Es ist Dienstag – Herzlich willkommen zur Andacht@home

Über Mut und Angst und die Wagnisse, die man eingehen sollte

In der vorigen Andacht haben wir uns gefragt, was ein Held, eine Heldin ist und wie wir es schaffen, Heldinnen und Helden zu sein. Diesmal soll es um eine Eigenschaft gehen, die dabei eine wichtige Rolle spielt: um den Mut. Mutig und nicht etwa feige möchte ich nämlich auch gern sein. Ihr sicher genauso. Wir schaffen es nur leider nicht immer. Zu viel Mut – Übermut – ist andererseits auch nicht das Richtige. Wer zu mutig und zu unvorsichtig ist, holt sich leicht eine blutige Nase.

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Es ist Dienstag, herzlich willkommen zur Andacht@Home

Heute ist die Aula für die Klassen 6 und 7 geöffnet, für alle anderen gibt es die Andacht@Home.

König, Klassensprecher, Mannschaftskapitänin

„Die Bäume gingen hin, um einen König über sich zu salben.
Und sie sprachen zum Ölbaum: Sei du König über uns!
Der Ölbaum aber sprach zu ihnen: Soll ich mein Fett aufgeben,
mit dem man Götter und Menschen ehrt,
und hingehen, um mich über den Bäumen zu wiegen?

Da sprachen die Bäume zum Feigenbaum:
Komm du, werde du König über uns!
Der Feigenbaum aber sprach: Soll ich meine Süße aufgeben
und meine köstliche Frucht
und hingehen, um mich über den Bäumen zu wiegen?

Da sprachen die Bäume zum Weinstock:
Komm du, werde du König über uns!
Der Weinstock aber sprach zu ihnen: Soll ich meinen Wein aufgeben,
der Götter und Menschen fröhlich macht,
und hingehen, um mich über den Bäumen zu wiegen?

Da sprachen alle Bäume zum Dornbusch:
Komm du, werde du König über uns!
Und der Dornbusch sprach zu den Bäumen:
Wenn ihr wirklich mich salben wollt, damit ich König über euch bin,
kommt und sucht Zuflucht in meinem Schatten!
Wenn aber nicht, wird Feuer ausgehen vom Dornbusch
und die Zedern des Libanon verzehren.“

Die Fabel von den Bäumen, die einen König suchen, steht in der Bibel im Buch der Richter. Dort wird sie von einem Mann namens Jotam erzählt, um die Israeliten davor zu warnen, den gleichen Fehler zu machen wie die Bäume. Die wählen sich ausgerechnet den Dornbusch zum König, der dafür besonders ungeeignet ist. Das soll ja vorkommen.

Wir können die Fabel aber auch ein bisschen anders verstehen. Nehmen wir an, ihr sucht einen Klassensprecher, eine Klassensprecherin oder eine Mannschaftskapitänin, und alle, die in Frage kommen, sagen Nein.

Die Bäume in der Fabel haben jeder einen guten Grund, um Nein zu sagen. Der Ölbaum muss Öl geben, der Feigenbaum Früchte tragen, der Weinstock Wein. Dafür brauchen sie ihre ganze Kraft und können nicht auch noch König sein. Oder Klassensprecher oder Mannschaftskapitänin. Zuletzt bleibt nur der Dornbusch übrig. „Wenn ihr wirklich mich salben wollt, damit ich König über euch bin“, freut er sich, „kommt und sucht Zuflucht in meinem Schatten!“ Dabei ist der Dornbusch ein kümmerliches Gestrüpp und wirft kaum einen Schatten.

Aber das ist es noch nicht, was ihn ungeeignet zum König macht. Oder zum Klassensprecher und zur Mannschaftskapitänin. Könige, Klassensprecher und Mannschaftskapitäninnen müssen schließlich nicht besonders groß sein. Sie sollten allerdings auch nicht so tun, als wären sie besonders groß, und nicht so reden, als wüssten sie ganz genau, wo es lang geht. Der Dornbusch in der Fabel aus der Bibel ist ein Angeber. Kaum soll er König werden, brüstet er sich damit, was für ein toller König er sein wird, und verlangt, dass ihm die anderen aufs Wort gehorchen. „Wenn aber nicht“, prahlt er, „wird Feuer ausgehen vom Dornbusch und die Zedern des Libanon verzehren.“ Die Zedern des Libanon sind besonders prächtige Bäume. Das weiß auch der Dornbusch. Offenbar beneidet er die Zedern und droht ihnen deshalb mit einem Waldbrand.

So jemanden wollt ihr also lieber nicht als Klassensprecher oder Mannschaftskapitänin. Was aber, wenn sich niemand anders findet? Vielleicht hätten der Ölbaum, der Feigenbaum und der Weinstock nicht einfach Nein sagen sollen, sondern stattdessen: „Ich selber möchte zwar nicht Klassensprecher werden. Ich bin jedoch gern bereit, den Klassensprecher zu unterstützen. Ich kann ihm etwas abnehmen, was er nicht schafft, und ihm womöglich den einen oder anderen guten Tipp geben.“

Wenn die anderen Bäume das gesagt und dem Dornbusch ihre Mitarbeit angeboten hätten, könnte vielleicht sogar aus ihm ein guter König werden. Zu jeder wichtigen Aufgabe gehört nämlich nicht nur einer, der sie sich zutraut, sondern viele, die ihm dabei helfen.

Einen schönen Tag und eine gute Woche!

Euer Martin Schewe

Es ist Dienstag – herzlich willkommen zur Andacht@Home

Heute möchte ich von zwei Freunden erzählen. Die Geschichte ihrer Freundschaft steht in der Bibel, im ersten Buch Samuel. Einige von euch kennen die Geschichte vielleicht schon. Das macht aber nichts. Eine gute Geschichte kann man immer wieder hören oder lesen.

Die Geschichte von David und Jonatan beginnt, als David an den Hof von König Saul kommt. Zuvor hat er mit dem Riesen Goliat gekämpft. Diese Geschichte kennt ihr bestimmt: Mit seiner Steinschleuder besiegt der kleine Schafhirte den großen Krieger und verjagt das Heer der Philister. Nach einer anderen Erzählung holt König Saul David zu sich, weil David Leier spielen kann. Eine Leier ist ein Musikinstrument. Darauf spielt David Saul vor, wenn Saul traurig ist. König Saul ist oft traurig.

Am Hof lernt David Jonatan kennen. Jonatan ist Sauls Sohn, ein Prinz also. Der Prinz und der Schafhirte schließen Freundschaft. Die Bibel erzählt: „Jonatan liebte David wie sein eigenes Leben und zog das Obergewand aus, das er trug, und gab es David, dazu seine Gewänder und sogar sein Schwert, seinen Bogen und seinen Gürtel.“ Die beiden tauschen ihre Kleider und ihre Waffen, weil sie so eng zusammen gehören, dass man den einen kaum noch vom anderen unterscheiden kann.

Wie alt David und Jonatan sind, steht nicht in der Bibel, aber offenbar sind sie einige Jahre älter, als ihr, liebe Schülerinnen und Schüler, schon erwachsen. Wenn ihr einen sehr guten Freund habt oder eine sehr gute Freundin, dann könnt ihr euch die beiden sicher trotzdem vorstellen: was sie einander zu erzählen haben, was sie gemeinsam unternehmen und was sie alles miteinander teilen – nicht nur die Kleidung, sondern auch ihre Interessen und ihre Geheimnisse, ihre Freuden und Leiden, Erfolge und Misserfolge. Einen so guten Freund oder eine so gute Freundin wünsche ich euch: einen, der sich mitfreut, wenn ihr euch freut; eine, die euch tröstet, wenn ihr es nötig habt – und umgekehrt. Gemeinsam seid ihr mutiger und stärker als allein. Gemeinsam findet ihr euch leichter zurecht. Gemeinsam sind wir alle besser dran, Kinder, Jugendliche und Erwachsene.

Die Freundschaft zwischen David und Jonatan wird auf eine schwere Probe gestellt. Das hängt damit zusammen, dass Jonatans Vater, der traurige Saul, neidisch auf David wird. Saul ist zwar der König in Israel, aber David hat bei allem, was er tut, mehr Erfolg und ist beliebter bei den Leuten als König Saul. Deshalb beschließt Saul, David töten zu lassen. Jonatan erfährt davon. Jetzt stellt sich heraus, was seine Freundschaft mit David wert ist.

Jonatan tut zunächst das Vernünftigste und Nächstliegende: Er versucht, seinen Vater von seinem bösen Plan abzubringen. Die Bibel erzählt: „Jonatan redete gut über David zu Saul und sagte zu ihm: Der König versündige sich nicht an seinem Diener David, denn er hat sich nicht an dir versündigt. Er hat sein Leben aufs Spiel gesetzt und den Philister erschlagen. Du hast es gesehen und dich darüber gefreut. Warum willst du David ohne Grund töten?“

König Saul lässt sich von Jonatans Argumenten überzeugen. Leider nicht lange. Schon bald trachtet er David erneut nach dem Leben, und Jonatan muss sich entscheiden: zwischen seinem Vater und seinem Freund. Jonatan entscheidet sich für den Freund. Er verrät David, was Saul mit ihm vorhat, und sorgt dafür, dass David entkommen kann. Mit Jonatans Hilfe gelingt David die Flucht. Er verlässt den Hof, und ein Bürgerkrieg beginnt – zwischen Saul und seinen Soldaten auf der einen Seite, David und seinen Anhängern auf der anderen. David wird schließlich gewinnen und selber König in Israel. Aber das ist eine andere Geschichte. Unsere ist noch nicht ganz zu Ende.

David und Jonatan, erzählt die Bibel, begegnen sich noch einmal – in einem Ort in der Wüste. Dort versteckt sich David vor Saul. Jonatan sucht David und macht ihm Mut. „Fürchte dich nicht“, sagt Jonatan zu David, „denn die Hand Sauls, meines Vaters, wird dich nicht finden. Du wirst König werden über Israel, und ich werde der Zweite sein, nach dir. Und das weiß auch Saul, mein Vater.“ Die Bibel fährt fort: „Und die beiden schlossen vor Gott einen Bund. David blieb in Choresch; Jonatan aber zog wieder heim.“

Danach sehen sich David und Jonatan nicht wieder. Eine traurige Geschichte also? Das Ende ist tatsächlich traurig. Ausgerechnet ihre Freundschaft führt dazu, dass sich die Freunde trennen. Jonatan rettet David das Leben, indem er ihn fortschickt – fort von Saul, aber damit zugleich fort von sich selbst. Dennoch finde ich die Geschichte nicht nur traurig, sondern auch schön. David und Jonatan bleiben ja Freunde, sogar nach ihrer Trennung.

So dramatisch wie die Geschichte aus der Bibel verlaufen eure Freundschaften hoffentlich nicht. Aber die Hauptsache gilt auch für euch. David und Jonatan sind ein Beispiel dafür, worauf es in einer Freundschaft ankommt. Wenn der eine für den anderen da ist und die andere für die eine, ohne dass sie dabei zuerst an sich selbst denken, dann gewinnen sie beide.

Gott segne euch und eure Freundschaften!

Euer Martin Schewe

Unsere Andachten …

… sind schon etwas ganz Besonderes. Jeden Dienstag starten wir hier alle gemeinsam um 7.55h mit einem 15-minütigen Impuls in die neue Woche, wir singen dort auch oder lauschen den Worten derjenigen, die die Andachten vorbereitet haben (LehrerInnen, Eltern und auch SchülerInnen).

Die Tür zur Aula steht dazu natürlich allen Menschen – SchülerInnen aller Jahrgangsstufen, Eltern und Lehrpersonen – offen – nur imMoment gerade nicht. Heute gab es eine Andacht, zu der nur die FünftklässlerInnen Zutritt hatten – anders, aber auch schön!

Es ist Dienstag – herzlich willkommen zur Andacht@Home

Die heutige Andacht in der Aula ist ausschließlich für die Klassenstufe 5 als Präsenzverstaltung gestattet – dennoch kommen wir hier alle in den Genuss einiger stiller Gedanken zum Start in die neue Woche.

Groß und klein

„Wenn ich groß bin“, sagte meine Nichte, als sie noch klein war, vier Jahre alt vielleicht – „wenn ich groß bin“, sagte sie plötzlich, „trink ich mir einen Schnaps.“ Was sich meine vierjährige Nichte wohl unter einem Schnaps vorgestellt hat? Wahrscheinlich gar nichts Bestimmtes. Hauptsache, groß sein und dürfen, was die Erwachsenen dürfen. Zum Beispiel einen Schnaps trinken.

„Wenn ich groß bin“, sagt der Zehnjährige, der neu am Gymnasium ist und sich noch nicht gut zurechtfindet – „wenn ich groß bin, werde ich Lehrer. Dann sage ich den anderen, wo es lang geht.“ Und seine ältere Schwester: „Wenn ich erst volljährig bin, gehe ich jeden Abend in die Disco und bleibe, so lange ich will.“ Erwachsene sind klug und stark und unabhängig. Wer groß ist, braucht vor nichts mehr Angst zu haben.

Merkwürdig nur, dass die Erwachsenen immer noch groß werden wollen. Deswegen nehmen sie an den Olympischen Spielen teil und trainieren jahrelang, damit sie dort gewinnen. Oder sie arbeiten von morgens bis abends, um Erfolg im Beruf zu haben und möglichst viel Geld zu verdienen. Dann ist man richtig groß. Ein Wunsch, der offenbar im ganzen Leben nicht aufhört.

Im Markusevangelium steht auch eine Geschichte über Große und Kleine:

„Jesus und seine Jünger kamen nach Kafarnaum. Und als er dann im Haus war, fragte Jesus sie: Was habt ihr unterwegs diskutiert? Sie aber schwiegen. Sie hatten nämlich unterwegs miteinander darüber gesprochen, wer der Größte sei. Und er setzte sich und rief die Zwölf, und er sagte zu ihnen: Wenn jemand der Erste sein will, dann soll er der Letzte von allen und der Diener aller sein. Und er nahm ein Kind, stellte es in die Mitte, schloss es in die Arme und sagte zu ihnen: Wer in meinem Namen ein Kind aufnimmt wie dieses, nimmt mich auf, und wer mich aufnimmt, nimmt nicht mich auf, sondern den, der mich gesandt hat.“

Wer klein ist, möchte groß werden; wer schon groß ist, noch größer; und die Jünger unterhalten sich darüber, wer der Größte ist. Als Jesus fragt: „Was habt ihr unterwegs diskutiert?“, schweigen sie verlegen. Die Jünger ahnen schon, dass Jesus nicht so wichtig findet, wer am klügsten, stärksten, unabhängigsten ist und wer im Hundertmeterlauf gewinnt. Im Gegenteil. „Wenn jemand der Erste sein will“, sagt Jesus, „dann soll er der Letzte von allen und der Diener aller sein.“

Damit sie ihn besser verstehen, zeigt Jesus den Jüngern ein Kind – kein außergewöhnliches, kein Wunderkind, nicht den Klassenbesten, sondern ein ganz normales Mädchen oder einen ganz normalen Jungen. Jesus stellt das Kind in die Mitte der Jünger, umarmt es und sagt: „Wer in meinem Namen ein Kind aufnimmt wie dieses, nimmt mich auf, und wer mich aufnimmt, nimmt nicht mich auf, sondern den, der mich gesandt hat.“

Jesus hat damit beiden etwas zu sagen: Kindern wie Erwachsenen – allen, die groß und immer größer sein wollen. „Das braucht ihr gar nicht“, sagt Jesus zu den Kindern. „Ihr seid schon groß. Denn ihr seid mir wichtig. Darum seid ihr Gott selber wichtig. Größer geht überhaupt nicht.“ Und zu den Erwachsenen sagt Jesus: „Strengt euch doch nicht so an. Erfolg und viel Geld sind ja gut und schön. Aber das Wichtigste bekommt ihr geschenkt, genau wie die Kinder: dass Gott noch viel mehr mit euch vorhat. Nehmt euch die Kinder deshalb zum Vorbild, und lasst euch überraschen.“

Was die Jünger Jesus antworten, bekommen wir nicht erzählt. Das ist auch, glaube ich, nicht nötig. Die Jünger werden Jesus schon verstanden haben. Ihr sicher auch: wie gut es ist, dass wir keine bestimmte Größe brauchen, damit Gott für uns da ist.

Er segne uns und schenke uns allen, Kleinen und Großen, einen schönen Tag und eine gute Woche.

Martin Schewe, Schulpfarrer am ESG

Es ist Dienstag – herzlich willkommen zur Andacht@Home

Brot des Lebens


Am Donnerstag feiert die katholische Kirche Fronleichnam. Ein ganz kleines Stück Brot steht dann im Mittelpunkt der Liturgie und wird, wenn nicht gerade Coronazeit ist, meist auch öffentlich durch die Straßen der Städte und Dörfer getragen. Oft reich geschmückt in einem goldenen Gefäß, der Monstranz („monstrare“ ist lateinisch und bedeutet „tragen“), begleitet von vielen Menschen. Sie zeigen öffentlich ihr Vertrauen und ihre Erfahrung, dass Jesus uns im Brot begegnet, dass er für uns sein kann wie Brot: ein kostbares, kraftspendendes Lebens-Mittel. Und dass er jemand ist, in dessen Nähe ich eine Ahnung davon bekommen kann, was es heißt, „satt“ zu sein, in einem umfassenden Sinn. 

Jesus sagt von sich selber: „Ich bin das Brot des Lebens“ und bietet sich seinen Jüngern und auch uns an als ein besonderes Brot für unseren vielfältigen Lebenshunger an. Diesen will er stillen und den Menschen damals und heute Perspektiven bieten, Gemeinschaft stiften im Mahlhalten.

Brot stillt Hunger, spendet Kraft und Leben.

Brot ist in unserem Kulturkreis etwas sehr Alltägliches. Wir kennen hier bei uns besonders viele Brotsorten. Wir haben sogar den Luxus, uns unter verschiedensten Sorten für unser „Lieblingsbrot“ zu entscheiden. Wer Krieg und Not kennt, weiß aber, wie wichtig Brot ist gegen quälenden Hunger.

Wir leben im Nahrungsüberschuss und trotzdem hat man oft den Eindruck, dass wir nicht wirklich „satt“ sind. Wir kennen andere Formen des „Hungers“. Besonders in diesen Zeiten der Distanz: Hunger nach Zuwendung, Wertschätzung, Orientierung, Sicherheit, Freiheit oder Unabhängigkeit zum Beispiel.

Es scheint gerade im Moment so, als könnten wir es gar nicht mehr erwarten, bis wir diesen Hunger endlich wieder stillen können. 

Und es gibt noch eine weitere Art von „Hunger“: die Sehnsucht, Gott nahe zu sein, sich in seiner Nähe geborgen zu fühlen und dadurch Kraft zu bekommen für die Herausforderungen des Alltags. Wir Christinnen und Christen haben Zeichen, die uns deutlich machen, dass Gott da ist. Eines dieser Zeichen ist Brot und geht auf Jesus direkt zurück. Auch er hat Brot gegessen, zusammen mit seinen Freundinnen und Freunden, auf Festen und bei anderen Gelegenheiten mit vielen Menschen. Daran denken wir am Donnerstag und können das feiern.

Jedesmal,
so erinnern sich die Jünger Jesu,
wenn wir zusammen Brot brachen und Wein dazu tranken,
dann war es so, als würden wir uns gegenseitig das Leben geben,
dann war es so, als schenkten wir uns einem anderen.

Jedesmal,
so erinnern sie sich,
nahm der Geist Gottes von uns
die Angst voreinander und die Fremdheit untereinander.
Einer achtete auf den anderen, dass er keine Not litte.
So aßen und tranken wir miteinander, und Gott war mitten unter uns.
Niemand wurde ausgeschlossen. Keiner stand abseits.

Uwe Seidel 

Allen – v.a. den Abiturienten und Abiturientinnen – eine schöne Woche!

Annette Böker
für das Andachtsteam