Ein Blog-Liebesgedicht

Es ist doch noch ein Gedicht bei uns in der Redaktion eingegangen – gut, der Valentinstag ist schon ein bisschen her, aber wer sagt denn, dass man sich nur am 14.2. sagen darf, wie gern man sich hat?!

Lest nun also hier das ultimative Blog-Liebesgedicht

Anonym (2020)

Beim ESbloG da denkt man schnell
An nerviges Fragengestell
An aggressives Plakatier´n
Mit Postern, die die Wände zier´n.

Doch wenn man einmal überlegt
Was uns betrifft, was uns bewegt
Dafür ist unser Blog dann da
Mit Neuigkeiten – wunderbar!

Wann war das nochmal? Klick dich rein
Mal ganz nah an Lehrkräften sein
Im Interview erfährst du viel
Und ganz genau das ist das Ziel!

Den Alltag etwas bunter machen
Mit Infos, Bildern, was zum Lachen
Das schafft der Blog mit seinen Fragen
Da muss man auch mal DANKE sagen!

Wie wunderbar! Wir haben uns tierische gefreut über diese Verse!

Natürlich gehört dir nun auch die Kinokarte inkl. Snack-Pack, so dass einem richtig guten Kinobesuch mit einem lieben Menschen nichts mehr im Wege steht!

DANKE sagt die gesamte Blog-Redaktion!

Antiquiert oder adäquat – Geschlechtergetrennter Unterricht

Die Präsidentin der Kultusministerkonferenz* Dr. Stefanie Hubig hat kürzlich vorgeschlagen, Mädchen und Jungen zumindest in den Fächern Physik und Mathe „phasenweise“ getrennt zu unterrichten – Warum – und warum jetzt?

Im Januar gab es eine Sonderauswertung der PISA Studie (= eine internationale Schulleistungsstudie), die gezeigt hat, dass 15-jährige Mädchen am liebsten Lehrerin, Ärztin oder Erzieherin werden wollen, während gleichaltrige Jungen vor allem in technische Berufe streben. Ganz vorn steht bei ihnen der IT-Spezialist vor dem Industrie- und dem Automechaniker. Vor diesem Hintergrund steht der Vorschlag also.

Begründungen liefert die Ministerin auch: Mädchen würden sich dann mehr zutrauen und mehr ausprobieren und ließen sich eher für diese Fächer begeistern. https://www.zdf.de/kinder/logo/getrennter-unterricht-100.html

Spontan nachgefragt in einer der Blog-Mitglied-reichsten Klassen am ESG sprachen sich 13 SchülerInnen für und 9 SchülerInnen gegen diese Trennung aus (es gab zwei Enthaltungen).
Als Begründungen für eine phasenweise Trennung führten sie z.B. an, dass man nicht ausgelacht und Streit vermieden würde. Zudem das Lernen in Kleingruppen angenehmer sei.
Dagegen sprechen die Argumente, dass es ein organisatorischer Mehraufwand und eine künstliche Trennung sei, die gerade den Kindern missfallen werde, die mit einem männlichen/ weiblichen „Kumpel“ gut zusammenarbeiten können.

Zugleich fielen den SchülerInnen aber auch andere unterrichtliche Zusammenhänge ein, bei denen eine zeitweise Trennung angemacht werden könnte (Sport, Bio/ Sexualunterricht).

Was haltet ihr von dem Vorschlag der phasenweise getrennten Klassen?

Nehmt an unserer einfachen Pro-/Kontra-Abstimmung teil.

https://strawpoll.de/65e62wg

Außerdem wäre es toll, wenn ihr uns einige eurer Argumente für oder gegen diese phasenweise Trennung der Geschlechter im Unterricht in das Kommentarfeld schreiben würdet.

(*Ein Kultusministerium ist übrigens die oberste Behörde eines Bundeslandes für den Bereich Schule und Bildung)

Die Blogger

Und los: Der Informations- und Wissensaustausch zwischen Gütersloh und dem Silicon Valley ist gestartet

Schüler*innen des ESG waren mit Frau Kloppenburg, Herrn Bolte und Herrn Clamor für die Auftaktvideokonferenz eines Fächer- und Länderübergreifenden Projekts mit der GISSV (German International School im Silicon Valley) bei Bertelsmann zu Gast.
In dem Projekt geht es um ethische, wirtschaftliche und informationswissenschaftliche Aspekte von und Perspektiven zu Künstlicher Intelligenz.

So sieht länderübergreifendes Lernen aus

Wir sind gespannt auf weitere Neuigkeiten aus diesem Projekt!

Achtung – Es folgt ein Horrorfilm!

Wusstet ihr schon, dass das ESG Drehort eines Filmes geworden ist?

Am 18.2. fand um 10:00h im Studio die Premiere des Kurzfilms „MORS“ statt, zu der wir, die Blogger, eingeladen wurden.

Mit finanzieller Unterstützung von Dr. Lehmann und der Osthushenrich Stiftung, die dieses interschulische Filmseminar unterstützt hat, konnte dieser auf die Beine gestellt werden. Das Filmteam – bestehend aus Aljoscha Reinhardt und Christopher Lorenz – das unserer Schule schon bereits zwei Mal bei Projekten zur Seite stand, war auch diesmal wieder mit an Bord. Sie haben nicht nur technisches Equipment, sondern auch all´ ihre Tipps und Tricks mit den Filmemachern und Schauspielern von morgen geteilt.


Ein wichtiger Teil des Projektes war diesmal nicht nur der Spaß und der Wunsch, ein tolles Ergebnis zu erzielen, sondern auch neue Kontakte zu knüpfen und die Zusammenarbeit zwischen den Schulen zu stärken. Deswegen waren nicht nur acht Schüler vom ESG beteiligt, sondern auch vier vom SG.


Das Drehbuch des Horrorfilms „MORS“ haben sich die Schülerinnen und Schüler, in dem halben Jahr“ selbst ausgedacht. Bevor jedoch die Dreharbeiten begannen, haben sie, mittwochs und samstags, mehrere Seminare zum Schauspiel, dem Umgang mit der Kamera oder zur Schnitttechnik besucht. Gedreht wurde an zwei Samstagen.

Ein besonderer Dank gilt dem gesamten Filmteam, Frau Bansmann und Herrn Küster, die das Projekt begleitet haben!


Wir als Blogger können nur sagen: Wir sind echt begeistert von diesem professionellen und spannenden Film. Und außerdem ist es als Stifter auch sicherlich interessant zu sehen, dass unsere Schule echt gutes Potenzial für einen Horrorfilm hat – auch wenn unser Schulgeist Stiftikus nicht Teil dieses Films war.

Und jetzt: Schaut einfach selbst rein! Viel Spaß!

Eure Blogger!

„Und wer am 29.2. Geburtstag hat, tritt ein, tritt ein, tritt ein …“

2020 ist es soweit – nach laaaaaangen 4 Jahren können einige von euch (laut unserer Umfrage mindestens 5 Personen) endlich wieder so richtig Geburtstag feiern (fällt sogar auf einen Samstag, was feiertechnisch ein echt guter Tag ist).

Wir vom Blog möchten euch gerne eine kleine Freude machen und euch deshalb am 28.2. in der zweiten großen Pause vor dem Haupteingang zusammentrommeln. Mitbringen müsst ihr natürlich einen „Nachweis“ darüber, dass ihr wirklich am 29.2. im Jahre X geboren seid.

Also, wir freuen uns auf euch!

Die Blogger!

„Menschen + Computer = gut gelaunter Administrator“

Seit 2019 ist er quasi DAS neue Gesicht am ESG – ohne ihn liefe hier im technischen Bereich vieles anders – wahrscheinlich „schiefer“ :-). Er ist wahnsinnig beschäftigt, aber für uns und unsere Fragen hat er sich dennoch Zeit genommen – auch typisch für ihn. Hier also unser Interview mit Felix Kupferschmidt, dem technisch-pädagogischen Leiter (so die offizielle Bezeichnung) unserer Schule:

„Ein Kupferschmidt für alle Fälle“

1. Warum haben Sie diesen Beruf gewählt?

Ich habe irgendwann in meiner Jugend angefangen, mit Elektronik zu basteln und bin so zu Computern und Elektronik gekommen. Seit meiner Konfirmandenzeit habe ich viel mit Jugendlichen und Kindern gearbeitet und das mache ich bis heute gerne. Die Mischung hat es dann gemacht: Menschen + Computer = gut gelaunter Administrator

2. Wieso sind Sie auf diese Schule gekommen?

Ich wohne in Gütersloh und gab zusätzlich zu meiner Arbeit in Hannover hier an der Altstadtschule Programmierkurse. Darüber habe ich Martin Fugmann kennengelernt und von der Stelle am ESG erfahren.

3. Um was kümmern Sie sich hier?

Das ist ganz vielschichtig. Erstmal kümmere ich mich um alles rund um den Schulserver, aber auch so etwas wie E-Mail, die knapp 100 iPads, das WLAN wird auch von mir betreut.
Ganz wichtig sind auch die Verwaltungscomputer: Wenn man sie einschaltet, bekommen sie automatisch ein sogenanntes Image aufgespielt, das ich inhaltlich in enger Abstimmung mit den KollegInnen anpasse und erzeuge. Aber auch bei den Computern der LehrerInnen helfe ich gerne und häufig. Spannend ist zur Zeit die Planung der Zukunft. Vom Bund gibt es über den „DigitalPakt“ Gelder, mit denen wir neue Technologien anschaffen werden. Details verrate ich noch nicht, nur soviel: Einiges hätte ich zuhause auch gerne!

4. Warum gibt es eigentlich zwei WLANs

Es sind sogar drei, aber das dritte ist unsichtbar. Am WLAN „ESG“ meldet ihr euch mit euren Zugangsdaten an, da könnt nur ihr ran. Gäste können das WLAN „ESGast“ nutzen. Das Kennwort erhalten sie im Sekretariat. Das dritte WLAN ist ein unsichtbares, aber nicht, weil es geheim ist, sondern weil wir es für die Maschinen brauchen wie iPads und die Legamaster Touchscreens, die einen kompletten Android-PC enthalten.

5. Können Lehrer gucken, was die Schüler machen? 

Auf dem Server habt ihr einen ganz eigenen Ordner. Dort kann niemand außer euch reinschauen. In den Klassen- und Tauschordnern dagegen könnt ihr gemeinsam arbeiten. Bei nerdl geht das noch besser. Ich würde sagen: fortschrittlicher.
Natürlich wollt ihr wissen, ob die LehrerInnen in euer Whatsapp schauen können: Nein! Das wär ja noch schöner! Ich denke aber, dass es viel wichtiger ist, dass ihr für euch lernt, was ein verantwortlicher Umgang mit dem Handy und Computern ist. Dabei helfen wir Erwachsenen gerne, würde ich mal ganz positiv sagen. Mehr geht kaum, denn wenn man im Unterricht nicht aufpassen will, kann man das auch ohne Handy tun. Ich habe sehr gerne Käsekästchen unterm Tisch gespielt. Schiffe versenken, Comics mit der ganzen Klasse zeichnen. Oups 

6. Versorgen sie die Medi auch?

Ja, zum Teil. Das WLAN in der Medi ist natürlich von uns und auch die iPads. Das ganze Buchungssystem ist aber an die Stadtbibliothek angeschlossen. Das koordiniert Josephine Peter mit ihrem Team. Übrigens finde ich die Atmosphäre in der Mediothek sehr schöne und ich sitze dort gerne – und bin auch von euch ansprechbar.

7. Wie lange dauert eine Reparatur?

Es kommt darauf an, was repariert werden muss. Manchmal muß ich noch suchen, wo ein Verteilerkasten in der Schule versteckt ist. Bei den PCs sind die Fehler häufig in der Software versteckt. Eine ganze Weile funktionierten kürzlich die Schülermails nicht. Ich bekam erst gar nichts davon mit. Ihr wart alle total entnervt und habt schon begonnen über eure privaten Mails zu senden. Als ich das endlich bemerkt habe (niemand kam auf die Idee einen dicken Beschwerdezettel an mein Büro in M21 zu tackern) dauerte es noch einige Tage inklusive Rückfall, bevor der Fehler beseitigt war. Gebt mir bitte gerne Hinweise. Manchmal erscheint das eigene Problem klein und unwichtig, aber in der Summe ergibt sich etwas, was mir bei der Fehlersuche weiterhilft.

8. Kümmern Sie sich auch um Laptops, die man ausleihen kann? 

Nur am Rande, die gibt es über die CompuTecS. Man kann sie nur als Ersatz leihen, wenn der eigene kaputt ist und eingeschickt wurde. Die CompuTecS berate ich manchmal, aber die meisten Dinge an den Laptops können sie besser als ich. Überhaupt ist allen klar, dass man im Computerbereich ganz alleine kaum durchkommt. Ich freue mich über Tipps und Erfahrungen und gebe meine auch gerne weiter.

9. Entscheidungsfrage: iOS oder Android?

Ich bin Apple Techniker seit dem Abitur. Ich finde Android spannend, da muss man verdammt viel wissen und manche Dinge sind etwas komplizierter. Ich selber mag das Apple System, weil es so intuitiv ist. Was mich sehr reizt, ist die Konfiguration von Android, aber noch mehr von Windows. Und zwar so, dass man alles für die eigenen Bedürfnisse anpasst.
Bei mir liegen zum Beispiel die Programme nicht auf dem Desktop herum, sondern sind im Dock oder in der Taskleiste. Auf dem Desktop liegen nur meine eigenen Dateien in meiner eigenen Unordnung. Das mussten die CompuTecS schon über sich ergehen lassen 😉

10. Was war früher ihr Lieblingsfach, passt das zu ihrem heutigen Beruf?

Es war Physik. Das war mein Lieblings-, aber auch schlechtestes Fach. Das war mir aber egal, ich wollte es einfach wissen. Ich war auch der schlechteste im LK, aber bin als einziger Elektroniker geworden. Zu meiner Ehrenrettung hatte ich die beste Facharbeit mit 14 Punkten. Ich bin Elektroniker und Administrator geworden, andere Raketentechniker, Physiker, Maschinenbauer. Ach ja, das darf ich nicht vergessen: Sozialkunde stand bei mir auch ganz oben!

11. Und was war ihr Hass Fach?

Das hing mit meinem LK-Lehrer zusammen: es war Englisch. Der Lehrer hatte mich auf dem Kieker und ich ihn dann irgendwann auch. Ich war Stammkurssprecher. Eigentlich mochte ich Englisch aber!

12. Wie stehen sie zu Social Media? 

Brauche ich nicht, obwohl ich durchaus auch Chatprogramme wie Threema und Signal nutze. (OK, ich gebe es zu, auch Whatsapp).

Der Name „Social Media“ ist total irreführend. Auf der Suche nach Individualität verirrt man sich im Austausch von Pizzafotos, BeautyTussies und -Mackern und doofen bis schlimmen Posts. Man bildet sich ein, man hätte Freunde. Aber Follower sind nur Klicker. Eine Sekunde, um zu sagen: „Toll, diese Meinung teile ich.“ Und nur eine Sekunde, um wildfremde oder KlassenkameradInnen zu dissen. Das ist vollkommen absurd. Raus mit uns in die Welt, in die Parlamente und natürlich zu unseren Freunden! Wir müssen die Welt retten und nicht den faulen Sofaklickwettbewerb bestehen.

Außerdem macht man Werbung für andere und bekommt nix dafür. Wenn ich zum Beispiel Facebook benutze, mache ich Werbung für Facebook und nicht für mich. Das sind Firmen die mit uns massiv Geld verdienen.

13. Können sie programmieren?

Ja, ich habe einige (steinalte) Programmiersprachen gelernt. Pascal, Basic, Assembler: das ist eine Maschinensprache. Die Computer verstehen keine Wörter, sondern nur Zahlen und jede Zahlenkombination steht für einen Befehl. Ab nächstem Jahr beginnen wir damit, das den 5./6. Klassen beizubringen. Aber mit einer grafischen Programmiersprache an den iPads.

14. Was ist insgesamt ihr Eindruck von unserer Schule?

Der Eindruck von innen ist klasse und durchaus anders als er es von Außen war. Von Außen denkt man, zum ESG gehen die ganzen „Tollen“ und ins Städtische die „nicht so Tollen“. Totaler Quatsch. Es steht und fällt mit jeder Einzelnen. LehrerIn wie SchülerIn. Ich habe viele Kontakte zu den anderen Schulen. Es macht Spaß, sich auszutauschen. Was die SVen mit dem Nachhaltigkeitswettbewerb für alle Schulen abgeliefert haben, war richtig genial! Natürlich habe ich mich total gefreut, als wir den OWL-PoetrySlam in Paderborn gewonnen haben. Ich war live dabei. Da kann ich euch nur gratulieren: Tolle Schule, noch viel tollere SchülerInnen!

15. Was halten Sie von der Digitalität der Schule?

Ich finde, wir sind auf einem guten Weg. Wir haben einige Themen, die wir noch nicht ausreizen. Digitalisierung ist kein Schulwettbewerb, trotzdem müssen wir alle den Umgang und die Möglichkeiten intensiv üben. Auch natürlich für euer Berufsleben. Das ist ein Aspekt.
Ein anderer: Ich nehme Computer als Erweiterung unseres Geistes wahr. Wir haben sie selber erdacht und so sind sie in meinen Augen durchaus Teil von uns Menschen. Sie nehmen uns nichts weg, sie ermöglichen uns aber so viel mehr. Man muß sie nicht zwangsweise nutzen, sondern nach Bedarf einsetzen. Das kann auch Zocken sein. Spielen gehört zum Menschsein dazu. Aber wir haben immer die Verantwortung für das, was wir selber tun. Und eben auch dafür, was wir mit den Computern tun – und was wir an sie völlig abgeben. Das wirft soziokulturelle Fragen auf. Künstliche Intelligenz berührt sofort unsere menschlichen Werte. Das sollte man nicht einfach so hinnehmen, das müssen wir in der Schule genauso wie daheim diskutieren. Oha, das war jetzt echt theoretisch. Überlegt mal, was der Autopilot tun soll, wenn er nicht mehr bremsen kann: Euch selber gegen eine Wand steuern oder Fußgänger gefährden? Das ist hart, aber es findet bereits statt.