Anspielung auf einen 80er-Jahre-Song. Wahrscheinlich wird das wieder keiner verstehen, aber egal. Wichtig ist nur, dass ich genau von meinem Tag berichte und dabei nicht abschweife. Ich muss auf jeden Fall die Nerdl-Stunden erwähnen, die ich heute gehalten habe… 

Sorry, ich muss weitermachen. Ich wünsche euch allen ein schönes langes Wochenende! Bleibt gesund und haltet durch!

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