Mutwillige Störungen des Unterrichts

Bei all´ den Sachen, die derzeit wirklich gut laufen im Distanzunterricht, treten wir heute mit einem etwas heiklen Thema an euch heran. Störungen des Distanzunterrichts, insbesondere der Zoom-Meetings durch ungebetenen Gäste oder Ton- und Bildaufnahmen während des Unterrichts.

Bei Frau Wiese im Unterricht haben SuS Power-Point Präsentationen gehalten. Dann kam die Schülerin nach, die Internetprobleme hat. Sie wurde ins Meeting aufgenommen. Jedoch war es nicht die Schülerin, sondern jemand, der sich als sie ausgegeben hat. Laute Musik wurde abgespielt und die Schülerin, die gerade die PPP gehalten hat, ist total rausgekommen.

Bei Frau Seifert passierte letze Woche Folgendes in ihrem 9er Bio-Kurs: Ein Großteil ist schon anwesend, ich lasse die letzten aus dem Warteraum herein…dachte ich zumindest, bis die betreffende Person (mit Schülervorname, aber natürlich ohne Kamerabild) fragte: in welchem Kurs bin ich hier? Dann ging die Musik los….zum Glück war ich vorgewarnt und habe die Person direkt wieder rausgeschmissen. Die restlichen 20 Personen, die sich plötzlich im Warteraum tummelten, habe ich dann natürlich nicht mehr reingelassen (mit Namen wie HAHA auch leichter identifizierbar). Was nervt: So sitzt man jetzt immer vor dem Rechner und überlegt jedesmal zweimal, ob man die Person ins Meeting lassen kann.

Solche Vorfälle sind mal ganz witzig, dürfen aber ein gewisses Maß nicht überschreiten und haben v.a. dann auch Konsequenzen, wenn zudem die Privatsphäre von SchülerInnen und LehrerInnen verletzt wird. Der Lernort – ob in Präsenz oder Distanz – muss ein sicherer bleiben – für alle Beteiligten!

Deshalb folgt hier ein offizielles Statement seitens der Schulleitung zu diesen Störungen des Distanzunterrichts.

Liebe Schulgemeinde des ESG,

in den Medien mehren sich Berichte über die durch Videokonferenzen im Distanzunterricht hervorgerufenen Verletzungen der Privatsphäre von Schülerinnen und Schülern und Lehrkräften. Dem ESG sind die damit verbundenen Risiken bewusst und wir haben gute Vorkehrungen treffen können, die „ungeliebten“ Gästen den Zugriff verwehren. Die Schulleitung appelliert an dieser Stelle nachdrücklich an alle, sich an die vereinbaren und kommunizierten Regeln zu halten – jegliches Mitscheiden, Abfotografieren und Verbreiten von Bildern aus Unterrichtssituationen mit oder ohne Bild würde die Schule disziplinarisch und ggf. auch strafrechtlich verfolgen. Wir hoffen, dass wir auch in den kommenden Wochen lernförderlichen Distanzunterricht erteilen und damit Lernangebote machen können, in denen sich alle sicher sein können, dass die Privatsphäre gewahrt bleibt.

Herzlichst

Ihr/ Euer Martin Fugmann

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