Filmtipp für Mittwoch, 22.12.

Es ist die Zeit der Weihnachtsfilme – v.a. in der Schule (da wird ja immer wieder behauptet, man schaue in der letzten Woche doch eh nur Filme 🙂 )

Manchmal darf es aber auch mal etwas anderes sein! Mittwoch zum Beispiel könntet ihr euch doch mal mit Freunden und Freundinnen zusammensetzen und einen etwas anderen Science-Fiction-Film schauen. Um 20.15h läuft im ErstenIch bin dein Mensch„. Um was geht es?

„Eine ebenso intelligente wie sarkastische Archäologin aus Berlin wird ausgewählt, um drei Wochen lang mit einem humanoiden (*menschenähnlichen) Roboter zusammenzuleben, der als ihr idealer Partner programmiert wurde. Sie soll beurteilen, ob Maschinenwesen künftig Bürgerrechte erhalten können. Ein ebenso stiller wie feinsinniger Science-Fiction-Film mit leisem Humor. Mit einer sorgfältigen, auf kleinste Gesten, Blicke, Körperhaltungen und Sätze konzentrierten Inszenierung kreist er um die Frage, wo die Grenze zwischen Mensch und Maschine verläuft, und findet unerwartete Antworten. – Sehenswert ab 14 Jahren. (filmdienst.de)“

Ein Gedanke zu „Filmtipp für Mittwoch, 22.12.“

  1. Ein sehr ernstzunehmendes Thema. In allen Fachrichtungen sollten wir uns damit auseinandersetzen: Wo hört Menschsein auf und wo beginnt die reine Maschine? Was sind Computer für uns? Feind? Konkurrenz? Oder Unterstützung oder – wie ich es wahrnehme – eine Erweiterung unseres Menschseins, die wir selber erschaffen.

    Die meisten Menschen haben Angst vor Technik im weitesten Sinne. Das ist berechtigt, tun wir uns doch schwer mit undurchschaubaren Algorithmen. Mit Maschinen, deren Funktion wir nicht vorhersagen können.

    „Ich bin dein Mensch“ greift das auf und führt uns vor Augen, dass wir bei Maschinen Vorhersehbarkeit gelernt haben, aber bei Menschen mit unerwarteten Aktionen und Reaktionen von klein auf konfrontiert sind. Je älter wir werden, desto mehr haben wir die Erfahrung, dass wir mit dem „Schlimmsten“ aber auch mit ganz tollen Aktionen unserer Mitmenschen rechnen müssen und dürfen. Bei Maschinen pflegen wir dagegen wie ein Heiligtum, dass wir sie verstehen müssen und sie genau das tun, was wir vorgeben.

    Dem steht entgegen, dass wir seit jeher versuchen, unserer eigenen Fähigkeiten nachzuahmen. Unsere Maschinen nähern sich (bzw. wir sie) immer mehr an uns an. Schlagworte wie „künstliche Intelligenz“ suggerieren dabei, das die Annäherung nur rein technisch-sachlich erfolgt. Emotionale Intelligenz ist jedoch der zweite gleichwichtige Faktor, der Maschinen uns ähnlich macht. Maschinen werden zunehmend unvorhersehbar – wie wir Menschen. Oder sind wir Menschen ähnlich wie Maschinen: vorhersehbar?

    Der Film ist absolut empfehlenswert – auch als Auftakt für eine Diskussion, die wir alle führen müssen. In der ARD-Mediathek bis März 2022:
    https://www.ardmediathek.de/video/filmmittwoch-im-ersten/ich-bin-dein-mensch-oder-komoedie/das-erste/Y3JpZDovL2Rhc2Vyc3RlLmRlL2ZpbG1taXR0d29jaCBpbSBlcnN0ZW4vM2ZkYWFkNDctY2RmMi00NTVkLWJkNmMtYjY3YTNlYjRmM2Ji/

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