Unsere ehemaligen Chefredakteurinnen Interviewt!

School´s over – Unsere ehemaligen Chefredakteurinnen Edina und Joanna berichten über ihre mündlichen und schriftlichen Abiturprüfung, ihre Gefühle zum Ende der Schulzeit und ihr Leben ohne Schule

Die Tage vom 26. und 27. April 2016 standen ganz im Zeichen der mündlichen Abiturprüfungen. Für die meisten Abiturienten ist diese Prüfung die letzte große Hürde bis sie im Sommer dann endlich ihr Abiturzeugnis in den Händen halten dürfen. Was für Gedanken ihnen wohl davor und danach durch den Kopf schwirrten? Was sie nun in ihrer freien Zeit umtreibt? Ob sie das ESG schon vermissen? … Wir waren neugierig und fragten bei unseren ehemaligen Chefredakteurinnen mal nach.
Edina und Joanna (beide 18 Jahre alt) legten vor zwei Wochen ihre mündliche Prüfung im Fach Deutsch ab und beantworteten uns gerne unsere vielen Fragen:

Wie geht es dir jetzt, nachdem du die mündliche Prüfung endlich hinter dich bringen konntest?

Joanna: Ich konnte es bisher noch nicht ganz realisieren.

Edina: Ich bin einfach nur erleichtert. Es ist, als sei mir ein Stein vom Herzen gefallen.

 

Wie hast du dich vorbereitet?

Joanna: Zum Lernen für die Abiturprüfungen habe ich mir Karteikarten geschrieben. Im Nachhinein bereue ich es, nicht schon in der Q1 damit angefangen zu haben. Es hätte mir eine Menge Arbeit erspart.

Edina: Ich habe auch Karteikarten benutzt, sie waren eine wirkliche Hilfe! Mithilfe eines Lernplanes habe ich begonnen, 1 ½ Wochen vor der Prüfung zu lernen.

 

Was für Gedanken gingen dir kurz vor der Prüfung durch den Kopf?

Joanna: Ich konnte mich nur darüber ärgern, dass ich ausgerechnet ein Gedicht analysieren musste, da ich dafür nicht so viel gelernt habe. Ich war unglaublich nervös.

Edina: Ich war auch sehr nervös, aber auch froh über meine Aufgabenstellung, die ich gut stemmen konnte.

 

Konntest du die Nacht davor überhaupt schlafen?

Joanna: Zwar konnte ich gut schlafen, jedoch hatte ich am Abend zuvor Panikanfälle und konnte am nächsten Tag auch nicht lange schlafen.

Edina: Ich denke, ja. Der Stress ließ aber bei jeder Klausur immer weiter nach, sodass ich bei der mündlichen Prüfung schon etwas ruhiger war.

 

Hattest du Glücksbringer bei dir?

Joanna: Ja, ein kleines Herz aus Holz, das mir meine Mutter vor der ersten Klausur geschenkt hat.

Edina: Drei Tage vor der ersten Prüfung hat mir mein Vater ein Paket voller Schokolade und anderen Glücksbringern in Form von Süßigkeiten geschickt.

 

Entsprach die Prüfung deinen Vorstellungen oder empfandst du sie als schlimmer / besser?

Joanna: Ich habe mir unnötig Sorgen gemacht. Die Prüfung an sich war sehr gechillt.

Edina: Überraschenderweise war die Prüfung doch nicht so schlimm, sondern ziemlich gut. Ich konnte so viel sagen und hatte auch keine Durchhänger

 

Bist du zufrieden mit dem Ergebnis? Wenn nein, warum nicht?

Joanna: Ja, definitiv. Ich hätte mit einer 3 gerechnet, bekommen habe ich aber eine 2.

Edina: Ich bin sehr zufrieden und auch sehr überrascht von dem guten Ergebnis. So viele Punkte habe ich zuvor noch nie für eine Deutschklausur bekommen.

 

Könntest du dir vorstellen, noch einmal eine mündliche Abiturprüfung abzulegen?

Joanna, lachend: Wenn ich muss, dann ja.

Edina: Ich hoffe es nicht, aber vorstellen könnte ich es mir.

 

Hast du Tipps für angehende Prüflinge?

Joanna & Edina, sich absolut einig: Karteikarten sind eine unglaublich große Stütze!

 

Momentan genießt ihr eine Menge Freizeit. Ist diese Zeit so, wie ihr es euch vorgestellt habt oder wurde euch schnell langweilig?

Joanna: Bei uns beiden eigentlich nicht. Immerhin haben wir momentan auch sehr viel Cheerleader-Training. An sich findet man immer etwas, um sich zu beschäftigen.

Edina: Und wenn man arbeitet, ist Langeweile sowieso ausgeschlossen.

 

Für was nehmt ihr euch nun gerne Zeit?

Joanna: Fernsehen! Dazu hatte ich davor nicht so viel Zeit.

Edina: Fernsehen und vor Kurzem war ich das erste Mal wieder richtig shoppen.

 

War für euch die letzte Klausurphase sehr stressig?

Joanna: Die Vorabiklausuren empfand ich als viel stressiger, da wir da auch noch Unterricht hatten.

Edina: Ich auch. Für die Abiturklausuren konnte man in Ruhe lernen, ohne jeglichen Schulalltagsstress.  

 

Gibt es etwas, was ihr sehr vermissen werdet?

Joanna: Bisher vermisse ich noch nichts. Wahrscheinlich kommt das erst mit der Zeit.

Edina: Bis auf den Bäcker hier vermisse ich auch noch nichts.

 

Die Blog-AG bedankt sich herzlich für das Interview. Wir bedauern euer Ausscheiden aus unserem Redaktionsteam außerordentlich, bedanken uns für euren Einsatz rund um die Blog-AG und wünschen euch für eure Zukunft alles erdenklich Gute. Auf das ihr neue Aufgaben und Herausforderungen findet, die euch glücklich und zufrieden machen!

Ein neues stellvertretendes glänzendes Oberhaupt! Herr Rimpel tritt an!

Mit dem 1. Mai ist er es offiziell:

Nachdem Herr Thomas Rimpel seit Beginn des Schuljahres 2015/2016 die Stelle des stellvertretenden Schulleiters lediglich kommissarisch (d.h. vorübergehend) erfüllte, wird er dieses Amt nun ständig (d.h. langfristig und in offizieller Arbeitsteilung mit dem Schuleiter) wahrnehmen. Für uns ein Grund zur Freude und ein willkommener Anlass Herrn Rimpel zu einem kleinen Interview herauszufordern – eine Herausforderung, der er sich gerne stellte. Hier ist das Ergebnis. Viel Spaß beim Lesen – es lohnt sich!

Eure Blogger!


Wie lange sind die eigentlich schon als „normaler“ Lehrer am ESG tätig?

Oh …. da muss ich jetzt rechnen … ich glaube 22 Jahre.

 

Hatten Sie immer schon Ambitionen auf das Amt des stellv. Schulleiters?

NEIN, überhaupt nicht!

Das Amt habe ich immer mit Vorstellungen wie: viel Verwaltungskram, Arbeit am Schreibtisch und weniger mit den Schülern und Kollegen verbunden, deswegen hat mich der Gedanke daran eher abgeschreckt.

 

Sie hatten ja jetzt ein halbes Jahr Zeit, dieses Amt zu „testen“. Was hat ihnen daran so gefallen, dass Sie sich entschieden haben, dieses Amt nun ständig zu übernehmen?

Also, besonders gereizt hat mich, dass man aus der Perspektive des stellvertretenen Schulleiters auf die Schule ganz anders schaut. Ich habe erfahren, dass Schule als Gesamtsystem viel komplexer ist, hochspannend und hochinteressant. Ich habe viele Gespräche geführt mit anderen Lehrern, mit Kollegen, aber auch mit Schülern. Ich bin in Kontakt getreten mit den verschiedensten Vertretern der Gruppen und das ist unglaublich interessant. Außerdem bietet sich in diesem Amt natürlich die Möglichkeit, die Schule und ihre weitere Entwicklung voranzutreiben. Das reizt mich!

 

Gibt es auch Tätigkeiten, die nun auf Sie zukommen, auf die Sie eher verzichten könnten?

Ja, zum Beispiel muss ich mich im September viel mit Statistiken beschäftigen und Zahlen in den Rechner eingeben. Das macht keinen Spaß und das empfinde ich als sehr dröge, langweilig und uninteressant.

 

Reduziert sich jetzt Ihre Zeit, die Sie im alltäglichen Unterricht verbringen?

Ja, ich habe weniger Stunden in der Woche, die ich im Unterricht verbringe – nur noch sechs Stunden regulären Unterricht und sechs Stunden praktische Sachen wie zum Beispiel das Orchester.

 

Viele Leute befürchten, dass sich nun Ihr reges Engagement im musikalischen Bereich verringern wird, da Sie viele andere Aufgaben übernehmen müssen. Wie sehen Sie diese Befürchtungen?

Ich habe es zur Bedingung gemacht und mit an mein Amt geknüpft, dass ich diese Tätigkeiten auch weiterhin verfolgen kann. Ich sehe da auch gute Chancen, denn der neue Schulleiter, Herr Fugmann, ist auch von Hause aus Musiker und wird mein diesbezügliches Anliegen sicher unterstützen.

 

Denken Sie, dass sich das Verhältnis zu Ihren Kollegen und Kolleginnen verändern wird?

Ich hoffe nicht! Ich habe den Eindruck, dass ich ein gutes Verhältnis zum Kollegium habe und dass dies Bestand haben wird. Allerdings wird es bestimmt mal Situationen geben, in denen es schwierig wird, weil ich unangenehme Sachen mitteilen muss. Ich denke aber, dass das insgesamt gute Verhältnis dadurch nicht in Frage gestellt wird.

 

Haben Sie Pläne, vielleicht sogar Visionen in Bezug auf das ESG, die Sie in Ihrem Amt verwirklichen möchten?

Da gibt es natürlich eine Menge, was man sich wünschen würde umzusetzen. Ein Thema, was ich momentan für mich entdeckt habe, ist der Komplex der individuellen Förderung. Dieses Thema möchte ich weiterverfolgen, vorantreiben, im Kollegium verankern und im alltäglichen Unterricht einbinden. Auch stehe ich schon im Gespräch mit Herrn Fugmann über die Struktur der Leitung der Schule. Hier werden sich Änderungen ergeben, worauf ich sehr gespannt bin!

 

Wenn man die Texterkennung am PC nicht ausschaltet, wird aus Ihrem Namen immer Herr „Simpel“ – wussten Sie das?

Nein, das wusste ich nicht, denn ich habe diese Funktion an meinem Rechner ausgeschaltet – das nervt mich!

 

Aus internen Kreisen wissen wir, dass man dieses Wort der Texterkennung passend für Sie empfindet, da Sie Dinge einfach angehen, leise und unauffällig, ohne großes Brimborium (außer in der Musik). Man empfindet und schätzt Sie als Menschen der einfachen und unkomplizierten Lösungen. Wie empfinden Sie solche Aussagen?

Das empfinde ich als großes Kompliment!

 

Vertragen Sie sympathisch-neckende Sprüche in Bezug auf Ihre Frisur?

Ja klar – ich hab´ ja keine!

 

Wir möchten Sie in unserem Blog gerne als „J glänzendes J stellvertretendes“ Oberhaupt bezeichnen – haben wir dazu Ihr Einverständnis?

Ja!

 

Wie finden Sie die Zeichnung, die Annika – unsere neue Blog-Zeichnerin – von Ihnen entworfen hat?

Die ist doch gut gelungen und gut getroffen!

 

Haben Sie ein Lebensmotto, das Sie uns verraten würden?

Nö, eigentlich nicht …gut, finde ich (obwohl etwas abgenutzt …) „Nutze den Tag!“

 

Und ihr Lieblingslied?

Ich habe keins und tausende!

 

Haben Sie eine Präferenz, was die Musikrichtung angeht?

Ich mache viel Klassik, höre aber auch gerne Jazz und – angeregt durch das IB – auch immer mehr außereuropäische Musik.

 

Vielen Dank für Ihre Zeit und viel Erfolg und Freude in Ihrem Amt!!!