Wie gehen wir mit den Kriegseindrücken um?

Bilder vom Krieg gehören aktuell zu unserem Alltag, viele Bilder vom Krieg machen uns Angst. Angst ist eine psychische Alarmglocke!

Zuviel Angst überträgt sich auf unser Körpergefühl. Wir geraten durch Angstgefühle schnell in einen Zustand der physiologischen Übererregung, bemerkbar durch Beklemmungen, Unruhe, Schlaflosigkeit, Kraftlosigkeit und Müdigkeit bis hin zur Handlungsunfähigkeit.

Gerade jetzt benötigen wir einen achtsamen Umgang mit unserer eigenen Gesundheit und unserer Verfassung!

Es hilft, dem Schrecken nicht so viel Raum zu geben, auch

durch eine bewusste gelassene Haltung und einen rücksichtsvollen Umgang mit sich selbst, der Familie und Freunden!          

Wir haben viele Möglichkeiten: 

  • Nachrichtenkonsum einschränken auf das Notwendige:

Wir sollten den Konsum von Bild- und Videonachrichten nach Möglichkeit reduzieren – z.B. auf zweimal täglich – und uns bei Bedarf möglichst über das Radio informieren – die Nachrichten sind die gleichen, werden aber von unseren Nervenzellen leichter verarbeitet, mit weniger bleibenden Belastungen und möglichen späteren seelischen Schäden wie Traumatisierungen. Bilder werden von unserem Gehirn als bedrohliche Ereignisse wahrgenommen, egal ob objektiv „nur“ in Film, TV oder im Chat gesehen oder subjektiv „real“ erlebt (laut Haupt-Scherer, Psychoedukation und Psychotraumatologie)

  • Nachrichten altersgemäß schauen und besprechen
  • Unsere eigene Anspannung und Übererregung reduzieren, Zeit für Pausen nehmen– abschalten, Stress reduzieren
  • Feste Auszeiten regelmäßig einplanen – Atemübungen,  Dehnübungen,  Tai Chi, Yoga, Meditation – alle Entspannungsübungen beruhigen unsere Nerven 
  • Klopfen der Thymusdrüse (Tarzan spielen) stärkt körpereigene Abwehrkräfte
  • Sich etwas Gutes tun, sich verwöhnen, Tee trinken, Wellness, Ablenkung, ein Bad nehmen
  • Tanzen, singen, Musik hören, Theater, Museum, alte Filme ansehen
  • Raus in die Natur! Spazieren, Laufen, Fahrrad fahren
  • Kreativ sein, basteln, handarbeiten, werken, schreiben oder malen

Was kann uns helfen, erschreckende Eindrücke zu verarbeiten?

– Wir sind nicht allein, wir können andere immer bei Ängsten und Sorgen um Hilfe bitten, so können wir uns beruhigen!

– Wir können auf unseren Medienkonsum achten, dabei seriösen Nachrichten vertrauen (z.B. ZDF LOGO https://www.zdf.de/kinder/logo, Tagesschau, zeit.de, öffentlich-rechtliche Radiosender) und selbst achtsam mit Medien, Bildern und Worten umgehen!

– Wir können uns mehr Zeit nehmen für Freundschaften!

– Wir können zusammen etwas spielen, denn spielen hilft, Eindrücke aktiv zu        verarbeiten!

Wie gelingt es, dass wir uns sicher fühlen?

– Wir machen uns selbst keinen zusätzlichen Stress und bleiben gelassen!

– Wir entspannen uns am Besten an Orten, an denen wir uns gut fühlen,     alleine oder gemeinsam mit Freunden!

– Wir haben es in der Hand, in unserer Umgebung wohlüberlegt und

         besonnen zu handeln!

– Wir wollen nicht mit Gerüchten Angst und Unsicherheit wecken und verbreiten!

– Wir bleiben zuversichtlich und schenken einander Vertrauen, Toleranz,       Verständnis und Wertschätzung!

– Wir sind füreinander da!

„Zärtlichkeit und Güte sind keine Zeichen von Schwäche und Verzweiflung sondern Ausdruck von Stärke und Entschlossenheit.“  Khalil Gibran

Gelassenheit tut uns allen gut!

Gabriele Strüwe

Schulsozialarbeit

BA Soziale Arbeit

Fachwirtin im Gesundheits- und Sozialwesen  

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