Aktiv, engagiert und mit dem Willen zur Veränderung – Der Bürgermeister im Blog-Spezial-Interview

Am bisher heißesten Tag dieses Jahres haben wir Blogger uns auf den Weg ins Rathaus gemacht. Zum Glück saßen wir dann mit unserem prominenten Interview-Partner Henning Schulz in einem kühlen Besprechungsraum und durften dort dann all´ die Fragen loswerden, die ihr uns zuvor geschickt habt. Ein bisschen aufgeregt waren wir schon, denn ein „Meet&Greet“ mit dem Bürgermeister absolvieren auch wir Blogger nicht alle Tage. Dass er uns sofort eine positive Rückmeldung in Bezug auf unsere Interviewfrage gesendet hat, das hat ihm bei uns im Vorfeld schon mal ganz viele Sympathiepunkte eingebracht – und dieser sympathische Ersteindruck hat sich bei uns im Laufe des fast einstündigen Gesprächs auf jeden Fall bestätigt und verstärkt. Wir sind gespannt, ob es euch auch so geht. Viel Spaß beim Lesen des Interviews – wir freuen uns auf eure Kommentare! 


v.l. Bloggerin Helena, Chantal, Pauline, Emma – Der Bürgermeister – Bloggerin Allegra und Melina im spannenden Gespräch

 

  1. Was würden Sie sonst gerade machen, wenn Sie hier nicht mit uns säßen?
    Mein Arbeitsfeld ist ganz breit gefächert. 
    Als oberster Repräsentant der Stadt übernehme ich diesbezüglich ganz viele Aufgaben. Ich besuche KITAs, Jubiläen, die Suppenküche, gehe zu Abitur-Entlassfeiern uvm. Damit widme ich mich also allen Dingen, die in unserer Stadt besonders sind und möchte diese natürlich auch wertschätzen. 
    Außerdem bin ich ja auch der Chef von 1500 Beschäftigten der Stadt, um deren Belange ich mich kümmere. 
    Ein weiteres Feld meiner Tätigkeiten ist die Arbeit im Zusammenhang mit den sogenannten Töchterunternehmen der Stadt (z.B. dem Klinikum oder den Stadtwerken). Dort leite ich u.a. Aufsichtsratssitzungen oder ich bin Mitglied des Aufsichtsrates. Ihr seht – jede Stunde bietet etwas komplett anderes!

  2. Was war denn ihr Lieblingsfach in der Schule?
    Geographie, Biologie und Mathe

  3. … und was ihr Hass-Fach? Warum?
    Spanisch! Aufgrund der ungünstigen Ausgangsbedingungen, dass ich, nachdem ich von der Realschule auf das Gymnasium gewechselt habe, in drei Jahren so viel nachholen und lernen musste, wie die anderen in sechs Jahren. Meine Noten sind kontinuierlich gesunken und wenn wir mal eine Spanisch-Lektüre gelesen haben, dann habe ich diese immer auf Deutsch gelesen, damit ich überhaupt verstehen konnte, worum es ging. Das war wirklich schrecklich. 

  4. Auf welche Schule sind Sie gegangen?
    Ich bin in Brockhagen zur Grundschule gegangen, in Halle dann erst zur Realschule und dann zum Gymnasium. 

  5. Wie jung sind Sie eigentlich? 
    Ich bin 46 Jahre! 

  6. Hatten Sie als Kind schon ein gesteigertes Interesse an Politik?
    Im Rückblick würde ich das schon bejahen. Ich hatte immer schon ein Interesse für die Themen der Gesellschaft, für das „Große und Ganze“. 

  7. Haben sie früher in die Freundebücher geschrieben „Traumberuf: Bürgermeister“?
    Nein! Das hätte ich auch vor sechs Jahren noch nicht als Traumberuf für mich reklamiert. Da war ich Stadtbaurat – und mehr wollte ich auch eigentlich nicht. Dann traten eine Reihe von Zufällen und Ereignissen ein, Frau Unger – meine Vorgängerin – ging 2015 in den Ruhestand, und da lag diese Chance quasi „vor meinen Füßen“. Ich habe einfach geschaut, ob es klappt. Es hat geklappt und jetzt bin ich schon seit vier Jahren Bürgermeister dieser Stadt. 
  8. Ein Satz zum Ausgang der Europawahl?
    Zunächst einmal hat mich die Wahlbeteiligung sehr gefreut. Das zeigt, wie hoch die Bedeutung Europas ist und dass das Bewusstsein dafür gestiegen ist. Ein gutes Signal! Ein schlechtes bzw. bedenkliches Signal ist es jedoch, dass in vielen europäischen Nachbarländern – in Deutschland noch nicht ganz so stark – nationalistische politische Kräfte hohe Stimmanteile erzielt haben, Kräfte, die Europa im inneren zerstören wollen. Beachtenswert ist natürlich bei uns der kometenhafte Aufstieg der Grünen, der belegt, wie wichtig das Thema Nachhaltigkeit vielen Menschen ist. 

  9. Was halten sie von Rezos Video?
    Oh, da könnte ich viel zu sagen….
    Ich habe das Video drei Tage nach der Veröffentlichung schon gesehen. 
    Was ich daran überhaupt nicht in Ordnung finde, ist, dass dort sehr verallgemeinert über immerhin knapp 550 000 Mitglieder der CDU/CSU gesprochen wird und diese quasi alle abgestempelt werden. Eine Partei allein kann niemals Schuld an der politischen Entwicklung eines Landes sein. Er hat viele Menschen zu Unrecht degradiert. Politik wird und wurde in den letzten Jahren in politisch sehr unterschiedlichen politischen Zusammensetzungen und Koalitionen in Bund, Ländern und Kommunen gemacht – in Summe also ziemlich „bunt“ – es kann also gar nicht zutreffend sein, dass vereinfacht gesprochen „einer alleine“ die Verantwortung trägt.
    Aber er hat einen Anstoß dahingegen gegeben, dass sich vor allem die großen Volksparteien – also die SPD und die CDU – verändern müssen (obwohl die viel zu späten Reaktionen seitens der CDU, die auf dieses Video folgten, eher ungeeignet waren …).

  10. Was denken Sie, wie kann man Jugendliche heute (noch) mehr für Politik begeistern?
    Indem man ihnen zeigt, dass es Spaß bereitet, Politik zu machen, das man hier Dinge gestalten kann. Noch in meinem Architekturstudium habe ich auf die Frage, was ich mal machen möchte, geantwortet, dass ich selber etwas bewirken möchte – und das kann man in der Politik. Man hat jederzeit die Möglichkeit, Dinge zu verändern. 

  11. Wieso hat die Stadt der AFD Politikerin Alice Weidel eigentlich erlaubt, in GT aufzutreten? Haben Sie da keinen Einfluss drauf?Per Grundgesetz ist in Deutschland die Versammlungsfreiheit garantiert und außerdem ist die AfD nicht als verfassungsfeindliche Partei eigenstuft und darf damit dieses Recht in Anspruch nehmen, das eben durch das Grundgesetz verbürgt ist. Die Stadt kann eine solche Anfrage nur dann ablehnen, wenn Plätze, die für eine solche Versammlung angefragt werden, schon belegt sind. In diesem Falle hat die AfD mehrere Termine und mehrere Plätze angefragt, so dass es rein rechtlich kein Grund zur Ablehnung gab. 
  12. Was halten sie von „Fridays for Future“? Finden Sie es gut, wenn Schüler dafür auf die Straße gehen?
    Ich finde es sehr gut, dass die jungen Menschen, dass ihr, auf die Straße geht und hinterfragt, was die Älteren tun. Gerade in den letzten 20 Jahren haben sich viele gefragt, wo die Jugend ist, wo ihre Stimmen geblieben sind – jetzt sind sie da und das sollte man wertschätzen. Jetzt muss ein Weg zur Umsetzung der auf diesen Veranstaltungen genannten Aspekte gefunden werden. Es ist mir viel daran gelegen, dass wir zusammen ins Gespräch darüber kommen, was in Gütersloh nun konkret gemacht werden kann. Außerdem war ich übrigens sehr begeistert davon, dass die Jugendlichen nicht nur mit abstrakten Vorwürfen, sondern schon mit vielen konkreten Themen und Ideen auf diesen Veranstaltungen auftraten. 

  13. Würden Sie Ihren Kindern die Teilnahme daran erlauben?
    Ich habe es erlaubt und sie haben teilgenommen! 

  14. Welche konkreten Maßnahmen werden in Gütersloh für den Klimaschutz getroffen bzw. sind welche in Planung?
    Es wird schon eine ganze Menge getan. Auf ganz vielen Ebenen gibt Konzepte mit vielen Maßnahmen: z.B. ein Klimakonzept, Mobilitätskonzept Biodiversitätskonzept, usw. Ich möchte aber auch einige konkrete Beispiele nennen:
    Bei den Neubauten von öffentlichen Gebäuden (wie der Feuerwehr) liegen die Dämmschutzstandards mittlerweile über den gesetzlichen Standards. Hier findet ein vorbildliches, energieeffizientes, ein Standard nah am sog. „Passivhausstandard“ statt. 
    Ebenso forcieren wir Flachdachbegrünungen -das sieht nicht nur gut aus, es ist zudem ebenfalls eine ökologisch wertvolle Maßnahme.
    Auch die Verkehrswende ist uns schon ein wichtiges Anliegen. Allein durch die roten Flächen, die extra für die Radfahrer vor Ampeln entstehen, wollen wir das Bewusstsein der Menschen „umswitchen“. 
    Wichtig ist jedoch, dass jeder für sich auch schaut, was man persönlich Tag für Tag schon heute für einen Beitrag leisten kann und die Verantwortung nicht nur auf die „da oben“ abwälzt. In vielen Bereichen kann jeder was verändern, sei es in Bezug auf die Ernährung/ Fleischkonsum, den Gebrauch des Autos, die Anzahl der Flüge, den Umgang mit Onlinehandel-Dienstanbietern usw. Bestimmte Dinge muss man dann sicherlich noch mit entsprechenden Anreizen, aber auch Verboten verstärken. 

  15. In eine ähnliche Richtung geht die Frage: Wann kommt der ökologische Aufbruch in Gütersloh: Mehr Raum für Radfahrer in der Innenstadt, damit wir ungefährdet zur Schule kommen, weniger Autos in der Innenstadt … Was halten Sie davon?
    Das sind richtige und gute Ziele. Aber es ist eben auch so, dass sich jeder Mensch so verhält, wie es für ihn gerade von Vorteil ist. Der Weg der Veränderung ist ein mühsamer. So wird sich der Autoverkehr in der Stadt erst dann einschränken, wenn es auch keinen Spaß mehr macht, wenn es mehr Tempo 20 Zonen, mehr rote Ampeln, mehr Poller o.ä. gibt – aber auch im Gegenzug anderes Mobilitätsverhalten einen Vorteil hat. Es hilft nichts, wenn man kostenfreie Busfahrten anbietet, aber gleichzeitig die Parkplatzgebühren nicht verändert Man muss immer mehrere Faktoren bedenken – und daran arbeiten wir. Gerade zum Beispiel ganz konkret im Zusammenhang mit dem Thema „Elterntaxis“. 
  16. Was war für Sie das Aufregendste oder Spannendste, was Sie im Amt als Bürgermeister bisher erlebt haben? 
    Aufregend war vor Kurzem die Verabschiedung der in Gütersloh stationierten britischen Soldaten aus der Stadt. Da gab es so ein durchorganisiertes, formvollendetes und präzises Protokoll, das hat mich echt in Anspannung versetzt. 

  17. Wurden Sie auch schon mal beleidigt oder hat Sie jemand aufgrund einer Entscheidung, die Sie in Ihrem Amt gefällt haben, angegriffen? 
    Politisch wird man häufiger mal angegriffen, damit muss man erstmal lernen umzugehen. Manchmal hält jemand etwas für falsch, nur weil ich es bin, der es sagt. Über die verschiedensten Kanäle (Mail, Post, Telefon oder mit einer persönlichen Ansprache) wurde ich durchaus schon verbal angegriffen.

  18. Haben Sie ein Lebensmotto? 
    Also ich steh jetzt nicht jeden Morgen mit einem konkreten Motto oder Satz auf, aber ich denke, ich verfolge das Prinzip: Themen lieber anpacken, als passiv zu sein. Ich möchte aktiv sein, eine aktive gestaltende Rolle übernehmen. 

  19. Welchen Promi würden Sie gern mal treffen?
    Barack Obama!

  20. Was ist Ihr Lieblingsplatz in Gütersloh? 
    Ich mag die Plätze rund um die renaturierte Dalke und da besonders die Dalken-Inseln (beim Botanischen Garten).

  21. Wenn Geld keine Rolle spielen würde, welche Neuanschaffung für die Stadt würden Sie machen?
    Ich würde das Geld in den Aus- und Umbau des Bahnhofsquartier stecken, ein Fahrradparkhaus und eine Verbindung unter den Schienen vom Gleis 13 zum Vorplatz bauen.

Wir danken Herrn Schulz ganz herzlich, dass er sich die Zeit für uns und eure Fragen genommen hat. Es war eine super Erfahrung für uns, spannend, lehrreich und inspirierend – und irgendwie einfach toll, den Bürgermeister hautnah erleben zu dürfen!

Umringt von so viel geballter weiblicher Blog-Power hat der Bürgermeister uns die Frage nach einer etwaigen Quotenregelung für männliche Blogger gestellt 🙂

Die BloggerINNEN vom ESG 🙂

Wer sind die Neuen am ESG?

Nachdem wir euch in der letzten Woche schon Frau Kemmerling, die neue Referendarin für die Fächer Deutsch und Religion, vorgestellt haben, folgt heute die Vorstellung des Neuzugangs Herrn Gödde. Pauline, Emma, Pia und Lina haben ihn ausgehorcht – Lest hier, was sie erfahren haben:

Name: Leonard Gödde

Herr Gödde inmitten geballter Blog-Kraft!

Fächerkombination: Geschichte, Sport

Studium absolviert in: Bielefeld

Hobbies: Mit dem Hund spazieren gehen, Sport treiben, (Karate), Joggen, lesen, Musik hören, Freunde treffen

Lieblingsessen: Sauerkraut mit Kartoffelbrei und Kohlwurst und Kassler

Was mich auf die Palme bringt: Ungerechtigkeit, Unpünktlichkeit, Unmenschlichkeit

Warum ich Lehrer/ Lehrerin werden möchte:  Die Arbeit mit Kindern, das Gelernte von der Uni Schüler vermitteln, Heranwachsende auf das Leben vorbereiten und zu mündigen Bürgern erziehen

Alternativer Traumjob: Rockstar🙂

Mein bisheriger Eindruck vom ESG: optimistisch gemischt, schöne Schule, organisiert, willkommen geheißen

Drei Adjektive, mit denen meine Freunde mich beschreiben würden: Verrückt, sportlich, müde

Mein Lebensmotto (oder einen Spruch, den ich irgendwie schön finde): Mal verspeist man den Bären, mal wird man von dem Bären verspeist

Wenn ich mich entscheiden müsste: 

Meer oder Berge? Definitiv das Meer

Schokolade oder Gummibärchen? Beides

Sommer oder Winter? Beides 

Kochen oder kochen lassen? Kochen

Star Wars oder Harry Potter? Star Wars!

Kaffee oder Tee? Tee

Mit oder ohne Fleisch? Mit Fleisch, aber ich versuche es, auf ein Mal die Woche zu reduzieren

Sonntags ausschlafen oder trainieren? Abwechselnd

Digital oder analog? Analog, aber in Zukunft auch mehr digital

In welche Epoche würden Sie als Geschichtslehrer gern mal reisen? In die Zeit vor der Entdeckung Amerikas/Südamerika, in die Reiche der Azteken, Mayas und Inkas

Welche geschichtliche Persönlichkeit hätten Sie gern als Nachbar? (Karl den Großen), weil ich aus Paderborn komme

Eine Epoche, die Sie besonders gern unterrichten? Das Mittelalter (Frühmittelalter)

Was ist ihr persönlicher Lieblingssport? Karate

Sind die praktischen Aufnahmetests im Fach Sport an den Unis wirklich so schwer? Kommt drauf an, ob man übt oder nicht. Sind auf jeden Fall machbar. 

Auf welche Disziplin könnten Sie im Sportunterricht als Unterrichtender verzichten? Auf keine, sie haben alle ihren Wert und Bedeutung

Vielen Dank, Herr Gödde, und viel Freude am ESG wünschen Ihnen die Blogger!

Wer sind die Neuen am ESG?

Liebe ESG-Schul- und Fangemeinde, 

seit einigen Wochen ist das Durchschnittsalter im Lehrerkollegium wieder etwas gesunken: Das ESG hat zwei neue Referendare, die nach der Absolvierung ihrer Universitätszeit nun das praktische Schulleben überleben möchten. 

Wir stellen heute vor: 

Name: Ricarda Kemmerling

Alle drei irgendwie neu: Neu-Bloggerin Allegra, Neu-Referendarin Frau Kemmerling und Neu-Bloggerin Melina

Fächerkombination: Deutsch und katholische Religion

Studium absolviert in: Paderborn

Hobbies: lesen (Krimis, Fantasy), handwerklich oder handarbeitsmäßig arbeiten

Lieblingsessen: Kartoffelpüree & Schnitzel

Was mich auf die Palme bringt: Respektlosigkeit

Warum ich Lehrer/ Lehrerin werden möchte: Mein Schulzeit war die schönste Zeit meines Lebens und man ist immer nah an jungen Menschen

Alternativer Traumjob: da gab es viele, aber Zahnärztin

Mein bisheriger Eindruck vom ESG: Ich bin sehr glücklich, hier zu sein, Lehrer wie Schüler sind sehr aufgeschlossen. So gut hatte ich es mir nicht vorgestellt …

Drei Adjektive, mit denen meine Freunde mich beschreiben würden: charakterfest, solidarisch, eigentlich ein Mädchen für alles, kreativ

Mein Lebensmotto (oder einen Spruch, den ich irgendwie schön finde): nicht wirklich

Wenn ich mich entscheiden müsste: 
Meer oder Berge? Berge
Schokolade oder Gummibärchen? Schokolade
Sommer oder Winter? Sommer
Kochen oder kochen lassen? 50/50
Star Wars oder Harry Potter? Harry Potter
Kaffee oder Tee? Tee
Mit oder ohne Fleisch? mit
Sonntags ausschlafen oder trainieren? ausschlafen
Digital oder analog? Eher analog

Was hat Sie dazu bewogen, Religion bzw. Theologie zu studieren? Meiner Meinung nach ist das das einzige Fach (außer Sport), bei dem man den Schülern menschlich auf einer anderen Ebne begegnen kann. Und das Fach kann kreativ ausgestaltet werden.

Was denken Sie über den „kokoRU“, wie er auch bei uns an der Schule unterrichtet wird?
Ich alte diese Art des Religionsunterrichts für sehr sinnvoll, da die SchülerInnen so einen Blick auf Religion aus anderer Perspektive kennenlernen können.

Der Pastor verschenkt am Sonntag alle Gegenstände aus der Kirche – welchen würden Sie gern mit nach Hause nehmen? (überlegt) den Taufstein, der wäre ein schönes Vogelbad (lacht) und sehr dekorativ im Garten

Welches Buch haben Sie zuletzt gelesen, was Sie weiterempfehlen würden?Agatha Christi: „Tod auf dem Nil“

Herzlichen Dank für Ihre Zeit und Ihre Offenheit! Wir wünschen Ihnen eine stressfreie Ausbildung!

Die Blogger

3mal2-Besuch beim Blog

Heute hatten wir wieder Besuch in unserer Blog-Redaktionssitzung.

Drei Lehrerinnen leisteten uns Gesellschaft und beantworteten geduldig all unsere neugierigen Fragen: Frau Seifert, Frau Seul und Frau Ogoniak haben wir zum Schwangerschafts-Talk gebeten und sie sind gekommen. Lest hier, was wir ihnen zu diesem Thema entlocken konnten: 

Frau Ogoniak, Frau Seifert und Frau Seul – wir wünschen Ihnen alles Gute und werden sie sehr vermissen!!!

Wer von ihnen macht als erstes das Rennen bzw. in der wievielten Woche befinden sie sich? 

  • Alle drei befinden sich in der 29./ 30. Schwangerschaftswoche (*und wir fragen uns: Was war da los? Muss wohl eine korrekturfreie Zeit gewesen sein … wir sind zwar neugierig, wissen aber auch, wo die Grenzen unserer journalistischen Recherche liegen müssen)

Wann verlassen Sie uns? 

Zunächst geht Frau Seul am 1.5., dann am 6.5. Frau Seifert und zwei Tage später Frau Ogoniak.

Wie haben sich ihre Essgewohnheiten verändert?

  • Frau Seifert: Gar nicht … leider bediene ich da kein Klischee …
  • Frau Seul: auch nicht besonders, aber manchmal habe ich Heißhunger auf Bananenmilch:-)
  • Frau Ogoniak: Ich esse regelmäßiger, aber sonst hat sich auch nicht viel verändert 

Wurde ihnen schon mal gesagt, dass sie launischer geworden sind? / Haben sie Stimmungsschwankungen?

  • Seifert: Hat sich auf jeden Fall noch niemand getraut mir zu sagen … Nein, das ist gar nicht so schlimm
  • Seul: im privaten Bereich hat man das vielleicht schon mal gehört …
  • Ogoniak: Das ist bei mir anders: Ich bin schon näher am Wasser gebaut, emotionaler irgendwie, aber die Schüler sind da sehr verständnisvoll. 

Können sie uns schon das Geschlecht verraten?

  • Seifert: Ein Mädchen 
  • Seul: Ein Junge 
  • Ogoniak: Ein Junge

Haben sie schon Namensideen?

  • Seifert: ja, aber da wird nichts verraten
  • Seul: Wir haben uns auch schon festgelegt, aber natürlich wird der Name noch nicht verraten
  • Ogoniak: Einen Jungennamen zu finden, ist echt schwierig, aber eine engere Auswahl haben wir schon

Wie lange werden sie uns verlassen und werden sie wiederkommen?

  • Seifert: geplant habe ich 1 Jahr Auszeit
  • dito
  • dito

Worauf freuen sie sich am meisten, wenn Sie aus der Schule gehen?

  • Seifert: Mehr Zeit für die Familie zu haben und nicht ständig an Klausuren denken zu müssen
  • Seul: Und auch die Wochenenden ganz frei zu haben für Unternehmungen – ohne Klausuren, die man korrigieren muss
  • Ogoniak: Dem schließe ich mich an!

Was empfinden sie als besonders schön bzw. besonders nervig während der Schwangerschaft?

  • Seifert: nervig sind die körperlichen Wehwehchen – alles wird etwas anstrengender, schön ist, dass man das „Wunder Leben“ so mal am eigenen Körper erlebt – bis dahin war das ja alles so abstrakt irgendwie ….
  • Seul: man realisiert es immer noch nicht ganz, was da passiert – das ist ein schönes Gefühl
  • Ogoniak: man kann häufig einfach nicht mehr so, wie man will und manchmal  m u s s  man sich ausbremsen … ich bin abends ganz schön platt

Was werden sie am meisten aus der Schule vermissen?

  • Seifert: Dass jeden Tag etwas Neues passiert, dass man jeden Tag mit vielen Menschen zu tun hat 
  • Seul: Ja, das ist es bei mir auch: Der Kontakt zu Kollegen und Schülern
  • Ogoniak: Und die geistige Herausforderung …

Ist das Kinderzimmer schon eingerichtet und wenn ja, in welcher Farbe?

  • Seifert: Nein, noch nicht vollständig, es wird auch nicht komplett rosa, sondern eher  bunt
  • Seul: Wir haben auch noch nicht alles eingerichtet, es steht der Kleiderschrank und die Wickelkommode – und es werden wohl eher Naturtöne
  • Ogoniak: Bei uns steht noch gar nicht, wir hatten noch keine Zeit … 

Haben sie noch eine Botschaft an das zukünftige Kind?

  • Seifert: Das, was man macht, gerne machen und/oder versteht, warum man das macht, sich zu nichts drängen lassen 
  • Ogoniak: Hauptsache glücklich und egal, was kommt, es ist alles nicht so schlimm!
  • Seul: da schließe ich mich an! 

Wir danken Ihnen für Ihre Zeit und wünschen Ihnen alles erdenklich Gute, eine schöne weitere Schwangerschaft und eine halbwegs schöne „Niederkunft“ … Ihre Blogger!

(Endlich) Herr Rudolf im Blog-Interview

Seit Anfang des Schuljahres freuen wir uns darüber, dass wir neue Lehrer und Lehrerinnen an unserer Schule willkommen heißen dürfen. Ein neuer Lehrer ist Herr Rudolf. Die Blogger Liva und Oliwia haben ihn für euch interviewt. 

Zunächst einmal eine kurze Vorstellung:

Herr Rudolf ist seit diesem Schuljahr bei uns und unterrichtet momentan nur Mathe, jedoch von der fünften Klasse bis hin zur EF. Bei so vielen Klassen und neuen Gesichter kann es schon einmal zu einem kleinen Strubbel kommen, was das „Namen-Merken“ betrifft. Mit der Zeit wird es immer besser, und er weiß bereits, wo die Räume bei uns liegen, wie beispielsweise der Escape Room unserer Schülerfirma. Er fühlt sich bei uns am ESG sehr wohl, was uns zu hören freut. 

  • Welche Fächer unterrichten Sie?

Ich unterrichte in den beiden Fächern Mathe und Sport.

  • Wohnen Sie in Gütersloh?

Nein, ich wohne in Bielefeld. 

  • Überall wird Lehrermangel beklagt – Wieso sind Sie Lehrer geworden? Was reizt Sie an diesem Beruf?

Ich erkläre gerne. Mathe und Sport sind im Prinzip meine Hobbys. So konnte ich meine Hobbys zum Beruf machen. Außerdem arbeite ich gerne mit jungen Menschen. Ich würde ihnen gerne etwas weitergeben, gerne auch als Vorbild. 

  • Was war Ihr Lieblingsfach als Schüler?

Das ist schwierig. Am Ende war es Mathe, zwischendurch aber auch Sport. Ich hatte aber Geschichts-LK. Wir hatten aber eine super Lehrerin, ich denke das macht auch viel aus. 

  • Gab es ein Hass-Fach?

Ich war nie gut in Chemie, wäre es aber gerne gewesen. Wenn es eins gab, dann am ehesten das. 

  • Wenn Sie am System Schule generell etwas ändern könnten – was wäre das dann?

Ich hätte gerne mehr Zeit für einen einzelnen Schüler. Ich habe manchmal Klassen mit dreißig Schüler, dann finde ich, dass ich nicht allen gerecht werden kann. Mit mehr Zeit könnte ich mehr helfen. Vielleicht hat man mit G9 wieder etwas mehr Zeit…

  • Stellen Sie sich mal vor, Ihnen stünde unbegrenzt Geld für ihre Arbeit in und an der Schule zur Verfügung – was würden Sie anschaffen?

Eine gute Sportausstattung. Gerne eine Baseball Ausrüstung. Rudern wird schwierig, mangels Fluss. Und eine –Spikeball Ausrüstung (Hier Infos für die, die nicht wissen was das ist: Link. Einen Ruheraum für Lehrer, um zwischendurch zur Ruhe zu kommen. Auch im Lehrerzimmer ist natürlich immer ein wenig Betrieb. 

  • Wenn Sie nicht Lehrer geworden wären, was wären Sie wohl geworden?

Nachhilfelehrer (kleiner Scherz). Ich hätte mich bei der Polizei beworben. Eigentlich kam aber für mich sonst nichts in Frage. 

  •  Wohin ging Ihre letzte Reise?

 Nach …

  • Haben Sie unseren Blog schon mal gelesen?

Ja, habe ich. 

  • Womit kann man Sie auf die Palme bringen?

Gebe ich jetzt Tipps? 🙂 Ich glaube, es gibt mehrere Sachen. Unpünktlichkeit mag ich beispielsweise nicht gerne.
Und wenn es zu lange in der Klasse dauert, bis es wirklich ruhig ist.
Es braucht sich aber keine Klasse angesprochen fühlen.
Und leider kann ich nicht gut verlieren. Daran arbeite ich noch… 

  • Haben Sie so etwas wie ein Lebensmotto?

Am ehesten: „Wenn man nichts Nettes zu sagen hat, dann sagt man lieber gar nichts.“
Oder : „Was du nicht willst, das man dir tut, das füg auch keinem anderen zu.“

  • Was sind Ihre Hobbys?

Sport. Ich laufe gerne und spiele gerne Badminton. In der Uni habe ich auch eine Zeit lang gerudert. Ansonsten singe ich und am Wochenende spiele ich gerne Gesellschaftsspiele.

  • Verraten Sie uns Ihr Lieblingsessen? 

Thaicurry. Wir haben einen Wok zu Hause und dazu verschiedene Rezepte. Ich erinnere mich an eine Radio Show, als ich einmal mit Kartoffelsalat antwortete. Darauf wurde ich total seltsam angeguckt, weil es damals noch nicht so bekannt war. 

  • Spielen Sie ein Instrument?

Leider nein. Ich kann ein bisschen Cajon (hääääh? !),was ich aber nicht wirklich als gekonntes Spiel bezeichnen würde. 

  • Sie sagten vorhin, dass Sie eine Spike- und Baseballausrüstung anschaffen würden. Wie kommt es dazu? 

Ich hatte in der Uni einen Kurs mit Baseball. So bin ich bei diesem Sport geblieben. Spike Ball kenne ich noch aus meinem Referendariat. Da haben wir Spike Ball ausprobiert und es hat mir sehr viel Spaß gemacht gehabt. 

  • Wie sind Sie auf diese Schule gekommen? 

Tatsächlich weil ich nach einer festen Stellen gesucht habe. Erst einmal habe ich mich über die Schule informiert und nach ersten Eindrücke gefragt. Es kamen so viele gute Rückmeldungen, dass ich mich hier beworben habe. Bisher bin ich froh darüber, hier gelandet zu sein. 

Vielen Dank für Ihr Interview und wir wünschen Ihnen viele schöne Momente an unserer Schule! 

Und wenn ihr da draußen jetzt Lust auf einen Gewinn zu Beginn der neuen Woche habt, dann schreibt uns in den Kommentar: In welches Land ging Herr Rudolfs letzte Reise?!

Eure neue Anlaufstelle für „Schüler-helfen-Schülern“ – Frau Brand im Blog-Interview

Frau Brand ist nun schon seit 15 Jahre am ESG tätig – neu ist, dass ihr nun die Betreuung des lernunterstützenden Programms „Schüler-helfen-Schülern“ obliegt. Aus diesem Grund habt Oliwia Frau Brand mal zum Interview gebeten. Lernt sie (neu) kennen!

Welche Fächer unterrichten Sie?
Deutsch, Sowi und ev. Religion.

Seit wann sind Sie am ESG?
Seit 2004.

Worüber regen Sie sich auf?
Mich regt auf, wenn Leute miteinander unhöflich umgehen oder Müll herumwerfen und sagen, dass sie das nicht waren. Aber auch Unorganisiertheit….

Was tun Sie, wenn Sie Zeit für sich haben?
Ich nehme mir ein gutes Buch und suche ein gemütliches Plätzchen mit einer Tasse Tee zum Lesen.

Was für Bücher lesen Sie gerne?
Ganz viele Krimis.

Gibt es ein lustiges oder schönes Ereignis aus der letzten Wochen?
Ich lache so oft. Ich weiß das gar nicht. Im Unterricht lachen wir auch viel und oft. Konkret weiß ich also jetzt nichts.

Wieso sind Sie Lehrerin geworden?
Das war schon immer mein Beruf.

Was lieben Sie an Ihrem Beruf?
Ich mag es, mit jungen Menschen zusammen zu sein und jeden Tag auch von ihnen Neues zu lernen.

Mit welchen drei Worten würden Ihre Freunde Sie beschreiben?
klein – lustig -gute Zuhörerin

Stets gut gelaunt und nun eure neue Anlaufstelle zu allen Fragen rund um „Schühelf“ – Frau Brand

Werden Sie sich nun, da Sie in dem Programm „Schühelf“ einsteigen, in Sachen Praktikum „herausziehen“?
Ja. Alle Sachen mit Berufsberatung machen jetzt Herr Söker, Herr Kruse und Frau Kloppenburg. Frau Kloppenbrug wird sozusagen meine Nachfolgerin werden.

Was finden Sie toll an Schülern helfen Schülern?
Ich finde es gut, dass Schüler sich gegenseitig helfen. Ich glaube, man lernt zum Teil besser, wenn einem Gleichaltrige Dinge erklären, die man nicht verstanden hat.

Wie viele Kinder nutzen das Programm?
Es sind ungefähr 60-70 angemeldete Schüler, die Schüler helfen Schüler nutzen, und es gibt ca. 40 Tutoren, die sich hier engagieren.

Wie kann man Tutor werden?
Indem man zum Beispiel von einer Lehrkraft vorgeschlagen wird, wenn man sehr gute Leistungen erbringt. Aber auch, wenn man von alleine sagt, dass man gut in einem Facht ist. Dann geht man zu mir oder Herr Detering und sagt uns dann Bescheid.

Was verdient ein Tutor?
Man bekommt 10€ pro Stunde, in der man Nachhilfe gibt.

Haben Sie vor, etwas an dem Programm grundsätzlich zu ändern?
Wir befinden uns momentan in einer Übergangsphase. Grundsätzlich bleibt das System aber so bestehen. Nur die Modalitäten des Bezahlens haben sich ein wenig geändert. Wenn man mit einem Tutor*in alleine lernt, zahlt man pro Stunde 10€. Lernt man zu zweit, zahlt jeder nur 5 €.

Vielen Dank für Ihre Zeit!

Künstlerische Verstärkung am ESG – Frau Hartmann im Blog-Interviw

Interview mir Frau Hartmann:

Wollen Sie sich erst einmal kurz vorstellen?
o Ich bin Elvira Hartmann, ich habe am ESG schon mein Referendariat gemacht, daher kennen mich auch schon viele hier und ich unterrichte die Fächer Kunst und Französisch.

Wohnen Sie in Gütersloh?
o Nein, ich wohne in Paderborn.

Überall wird Lehrermangel beklagt – Haben Sie sich deswegen für den Beruf Lehrerin entschieden?
o Nein, das wusste ich damals noch nicht. Ich hab schon früh gemerkt, dass ich ein Händchen für Kinder habe und dass ich gerne mit ihnen arbeite und deswegen wollte ich auch unbedingt Lehrerin werden.

– Was war Ihr Lieblingsfach in der Schule?

o Kunst!

Was machen Sie im Kunstunterricht am liebsten?
o Tatsächlich eher Zeichnen. Ich persönlich bin eher grafisch veranlagt. Also Malerei und Plastik ist nicht so mein Fachgebiet, aber das mach ich natürlich auch gerne.

Was sind Ihre Hobbies?
o Ich gehe zum Sport und reise sehr gerne. Außerdem koche und backe ich oft.

Was ist Ihr Lieblingsessen?
o Mein Lieblingsessen ist tatsächlich etwas russisches, das sind Pelmeni ( – verwirrte Blicke der Redaktion – ) Das sind gefüllte Teigtaschen.

Wie sind Sie darauf gekommen?
o Ich bin ja in Kasachstan geboren, das heißt ich bin mit der russischen Küche aufgewachsen.

Welche Stufen unterrichten Sie in Kunst und welche am liebsten?
o Ich habe dieses Halbjahr eine ganz gute Verteilung erwischt, ich habe 5er, 8er, aber eben auch eine EF und eine Q1, aber ich unterrichte tatsächlich gerne die Oberstufe.

– – Stellen Sie sich vor, Sie hätten unbegrenzt Geld für Ihre Arbeit am ESG. Was würden Sie kaufen?
o Beamer, Fernseher oder Tablets, mit denen man gut zeichnen kann für jeden Raum und sehr viel Kunstmaterial.

Wenn Sie am System Schule generell irgendetwas ändern könnten, was wäre das?
o Ich würde Sozialarbeiter für jede Schule einstellen, da ich glaube, dass dies an vielen Schulen fehlt und mehr Coaching im Bereich Unterrichtsstörung.

Wenn Sie keine Lehrerin geworden wären, was wären Sie dann geworden?
o Ich glaube Kinderkrankenschwester.

Wohin ging ihre letzte Reise?
o Nach Portugal

Welche drei Dinge würden Sie auf eine einsame Insel mitnehmen?
o Meinen Partner
o Genug Essen
o Musik

Was ist Ihr Traumreiseziel?
o Ich wollte immer schon mal nach Australien.

Haben Sie unseren Blog vorher schon einmal gelesen?
o Natürlich, auch regelmäßig, ich war ja selbst schon mal auf dem Blog und habe mich vorgestellt.

– Womit kann man Sie im Unterricht so richtig auf die Palme bringen?

o Mit Respektlosigkeit

Haben Sie ein Lebensmotto?
o Geld kommt wieder, Jugend nicht! Also sparen sollte man in der Jugend nicht so viel, also reist und erlebt was! Nutzt euer Leben, es ist so kurz.

Schreiben Sie Überraschungstests?
o Nein, ich kündige Tests immer an.

– Spielen Sie ein Instrument?

o Nein, aber ich habe drei Jahre Klavier gespielt, aber meine Klavierlehrerin war so gemein, da ich nie geübt habe, also habe ich aufgehört.

Herzlichen Dank für Ihre Zeit und viel Spaß am ESG wünschen Ihnen die Blogger!

Von der Antarktis ans ESG – Frau Ordelheide im Blog-Interview

Interview mit Frau Ordelheide (von Emma & Juliana)

1.Welche Fächer unterrichten sie/Wie kann man Ihnen begegnen?
Erdkunde & Spanisch. Man trifft mich, wenn man in meinen Kursen sitzt, ansonsten auf dem Flur oder man kann am Lehrerzimmer nach mir fragen.

2. Wo haben Sie vorher unterrichtet?
Das darf ich am ESG eigentlich nicht laut sagen. Ich war am Städtischen im Referendariat.

3.Wohnen Sie in Gütersloh?
Nein. Ich komme aus Steinhagen.

4.Überall wird Lehrermangel beklagt – Wieso sind Sie Lehrer geworden? Was reizt sie an diesem Beruf?
Es hat viele Gründe. Erstens arbeite ich gerne mit jungen Menschen zusammen und interessiere mich gleichzeitig für die Inhalte meiner Fächer. Reizvoll ist also, dass sich beides in der Schule miteinander kombinieren lässt. Dabei wünsche ich mir auch, dass ich die Freude, die ich an der Auseinandersetzung mit Landschaften, Ländern sowie Kulturen habe, bei den Jugendlichen erwecken kann.

5.Was war ihr Lieblingsfach als Schüler?
Ich bin grundsätzlich gerne zur Schule gegangen. Aber in der Oberstufe habe ich Spanisch besonders gerne gemacht.
Hass-Fach?
Ein wirkliches „Hass-Fach“ hatte ich nicht, aber in Physik war ich weniger gut.

6. Wenn Sie am System Schule generell etwas ändern könnten – was wäre das dann?
Wahrscheinlich bin ich noch nicht lange genug im Geschäft, um das abschließend zu beurteilen. Aber ich wünschte manchmal, dass die Klassen in der Sek. 1 kleiner wären.

7. Und: Stellen Sie sich auch mal vor, Ihnen stünde unbegrenzt Geld für ihre Arbeit in und an der Schule zur Verfügung – was würden Sie anschaffen?
Das ESG ist schon super ausgestattet. Ich finde, dass wir an dieser Schule sehr breit aufgestellt sind und viel zur Verfügung haben. Aber was ich mir persönlich wünschte, wäre im Spanisch-Raum eine kleine Tafel neben dem Smartboard, sodass man auf einer Seite eine Präsentation zeigen kann, aber gleichzeitig die Möglichkeit hat, noch ein paar Notizen zu machen.

8. Wenn Sie nicht Lehrerin geworden wären, was wären Sie wohl geworden?
Meeresbiologin. Die Nähe zum Meer und draußen zu sein, reizen mich. Und in der Natur zu forschen, wobei die Wechselwirkungen zwischen natürlichen Begebenheiten und menschlichem Handeln ja auch in der Geographie eine grundlegende Rolle spielen.

9. Wohin ging ihre letzte Reise?
In die Antarktis, zwischen dem Referendariat und dem Beginn meiner Stelle hier am ESG. Es war völlig anders, als die Gegenden, die ich bisher kannte, wobei mich insbesondere die Landschaft sehr reizte. Die Antarktis ist unvergleichlich, die gigantischen schneebedeckten Berge und Eisschollen waren wirklich faszinierend. Dass es auf der antarktischen Halbinsel sehr kalt ist, ist ein Irrglaube. Dort ist momentan Sommer, sodass die Temperaturen 0 bis -3 Grad betragen und die Luft ist sehr trocken im Vergleich zu Deutschland. Und bis auf einen Schneesturm schien jeden Tag die Sonne, was super war.

10. Und was ist wohl ihr Traumreiseziel?
Ich habe schon viel von der Welt gesehen, aber ich denke Island steht bei mir mit als nächstes auf der Liste.

11. In wie vielen Länder waren sie schon?

In Europa habe ich schon ziemlich viele Länder bereist, bis auf einige osteuropäische Staaten. Ansonsten Costa Rica, Panama, USA, Nepal (sehr empfehlenswert), Thailand, Argentinien. Die Liste ist lang 😉

12. Haben sie unseren Blog schon mal gelesen?
Reingeschnuppert!

13. Womit kann man Sie auf die Palme bringen?
Schlager-Musik, die finde ich richtig ätzend.
Und wenn Schüler ihre Mitschüler, die etwas lernen wollen, vom Arbeiten abhalten.

14. Haben Sie so etwas wie ein Lebensmotto?
Fill your life with adventures, not things. Have stories to tell, not stuff to show. (Füllt euer Leben mit Abenteuern, nicht mit Dingen. Habt Geschichten zu erzählen, nicht Kram zu zeigen.)

15. Nach Ihren ersten Tagen am ESG – wie würden Sie die drei Buchstaben E – S – G kreativ mit Inhalt füllen?
E: Engagiert
S: Schwungvoll
G: Grandios

16. Was sind Ihre Hobbies?
Zeit mit Freunden sowie meiner Familie verbringen, Sport (Handball & laufen) und Lesen.

17. Verraten Sie uns Ihr Lieblingsessen?
Pasta mit einer Lachs-Cherrytomaten-Frühlingszwiebel-Sahnesoße.

18. Spielen Sie ein Instrument?
Nicht mehr.

Herzlichen Dank und eine ganz schöne Zeit am ESG wünschen Ihnen die Blogger!

P.S. Die Fotos hat Frau Ordelheide uns aus Ihrem Antarktis Album zur Verfügung gestellt …

Kommt der nächste Superstar aus dem ESG? – Wir fragen nach!

Hier ist übrigens eine unplugged Version des Songs, den Xamina bei DSDS gesungen hat:

Xamina Joergensen, 16 Jahre jung und Schülerin des ESGs, nahm an den Castings der diesjährigen Staffel DSDS teil – mit Erfolg. Nun ist sie vorerst wieder in die Schule zurückgekehrt und wir Blogger haben die Chance zum Interview ergriffen, um mal nachzuhaken…

Wann ist nächste Ausstrahlung in der du dabei bist?

Weiß ich noch nicht genau. Wahrscheinlich Anfang März.

Was hat dich zum Singen bewegt?

Ich habe einfach schon von klein auf gesungen und wollte seitdem schon immer mal bei einer Talentshow mitmachen. Als ich in der Schweiz gelebt habe, habe ich immer DSDS geschaut und dann dachte ich mir, dass ich das dort mal versuchen könnte. Auch einfach so, singe ich in allen möglichen Situationen z.B. wenn es mir schlecht geht, weil ich so meine Emotionen rauslassen kann.

Seit wann singst du?

Seitdem ich drei bin, meint meine Mutter, also seitdem ich sprechen konnte.

Könnt ihr alle in der Familie so gut singen?

Nein, eigentlich überhaupt nicht. Keiner aus meiner Familie kann singen.

Wann hast du gemerkt, dass du ein Talent für das Singen hast? Hast du das auch von Leuten gesagt bekommen?

Oft wurde mir gesagt, dass ich singen konnte und dann dachte ich immer, dass sie das einfach nur so sagten. Doch später in der Schule, wollten mich meine Lehrer öfters singen hören. Ich hatte mehrere Auftritte, wodurch ich auch meinen Spaß am Singen bemerkte und überzeugt war, dass ich das auch in der Zukunft weitermachen kann.

Was sind deine Lieblingslieder?

Einmal Feeling Good von Nina Simone und Read all about it von Emeli Sandè.

Wie fühlt man sich, wenn man weiß, dass. die ganze Schule einen an einem Samstagabend im Fernsehen sehen kann?

Das war sehr viel Druck für mich, da ich wusste, dass Lehrer das gucken werden, Schüler und Schülerinnen und dann stand ich auch noch in der Zeitung. Es war aber auch sehr viel Druck, weil ich nicht wusste was genau ausgestrahlt wird. Am Ende war es dann aber ok. Zugegeben war ich sogar ein wenig enttäuscht das sie manche Dinge nicht ausgestrahlt haben.

Wird denn viel Gescriptet oder ist das real?

Die Leute vom Fernsehen geben zwar Vorschläge, was man sagen könnte, aber am Ende ist es trotzdem meine Entscheidung was ich sage.

Wo und mit wem hast du DSDS letzten Samstag geschaut gehabt?

Ich habe das mit meiner Schwester angeguckt, die dafür sogar aus Frankfurt gekommen ist, mit Papa, mit meinen zwei Brüdern und meinem Freund.

Wie bist du überhaupt auf DSDS gekommen?

Also wie gesagt habe ich das seit ich sieben oder Jahre alt war geguckt und wollte auch immer mitmachen. Als wir dann nach Deutschland umgezogen sind habe ich mitbekommen, dass die Castings gerade laufen und dann habe ich mich beworben und bin reingekommen.

Wie viel von DSDS ist fake und was ist real?

Es ist nun einmal eine Fernsehshow, das heißt es gibt immer etwas was fake ist, aber sie suchen sich ja auch bewusst Leute aus die Show machen damit es spannend und lustig wird, aber was das Singen und das Sagen angeht ist alles real.

Muss man wirklich so viele harte vertragliche Klauseln unterschreiben, wenn man da mitmachen möchte?

Ja, aber ich glaube, dass muss man überall machen. Da standen Dinge drin wie Sachen, die ich nicht sagen darf, Sachen, die ich nicht machen darf.

Wie nah kommt man den Juroren?

Man kommt ihnen dort schon sehr nahe. Um ehrlich zu sein ist man dort schon wie so eine kleine Familie.

Wie ist Dieter Bohlen so in echt?

Ich finde ihn persönlich ja sehr nett. Manche sagen Dieter Bohlen ist böse und dies und das, aber ich glaube, wenn er etwas in dir sieht, dann zeigt er dir das auch.

Hattest du Angst, dass du auf die Schippe genommen wirst und dich dann vor Dieter Bohlen lächerlich machst?

Jaa. Ich habe erwartet, dass irgendwelche Sprüche kommen, aber als es so weit war ist überhaupt nichts gekommen. Dann war ich sehr erleichtert, weil ich dachte, dass ein oder zwei Sprüche kommen.

Wir wissen, dass du weitergekommen bist. Darfst du verraten, welches Lied du im Recall singen wirst?

Nein, das darf ich leider nicht verraten. Bloß einen Tipp kann ich sagen. Wenn ihr das Casting geschaut habt, dann habt ihr vielleicht mitbekommen, dass Dieter Bohlen mir Vorschläge gemacht hat. Vielleicht habe ich ja etwas davon angenommen.

Wie waren die Reaktionen am Montag in der Schule nachdem alle deinen Auftritt gesehen haben?

Viele haben mir gesagt, dass ich das gut gemacht habe und auch angeschrieben. Ein paar haben auch Superstar herumgeschrien. Es war schon ganz cool.

Würdest du in einer Schulband vom ESG mitsingen?

Ja, wieso nicht? Es ist egal, wo oder wie. Wenn ich singen kann, dann geht es mir gut.

Hast du schon eigene Songs geschrieben?

Ja, habe ich auch. Ich habe sie sogar auch aufgenommen. Ich habe sie aber noch nicht veröffentlicht.

Kannst du sagen wieso das Gerücht herumgegangen ist, dass du nicht weitergekommen bist?

Ich weiß es nicht. Vielleicht hat jemand etwas missverstanden, aber wie gesagt, ich weiß es nicht. Ihr habt aber ja selber gesehen, dass ich weitergekommen bin.

Was ist dein größter Traum?

In der Musik erfolgreich zu sein. Ich muss aber auch logisch denken, also, dass ich Abitur machen sollte, weil nicht jeder so einen Traum verwirklichen kann. Kämpfen tu ich aber auf jeden Fall dafür.

Abgesehen von den Live-Shows, sind weitere Folgen schon aufgenommen oder werden sie noch?

Die wurden schon gedreht, werden aber erst nach den ganzen Castings ausgestrahlt.

Weißt du also schon, wie die Staffel endet?

Also, ich weiß noch nicht wer am Ende gewinnt, aber ich weiß bis zu den Liveshows wer weiter ist und wer nicht.

Wieso eigentlich ausgerechnet DSDS und nicht The Voice oder so etwas ähnliches? War es Zufall, dass du dort hingegangen bist oder ganz bewusst ausgesucht?

Ja, es war eigentlich schon ein Zufall. Es ist aber auch so, ich habe innerhalb von zwei Tagen alle Castings von The Voice etc. angesehen. Ich weiß nicht mehr, ob ich mich auch für The Voice angemeldet habe, weil es schon so lange her ist. Bei den Vorcastings von The Voice bin ich auf jeden Fall auch mit dabei gewesen.

 

Philosophieren gefällig? Herr Clamor im Blog-Interview

„… und ist der Schüler nicht wenigstens die Hälfte seines Weges alleine gegangen, so hat er nicht gelernt„,

sagte der griechische Philosoph Sokrates (470-399 v. Chr.). Heute – 15.11. – ist Welttag der Philosophie – Anlass mal mit jemandem zu sprechen, der sich damit auskennt – heute im philosophischen Interview: Herr Kai Clamor!

1.Wussten Sie eigentlich, dass heute bzw. am 15.11. der Tag der Philosophie ist?
Ja!
Freut Sie das?
So als ob das Philosophenweihnachten wäre? Ich denke es ist sinnvoll, dass es so einen Tag gibt und es würde mich freuen wenn dieser auch bekannter wäre.

2. Seit wann unterrichten Sie am ESG?
Seit 2014

3. Was unterrichten Sie – neben Philosophie – noch?
In der Sekundarstufe I Praktische Philosophie und noch Geschichte.

4. Geschichte also … In welche geschichtliche Epoche würden Sie sich per Zeitmaschine gern mal schießen lassen? Muss ich denn da bleiben? [Anmerkung von der Redaktion: Nein natürlich nicht, sonst würden wir sie am ESG vermissen!] Nur mal so zum Besuchen fände ich die klassische Zeit Athens oder auch das 18. Jahrhundert in Orten wie zum Beispiel Königsberg oder Weimar sehr interessant.

5. Was ist für Sie das Schönste am Lehrerberuf?
Es gibt sehr viele schöne Dinge am Lehrerberuf. Es ist unglaublich erfrischend mit Schülern zu diskutieren und mitanzuschauen, wie sie sich gedanklich weiterentwickeln. Das allerbeste ist, wenn man unterrichtet und man am Ende der Stunde das ein oder andere glänzende Augenpaar sieht und es nicht nur die Eigenen sind.

6. Welche Berufsalternative hätten Sie sich sonst vorstellen können?
Politiker, Satiriker, darstellender Künstler (nicht das ich dafür das Talent hätte, aber vorstellen kann man sich das ja mal)

Wir hätten da jetzt einige gezielte Fragen zu ihrem Fach, der Philosophie:
7. Was ist Philosophie eigentlich?
Eigentlich bräuchte ich jetzt meinen Laptop, da habe ich mir irgendwann mal aufgeschrieben, was ich denke. Philosophieren ist erstens eine Kulturtechnik, also neben Lesen, Schreiben und Rechnen. Philosophie ist unser Versuch mit unserem begrenzten Verstand unsere Welt zu begreifen und uns dabei nicht vorgeben zu lassen, was die Lösung ist, sondern zu versuchen auf vernünftige Lösungen zu kommen, die jeder Mensch nachvollziehen kann. Letztlich, wenn man sich anschaut was die Wissenschaften ab dem 17./18. Jahrhundert machen, ist das die Fortsetzung dieses Projektes „Philosophie“, nämlich in unglaublicher Breite und Differenziertheit weiterzuarbeiten und in die Tiefe zu arbeiten, wo dann nur der Verstand gar nicht mehr weiterkommt, wo man mit Instrumenten anfängt Messungen vorzunehmen, diese dann berechnet, aber mit dem Verstand deutet. Was Philosophie heute oft macht, ist der Versuch, all diese Messungen und Ergebnisse für uns zu interpretieren und zu versuchen unser Weltbild dadurch weiterzuentwickeln und Verstehbar zu machen. Ich könnte jetzt noch unbegrenzt weiterreden… Fragt lieber nie einen Philosophen was Philosophie ist, es sei denn ihr wollt in der Zwischenzeit Falten bekommen.

8. Warum haben Sie das studiert?
Philosophie ist etwas, was einen richtig mitreißen und begeistern kann. Es ist für mich persönlich immer der größte Kompromiss zwischen dem Bedürfnis kreativ zu sein und dem Bedürfnis politisch zu sein, zu diskutieren, zu verstehen und sich dabei aber keinen Weg vorgeben zu lassen.

9. Philosophie erscheint immer als so eine Art Ersatzfach, wenn jemand keine Lust auf Religion hat – Ist das so?
Ist Philosophie Pflicht, wenn man keinen Religionsunterricht hat?
Formaljuristisch ist das in der Schule so. Praktisch schließt Philosophie Religion nicht aus. Ihr wisst ja sicherlich, Dr. Schewe ist studierter und sogar promovierter Philosoph. Der Vorwurf ist seit Sokrates immer wieder an die Philosophen herangetragen worden, unteranderem wegen Missachtung der Götter wurde er auch angeklagt und letzten Endes auch hingerichtet. Dieses freie Denken setzt natürlich voraus, dass man auch kritisch über die Religion nachdenkt

10. Kann man denn nicht auch beides machen – oder meinen Sie, rein inhaltlich schließen sich die beiden Fächer schon aus?
Ganz im Gegenteil, ich würde sagen es überschneidet sich thematisch sowieso stark. Ich wäre unbedingt dafür, dass man beides macht oder beides machen kann. Ein Philosophiestudium beinhaltet auch immer einige Semester mit theologischen Aspekten.

11. Was ist ihr Lieblingsthema in der Philosophie?
Nur eins? Das hängt eigentlich davon ab, wie ich grade drauf bin. Ein Thema was mich immer wieder fasziniert ist die Frage, wie ein gutes Leben aussieht und was einen guten Menschen ausmacht.

12. Und ihr Lieblingszitat?
„Ich weiß, dass ich nicht weiß.“

13. Und dann noch die Frage: Angenommen alle Philosophen dieser Welt (lebend und tot) würden in Ihre Nachbarschaft ziehen wollen – welchen würden sich als direkten Nachbarn wünschen?
Aristoteles

14. Was bedeutet Glück für Sie?
Glück ist ein Moment in dem man ganz bei sich und mit sich selbst im Einklang ist. Es ist wenn man Zeit ungestört mit seinen Kindern verbringt, ein spannendes Thema diskutiert, ein gutes Buch liest oder auch einfach mit Freunden ein Spiel spielt.

15. Was glauben Sie, was nach dem Tod passiert?
Ich denke, das ist jetzt vielleicht ein bisschen schockierend, aber ich denke nicht, dass wir so etwas wie unsterbliche Seelen haben oder dass wir als Person irgendwie in den Himmel schweben. Natürlich geht die Materie dann nicht im Universum verloren.

16. Was für Eigenschaften muss man als Philosoph haben?
Man sollte neugierig sein, zugeben können wenn man Unrecht hat und man sollte unbedingt gerne diskutieren.

17. Was macht für sie ein guter Lehrer aus – so im Allgemeinen?
Er ist begeistert von seinem Fach und hat Spaß daran über die Inhalte seines Faches zu reden. – Er möchte mit seinen Schülern darüber reden, möchte dass Schüler Freude daran entwickeln und kann aber auch mit der Frustration leben, dass die meisten sich durch Schule eher gegängelt fühlen.

18. Welche Vorurteile haben Menschen einem Philosophielehrer gegenüber?
Haben Sie da mal was erlebt? Philosophen reden immer viel zu viel [Anmerkung der Redaktion: Das können wir nach diesem Interview bestätigen], Philosophen sind grundsätzlich verpeilt und viele sagen auch, dass Philosophen weltfremd sind. Es gibt da auch ganz viele Anekdoten wie zum Beispiel Thales der in den Brunnen gefallen ist, weil er den Himmel beobachtet hat. Ich glaube nicht, dass die alle so zutreffen. Es gibt sehr viele Philosophen die pragmatisch sind.

19. Sie sind ja auch für Ihre Witze bekannt – Was ist denn Ihr bester Witz?
Bin ich das? Witze entstehen dadurch, dass viele Dinge in unserem Alltag widersprüchlich sind und dass auch unsere Sprache oft dermaßen ungenau ist, dass man da entweder drüber lachen oder drüber verzweifeln kann. Da lache ich halt lieber drüber.

Vielen Dank für dieses wirklich sehr interessante und informative Interview!

Dürfen wir ein Foto von Ihnen machen – vielleicht in Philosophenpose? KLAR!

Herr Clamor in Philosophenpose