Der-Tag-Des: Der 9. November …

1918, 1923, 1938 und 1989 – in diesen Jahren wurde er , der 9. November, jeweils zum „Schicksalsjahr“ für Deutschland: Die Novemberrevolution, die Deutschland in die erste Demokratie, die Weimarer Republik, führte, Hitler unternimmt den Versuch, sich an die Macht zu putschen, die Nazis zerstören jüdische Gotteshäuser und Geschäfte und nach 30 Jahren fällt endlich die Mauer, die Deutschland zum geteilten Land machte. https://www.lpb-bw.de/9_november.html

Wir vom Blog gehen heute auf jeden Fall zum Pogromgedenken (16.00h am Synagogengedenkstein). Dazu nehmen wir hier auf dem Blog den runden Geburtstag des Mauerfalls etwas näher in den Blick. Bloggerin Liva gibt Einblicke und liefert Informationen.

Heute vor genau 30 Jahren wurde die Berliner Mauer geöffnet, die Deutschland 28 Jahre lang in Ost und West trennte.

Die Berliner Mauer trennte die ehemalige DDR (Deutsche demokratische Republik) von der BRD (Bundesrepublik Deutschland). Sie war quasi die 155km lange und 3 Meter hohe Konkretisierung des Konfliktes zwischen den Machthabern in diesen beiden Teilen Deutschlands. Die Mauer war umgeben von Grenzsoldaten, Stacheldraht, Minen und Selbstschussanlagen – es war fast unmöglich, sie zu überwinden. Einigen Menschen ist ist dennoch – manchmal auf spektakuläre Art und Weise – gelungen, andere (weit mehr als 600) bezahlten den Versuch mit ihrem leben.

Vor 30 Jahre fiel also die Mauer – wie kam es dazu?

Es gab Massenfluchten aus der DDR und die sogenannten Montagsdemonstrationen. Zusätzlich öffnete Österreich als erstes die Grenzen für flüchtende DDR- BürgerInnen, allein in den nächsten Tag reisten Zehntausende über Österreich in die BRD, dadurch war der „Eiserne Vorhang“ zum ersten Mal etwas gebrochen. Im Herbst 1989 begann die wirkliche Revolution. Am 1.8.1989 gingen Menschen in Berlin und Leipzig, aber auch in kleinen Städten, auf die Straße und forderten die Öffnung der Grenzen. 

Der entscheidende Moment war die Montagsdemonstration am 9.10.1989 in Leipzig, dort zogen 70.000 Menschen friedlich durch die Straßen bis vor die Stasi-Zentrale. Bei der Übermacht der Bürger kapitulierte die SED (damalige Partei der DDR) und es entstand eine offene Krise.

Die größte Demo war am 4.11.89, als sich in Leipzig eine halbe Millionen Menschen versammelten. Die SED genehmigte diese Demonstration, deren zentrale Forderung die Reisefreiheit war.

Am 7.11 trat Willi Stoph und das gesamte Politbüro der SED zurück.

Am 9.11 erarbeitete das Zentralkomitee der SED einen neuen Reise-Gesetzentwurf der dann an das Innenministerium geleitet, wo an den genauen Regeln gefeilt wurde. Gegen 19.00h verkündete Günter Schabowski, dass das Reisen in den Westen künftig für alle DDR-BürgerInnen möglich sei – auf Nachfrage erkläre er, die Regelung gelte „ab sofort“. Um 21:20h verließen die ersten Bürger die DDR über die Böhmer Brücke. Um 23:30h entschieden die Soldaten die Tore zu öffnen, die Mauer war gefallen und Deutschland wieder vereint.

Ganz aktuell dazu gibt es einen Song des Rappers Eko Fresh. „Gemeinsam mit seiner Community widmet Deutsch-Rapper Eko Fresh dem 30. Jahrestag des Mauerfalls den Song „1989“. Dafür rief der Musiker Jugendliche und junge Erwachsene dazu auf, ihre Gedanken, Hoffnungen und Wünsche anlässlich 30 Jahre Mauerfall zu teilen. In dem daraus entstandenen Song und Musikvideo sind auch seine eigenen Erfahrungen eingeflossen.“ (https://www.bpb.de/mediathek/300202/eko-fresh-1989)

Auch weisen wir euch an dieser Stelle auf die kostenlose App „Die Berliner Mauer“ hin.

http://www.chronik-der-mauer.de/171305/app-die-berliner-mauer

Ebenfalls will die App „MauAR“ die Teilung Berlins auf besondere Art und Weise erlebbar machen. „Augmented Reality (AR) macht es möglich, dich ein Stück weit in die Vergangenheit zu versetzen. Schau durch die Kamera des Telefons und sieh die Berliner Mauer und ihre Geschichte.“

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