Und – wie war es? Eindrücke aus dem Wechselmodell

Ihr könnt jetzt, nach zwei Wochen im Wechselmodell, am besten davon berichten, wie es so für euch war – und nichts erscheint uns momentan wichtiger, als eure Stimme zu hören. Ihr alle müsst seid fast einem Jahr alles mitmachen, durchhalten – manchmal sogar ausbaden. Wir wollen hier eure Meinung hören und deshalb haben wir mal nachgefragt, wie die Lage so ist nach einer Woche Schule@Feldstraße und einer Woche Schule@home.

Vergleich Schule@Feldstraße und Schule@home von Kaja, Pia und Larissa

KB, Klasse 8, 25.03.2021

Letze Woche, 14.3. bis 21.3., war ich in der Schule. Es war mal wieder ein tolles Gefühl aufzustehen, nicht mit Jogginghose vor dem Laptop zu hocken, sondern sich ordentlich anzuziehen und in die Schule zu fahren. Dort warteten dann wieder die anderen Mitschüler, Freundinnen aber auch die Maskenpflicht. Durch die FFP2 Masken hat man sich dann unter den vielen anderen, die ja eigentlich nur die Hälfte waren, sicher gefühlt, trotz der miserablen Umständen. Der Unterricht war deutlich entspannter, wir waren nur die Hälfte der Klasse mit 14 SchülerInnen und ich persönlich konnte mich viel besser konzentrieren. Dennoch waren die Stunden teilweise langweilig, da man in der Schule ist und genauso wie Zuhause seine Aufgaben für sich vor seinem Laptop bearbeitet. Darüber hinaus gab es natürlich auch tolle Stunden, wie unser Deutschunterricht bei Frau Rapp. Wir haben die Zeit genutzt, um ins Gespräch zu kommen und Aufgaben sowie Lernstoff zusammen zu bearbeiten, was natürlich mehr Spaß gemacht hat. Auch die Pausen waren schön, mal wieder mehr Alltag in seiner Schulwoche zu haben und zu „korrekten“ Zeiten eine Pause einzulegen, brachten mir viel mehr Struktur ins Lernen. Wenn die aktuelle Zeit vorbei wäre, hätte ich mich natürlich auch über Gruppenarbeit und das Austauschen und einfach nur Reden mit dem Sitznachbar gefreut.

Die jetzige Woche, 22.3-26.3, war ich dann wieder Zuhause und saß alleine in meinem Zimmer vor meinem Laptop. Dadurch, dass meine Freundin, mit der ich mich immer austausche, auch wieder Zuhause vor ihrem Laptop saß, hatte ich einen Ansprechpartner. Anders war es dann mit den LehrerInnen, die nicht sofort antworten konnten bei Fragen und auch nicht „persönlich“ in Zoom Konferenzen anzusprechen waren. Das war für mich aber nicht so schlimm, da ich mit den Aufgaben immer gut zurechtkam und komme. Generell war bzw. ist diese Woche Homeschooling aber anders als die letzten Wochen davor, da man wie gesagt keine Zoom Konferenzen mehr hatte/hat. Auf der einen Seite gut, denn man kann etwas länger schlafen, sich direkt den Laptop schnappen und aus dem Bett die Aufgaben erledigen, dennoch war die Struktur meiner Tage dann immer weg und ich hab irgendwie die Aufgaben erledigt, Pausen eingelegt und immer mal wieder zum Handy gegriffen. Die Schule habe ich mir da dann schon wieder zurückgewünscht und auch den Alltag, eben weil man viel strukturierter arbeiten kann.

PJ, Klasse 8, 25.3.2021

In der Woche vom 15.3.2021 durften endlich die Schüler wieder in die Klassenräume des ESG. 
Trotz des gut organisierten Online Unterrichtes war ich froh, wieder in die Schule zu gehen zu dürfen. Weniger wegen des Lernstoffs oder der Lehrer*innen, sondern wie viel mehr, um meine Freunde wiederzusehen. Die Aufteilungen der Klassen hat zwar für eine entspannte Arbeitsatmosphäre gesorgt, dennoch werden viele Freundesgruppen dadurch getrennt und es ist nicht möglich, alle wiederzusehen, was sich auf meine Arbeitsmotivation schon auswirkt.
Wieder zurück im Distanzunterricht fühlt man sich sicherer vor Corona, aber auch ein bisschen verloren zwischen Upload Aufträgen und Abwesenheit der Lehrkraft. Die einzige Motivation dieser Woche war für mich: Der Ferienbeginn. 

LaB, Klasse 8, 25.3.2021

Auf die eine Woche in der Schule habe ich mich sehr gefreut, weil ich endlich wieder meine Freunde sehen konnte, da ich sie während des Lockdowns sehr vermisst habe. In dieser einen Woche konnten wir nämlich wieder richtig zusammen lachen und mit jedem reden. Natürlich war man aber nicht komplett, da die anderen Freunde in der Gruppe B waren und deswegen noch Zuhause waren. Ich persönlich habe aber im Unterricht nicht wirklich diesen Eindruck gehabt, dass da welche fehlen. Das Spannendste was ich in der Schule erlebt habe, waren einmal die Abiturienten, die versucht haben, auf dem Schulhof mit der Drohne Fotos zu machen und einmal die Karten, die wir im Deutschunterricht bekommen haben. Denn im Deutschunterricht konnten wir uns Karten nehmen, wo Aufgaben drauf standen. Das hat mir besonders Spaß gemacht. Was nicht so gut fand, waren immer diese Stunden wie z.B. Bio, Erdkunde etc., weil es in diesen Fächern Bili und keine Bili Kurse gibt. In diesen Stunden saßen wir also an unserem Laptop und haben die Aufgaben auf Nerdl erledigt. Also konnte man diese Stunden mit Home-Schooling nur in der Schule vergleichen. 

Auf diese Woche in der Schule folgte die Woche zu Hause. Mir persönlich hat es nicht so gefallen, weil man keine Zoom Meetings mehr hatte und gleich alles etwas unmotivierter rüberkam. Der Kontakt zu LehrerInnen ist aus meiner Sicht etwas schwächer geworden, da die in der Schule beschäftigt waren. Aber trotzdem hat man dann mittags eine Antwort bekommen.  

Vielen Dank für eure ehrlichen Eindrücke. Uns würde interessieren, was IHR, die ihr ja jetzt alle Unterricht @Feldstraße und Unterricht @home mitgemacht habt, noch zu sagen habt. Was lief gut, was lief gar nicht – und was für Vorschläge hättet ihr. Mischt euch ein! Es geht um euch! Schreibt uns einen Kommentar unter diesen Artikel oder schreibt einen Text an blog@esg-guetersloh.de.

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