Let’s Dumbledore – oder: Der Blick über den Zeugnisrand

“It matters not what someone is born, but what they grow to be.”

J.K. Rowling, Harry Potter and the Goblet of Fire

Liebe Leserin, lieber Leser, du hast es richtig bemerkt: Wenn es um Schule geht, zieht es mich immer wieder magisch nach Hogwarts. Nicht nur, weil ich ein großer Fan der Harry Potter Bücher bin, sondern vor allem, weil in vielen Situationen und Personen viel Inspi­ra­tion für uns ­steckt.

Einer, den ich besonders mag und schätze, ist Albus Dumbledore. Und was ich an ihm am meisten bewundere, ist seine Haltung – wie er mit den ihm anvertrauten Menschen umgeht. Wenn es um seine Schüler:innen geht, sieht er weit, sehr weit. Er sieht, was in ihnen steckt.

Dumbledore ist das krasse Gegenteil von Snape, der ungerecht seine Lieblinge bevorzugt und keine Gelegenheit auslässt, Harry und seinen Freunden das Leben schwer zu machen. Immer gibt es irgendetwas zu kritisieren, er kann nicht würdigen, was die Schüler:innen er­reicht haben oder sie darin unterstützen, ihre Ziele zu erreichen.

Dumbledore dagegen ist eine echte Autorität. Wenn man das Wort auf seinen lateinischen Ur­­­sprung „auctoritas“ und von dort auf das Verb „augere“ zurückführt, entdeckt man etwas Über­­­raschendes: Das Verb heißt übersetzt „größer machen, verstärken, Wachstum fördern, wach­sen lassen“. Das finde ich beeindruckend! Denn das passt genau zu Dumbledores Hal­tung: Er fördert und stärkt seine Schüler:innen, lässt sie wachsen.

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Zeitenwende – oder: Halt in Zeiten der Veränderung

Es ist noch ganz frisch. Am 09. Dezember hat die Gesellschaft für deutsche Sprache es gekürt: Das Wort des Jahres 2022. Unter vielen Mitbewerberworten hat es sich durch­ge­setzt. Das Wort „Zeitenwende“.

Der Bundeskanzler hat es Ende Februar gebraucht, um deutlich zu machen, dass mit dem Aus­bruch des Kriegs in der Ukraine nichts mehr so ist wie vorher. Da werden wir ihm zustimmen. Aber eine Zeitenwende erleben wir schon viel länger. Das hat die Pandemie deutlich gemacht, aber auch die Klimakrise und andere Entwicklungen in der Welt zeigen, dass wir uns in großen Ver­­än­­derungsprozessen befinden.

Grundsätzlich ist Veränderung erfrischend und belebend, ist ein Zeichen von Wachstum und Ent­­­­wick­lung. Andererseits gibt es die Veränderungen, die bedrohlich wirken und uns ängs­ti­gen, da wir nicht wissen, was da auf uns zukommt.

Was brauchen wir also in Zeiten großer Ver­änderungen? An erster Stelle sind das sicherlich Men­­­schen, die zu uns stehen, auf die wir uns verlassen können. Mit denen wir in lebendiger Be­­zieh­ung und Gemeinschaft leben, um uns gegen­seitig zu stärken, zu ermutigen und Halt zu geben.

Es braucht aber auch den Halt in sich selbst:

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Schüler- und Elternsprechtage: Weiterführende Beratungsangebote für euch

Endlich wieder „Boxen-Stopp“. Zeit, um miteinander ins Gespräch zu kommen: Schüler:innen mit Lehrer:innen mit Eltern.

Oft werden gerade an den Beratungstagen Anliegen und Themen deutlich, die noch einmal mehr Zeit zum Gespräch brauchen: Motivationsprobleme, Ängste, Sorgen, Konflikte und Ähnliches.

Neben deinen Klassen- und Fachlehrer:innen steht dir wie immer auch das Beratungsteam zur Seite:

Frau Heitmann und Herr Beckervordersandforth (BVS) als Beratungslehrkräfte sowie Frau Strüwe und Herr Pönisch von der Schulsozialarbeit. Alle vier sind zur Verschwiegenheit verpflichtet und bieten dir einen geschützten Raum. Sie haben ein offenes Ohr für deine Sorgen und Probleme und schauen gemeinsam mit dir nach Lösungen.

Eine Nachricht über itslearning oder Kopano reicht, um einen Termin zu vereinbaren. Alle weiteren Möglichkeiten findest du hier: https://esg-guetersloh.de/schulgemeinde/beratungsteam/

Von Pinguinen in der Steppe und Giraffen im Polareis – oder: Was alles in dir steckt!

Der Arzt, Kabarettist und Moderator Eckart von Hirschhausen erzählt, wie er auf einer Reise in einem nor­­wegischen Zoo einen Pinguin beobachtet. Er hat Mitleid mit dem Pinguin, der mit seinem schwar­­zen Frack etwas unbeholfen und verloren wirkt auf seinem Felsen. Keine Taille, keine Knie – eine Fehlkonstruktion.

Doch dann springt der Pinguin ins Becken und saust blitzschnell und geschmeidig durch das Wasser. Der Pinguin ist in seinem Element! Er ist zehnmal windschnit­ti­ger als ein Porsche und würde mit einem Liter Benzin umgerechnet 2500 km zurücklegen können. Zudem können Pinguine hervor­ra­gend jagen.

Von Hirschhausen sieht ein, dass er zu schnell geurteilt und sich geirrt hat. Es hängt vom Umfeld ab, ob das, was man gut kann, auch zum Tragen kommt. Er schreibt:

„Wir alle haben unsere Stärken, haben unsere Schwächen. Viele strengen sich ewig an, Macken aus­zu­­bügeln. Verbessert man seine Schwächen, wird man maximal mittelmäßig. Stärkt man seine Stär­ken, wird man einzigartig. Und wer nicht so ist, wie die anderen sei getrost: Andere gibt es schon genug!“

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ESGBeratung – Aktuelles vom Beratungsteam

Schöne Herbstferien!

Liebe Schüler:innen,

auch das Beratungsteam geht für zwei Wochen in die Herbstpause. Ab Montag, dem 17.10.22, sind wir wieder für euch im Einsatz!

Für die Zeit der Herbstferien verweisen wir wieder auf eine Reihe von Hilfsangeboten, damit ihr – im Fall der Fälle – auch in den kommenden Wochen wisst, wo jemand da ist, der euch weiterhilft. 

Im Namen des gesamten Beratungsteams wünsche ich euch und euren Familien eine schöne, ent­span­nende und erhol­sa­me Ferienzeit! Bleibt gesund und passt gut auf euch auf!

Euer Tobias Beckervordersandforth, Beratungslehrer und Coach (DGfC)

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Holidays are coming

ESGBeratung – Aktuelles vom Beratungsteam

Nach einer längeren Pause sind die Sportfreunde Stiller zurück und feiern mit ihren Fans ihr Come­back. In einem ihrer älteren Songs (Siehst du das genauso?) heißt es:

Ging es nach mir, sollten wir wieder öfter in den Himmel schauen.

Denn manchmal fehlt es uns schon sehr an Gelassenheit, an Vertrauen.

Die kleinen Dinge machen es schön, auch wenn sie schnell vergehn.

Es tut gut, Menschen lachen zu sehen.

Ich finde, das passt nach diesem Schuljahr gut zum Start in die Sommerferien. Während uns in den ver­­gangenen Jahren und letzten Monaten globale Krisen und Konflikte beschäftigt haben, be­schäf­ti­gen jeden von uns auch individuelle Sorgen und Belastungen.

Da braucht es zwischendurch den Blick in den Himmel und in die Weite, um selbst innerlich wieder weit und leicht zu werden. Gerade in den Ferien – egal ob zuhause oder im Urlaub – ist die ideale Zeit, die inneren Ressourcen und Kräfte wieder aufzutanken. Vor allem: Wieder Gelassenheit und Ver­­­trauen zu nähren.

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Für euch da!

Ein neues Gesicht am ESG – Interview mit Alexander Pönisch

Herzlichen willkommen am ESG, Herr Pönisch!

Herr Pönisch, was genau ist Ihre Aufgabe an unserer Schule?
Frau Strüwe und ich sind hier beide Schulsozialarbeiter. Wir sind hauptsächlich für Schülerinnen und Schüler hier. Wenn es im Schulischen oder Privaten etwas gibt, dann kann man zu uns kommen und wir versuchen gemeinsam eine Lösung zu finden. 
Was für eine Ausbildung haben Sie für ihren Beruf gemacht? 
Ich habe erst studiert und in den Freiwilligendiensten gearbeitet. Ich war vorher an der Berufsschule, bin dann aber hierhergekommen. 

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ESGBeratung – Aktuelles vom Beratungsteam

Schüler:innensprechtag und Elternsprechtag: Weiterführende Beratungsangebote für euch

Gut, dass wir wieder Zeit haben, miteinander zu reden! Schüler:innen mit Lehrer:innen mit Eltern. Vielleicht ergeben sich gerade an diesen Tagen Themen, die noch einmal mehr Zeit zum Gespräch brauchen: Motivationsprobleme, Ängste, Sorgen, Konflikte und so weiter und so weiter.

Neben deinen Klassen- und Fachlehrer:innen steht dir wie immer auch das Beratungsteam zur Seite:

Frau Heitmann und Herr Beckervordersandforth (BVS) als Beratungslehrkräfte sowie Frau Strüwe und Herr Pönisch von der Schulsozialarbeit. Alle vier sind zur Verschwiegenheit verpflichtet und bieten dir einen geschützten Raum. Sie haben ein offenes Ohr für deine Sorgen und Probleme und schauen gemeinsam mit dir nach Lösungen.

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Wie gehen wir mit den Kriegseindrücken um?

Bilder vom Krieg gehören aktuell zu unserem Alltag, viele Bilder vom Krieg machen uns Angst. Angst ist eine psychische Alarmglocke!

Zuviel Angst überträgt sich auf unser Körpergefühl. Wir geraten durch Angstgefühle schnell in einen Zustand der physiologischen Übererregung, bemerkbar durch Beklemmungen, Unruhe, Schlaflosigkeit, Kraftlosigkeit und Müdigkeit bis hin zur Handlungsunfähigkeit.

Gerade jetzt benötigen wir einen achtsamen Umgang mit unserer eigenen Gesundheit und unserer Verfassung!

Es hilft, dem Schrecken nicht so viel Raum zu geben, auch

durch eine bewusste gelassene Haltung und einen rücksichtsvollen Umgang mit sich selbst, der Familie und Freunden!          

Wir haben viele Möglichkeiten: 

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How to Fight Dementors – oder: welche Kräfte es gegen das Dunkel braucht

Happiness can be found, even in the darkest of times, if one only remembers to turn on the light.

(Aber glaubt mir, dass man Glück und Zuversicht selbst in Zeiten der Dunkelheit zu finden vermag. Man darf nur nicht vergessen ein Licht leuchten zu lassen.)

Albus Dumbledore (Harry Potter and the Prisoner of Azkaban)

Liebe Schülerinnen, liebe Schüler,

könnt ihr euch noch an Harry Potters erstes Zusammentreffen mit den Dementoren erinnern? Das haut ihn ziemlich um, den dreizehnjährigen Harry, der gerade sein drittes Jahr in Hogwarts beginnt! Und man kann ihn mehr als verstehen – solchen Wesen möchte man um alles in der Welt nicht be­­­gegnen, diesen dunklen Gestalten mit ihren schleimigen Händen, die nicht nur Kälte und Dun­kel­heit um sich verbreiten, sondern auch alle glücklichen Erinnerungen der Menschen in sich aufsaugen. Wer ihnen nicht entkommt, verliert letztlich all seine Kräfte und schließlich den Lebens­mut.

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