„Ihr Standort wird berechnet“ – oder: wie die Navigation durch das Schuljahr gelingen kann

Da heutzutage die meisten Menschen ein Smartphone haben, scheint es so gut wie unmöglich, ver­loren zu gehen oder sich zu verirren. Schließlich hat man ja mindestens ein bis zwei Navigations-Apps auf dem Gerät. Damit vernachlässigen wir allerdings auch das Training unseres inneren, geo­gra­­phischen Orientierungs­sinnes, der zumindest mit Karte und Kompass noch gut weiterkäme.

Mir scheint, dass auch unser „Lebens“-Orientierungssinn immer wieder gepflegt und trainiert wer­den muss, um den richtigen Weg durch das Leben zu finden.

Wie man auf einer Wanderung immer mal wieder anhält, um zu schauen, wo genau man ist und wie der Weg weiter verläuft, so bietet auch die Schule solche „Anhalte“- und Orientierungspunkte. Gerade liegen die Sprechtage für Euch und Eure Eltern hinter uns. Sicherlich habt Ihr in Euren Ge­sprä­chen geschaut, wo und wie Ihr steht und was für den weiteren Weg durch das Schuljahr wichtig ist.

Aber nicht nur an den Sprechtagen ist es wichtig, insbesondere auf die eigenen Stärken und Ressour­cen zu schauen – ob sie nun das schulische oder außerschulische Leben betreffen. Im nächsten Schritt geht es dann aber auch an die Entwicklungsfelder: Welche Fächer oder Kompetenzen sind Felder, die noch oder noch intensiver beackert werden müssen?

Dazu ist es hilfreich, gut zu planen, um sich nicht zu überfordern.
Wo fange ich an?
Was will ich bis wann in Angriff nehmen?
Sind die gesetzten Ziele realistisch?
Wer kann mich unterstützen?

Es kann eine gute Hilfe sein, sich dazu tatsächlich einen großen Bogen Papier zu nehmen, und sich seine per­sönliche Planungskarte zu gestalten. Auf keinen Fall fehlen dürfen darauf Eure Kraft- und Mo­ti­va­tions­quellen – die Dinge, die Ihr gut könnt und die Euch auf dem Weg anspornen und er­mu­tigen. Genauso wichtig ist das Einzeichnen der Pausen- und Erholungspunkte. Vielleicht findet Ihr für den gesamten Weg auch ein motivierendes Symbol (Bild, Figur, etc.) oder Logo – so etwas wirkt direkt über unser Unterbewusstsein auf die Motivation.

Eure Klassen- und Fachlehrer*innen werden Euch bei der Navigation unterstützen, mit Euch auf Eure (Schuljahres-)Landkarte schauen und Euch helfen, dass Ihr Euren schulischen Orientie­rungs­sinn gut schulen könnt.

Solltet Ihr darüber hinaus Unterstützung benötigen, weil gerade durch persönliche oder schulische Probleme ein Hindernis im Weg liegt oder das Dickicht so dicht ist, dass der weitere Weg nicht zu erkennen ist, stehen wir Euch auch als Beratungsteam wie gewohnt gerne zur Seite.

Tobias Beckervordersandforth, Beratungslehrer und Coach (DGfC)

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