Der Petershof in Duisburg-Marxloh

Schüler der Q1 berichten über ihre Religionsexkursion zu der besonderen Gemeinde in Duisburg-Marxloh…

Der kalte Wind bläst durch die weit geöffneten Kirchentüren. Eine muslimische
Sozialarbeiterin geht schnell über den Kirchhof der katholischen Kirche und
verschwindet im ehemaligen Schwesternhaus. Eine Kirche in Deutschlands
Brennpunkt: Duisburg- Marxloh, deren Türen wortwörtlich immer und für jeden offen
steht. Egal ob Moslems, Juden oder Hindus, alle sind in dieser außergewöhnlichen
Gemeinde willkommen.
Duisburg- Marxloh, ein Stadtteil, in dem es nicht nur viele Brautmodengeschäfte,
sondern auch eine überdurchschnittlich hohe Ausländer- und Migrantenquote gibt.
Mitten in diesem Brennpunkt liegt eine Art „Insel im Sturm“: der Petershof in
Marxloh, eine katholische Kirche, deren Türen für jeden geöffnet sind und die
Hilfsbedürftige und Flüchtlinge im besonderen Maße unterstützt, indem sie
Gesundheitssprechstunden, Deutschkurse und Sozialberatungen anbietet und eine
Kleiderkammer und eine Vielzahl von AGs für jeden ihrer Besucher bereit stellt.
Größter Beliebtheit erfreue sich die Box-AG, die von einem ehemaligen syrischen
Sportlehrer geleitet wird.
Der Pater, welcher der Leiter dieser offenen Kirche ist, arbeitete erst in der
Universitätskirche in Magdeburg, bevor er freiwillig in den Brennpunkt Marxloh
wechselte. Für ihn seien alle Menschen Brüder und Schwestern, weshalb er auch ein
großes Bedürfnis verspüre „Familienmitgliedern“ in Not zu helfen. Neben dem Pater
arbeiten über 150 ehrenamtliche Helfer am Petershof.
Die Linderung der Not mit Nahrung, einer Unterkunft und Kleidung sei laut dem
Pater nicht seine Hauptaufgabe. Stattdessen bestehe auch ein wichtiger Teil darin,
den Menschen einen „Tritt in den Hintern“ zu geben, ihr Leben nun selbst in die
Hand zu nehmen.

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