Neues vom Beratungsblogger

Das „Corona-Schuljahr“ geht zu Ende – von der Spannung zur Entspannung

Da wird erzählt, dass da jemand auf der Jagd unversehens in die Nähe der Einsiedelei des großen Mönchsvaters Antonius am Rande der oberägyptischen Wüste kam. Von Ferne sah er, dass der berühmte Abt Antonius mit seinen Mönchen zusammensaß und sich freund­­schaft­lich mit ihnen unterhielt, statt irgendeiner Arbeit oder geist­lich­en Übung nach­zu­gehen. Das verdross ihn sehr und er dachte: „Typisch Mönche! Sitzen faul herum und gehen keiner Arbeit nach.“ Antonius bemerkte den Fremden. Weil er dessen Missfallen wahr­nahm, wollte er ihm erklären, weshalb es wichtig sei, manchmal auch ganz ungezwungen schein­baren Nichtig­kei­ten nachzugeben.

Antonius sprach deshalb den Jäger an und bat ihn: „Lege einen Pfeil in deinen Bogen und span­ne ihn!“ Der Jäger tat das. Antonius aber sagte: „Spanne den Bogen noch mehr!“ und er spannte ihn. Ein drittes Mal forderte Antonius ihn auf: „Spanne ihn noch stärker!“ Da wider­sprach der Jäger und sagte zu Antonius: „Wenn ich den Bogen noch mehr spanne, dann bricht er.“ Da erwiderte Antonius: „Das gleiche, was du vom Bogen sagst, gilt für den Menschen. Wenn Menschen sich über ein gesundes Maß hinaus Belastungen zu­mu­ten, dann zerbrechen sie irgendwann daran. Immer wieder also müssen wir uns also der Be­lastung entziehen.

Nach wohl keinem Schuljahr sind Schüler*innen und Lehrer*innen so geschafft und „überspannt“, wie nach diesem Schuljahr, das wohlmöglich als „Corona-Schuljahr“ in die Geschichte eingehen wird.

Umso wichtiger ist es, die nächsten Wochen – so gut eben möglich, ob mit oder ohne in den Urlaub fahren – zu nutzen, dass Leib und Seele sich entspannen und regenerieren können. Da hilft sicherlich nichts so gut und bewährt wie das Zusammensein mit anderen Menschen, Bewegung, Natur, gute Bücher und schöne Musik, kreative Tätigkeiten was auch immer euer Gespür für euch selbst euch rät.

Für die Zeit der Sommerferien werden auch Frau Heitmann und ich uns als ESGBeratungs­team bis zum Beginn des neuen Schuljahres verabschieden. Dies tun wir aber nicht, ohne allen zu danken, die in diesem Schuljahr bei uns in der Beratung waren und uns ihr Ver­trau­en entgegengerbacht haben. Wir durften sehr viele intensive Wege mitgehen und spannende, manchmal herausfordernde, Prozesse begleiten und haben auch von euch, von Eltern und Kolleg*innen sehr viel Dankbarkeit und Wertschätzung für unser Engagement er­fahren. Wir freuen uns, auch im neuen Schuljahr wieder für euch da zu sein!

Für die Zeit der Sommerferien verweisen wir wieder auf eine Reihe von Hilfsangeboten, dass ihr – im Fall der Fälle – auch in den kommenden Wochen wisst, wo jemand da ist, der euch weiterhilft.

Ich wünsche euch und euren Familien eine schöne, entspannende und tiefgehend erhol­sa­me Ferienzeit! Bleibt gesund und passt gut auf euch auf!

Euer Tobias Beckervordersandforth,
Beratungslehrer und Coach (DGfC)

Hier eine Übersicht der wichtigsten Hilfsangebote

Nummer gegen Kummer                              116 111 ( Mo-Sa 14-20 Uhr)

https://www.nummergegenkummer.de

Telefonseelsorge                                           0800/111 0 111 oder 0800/111 0 222 oder 116 123

https://www.telefonseelsorge.de                (Tag und Nacht sowie am Wochenende besetzt)

Kinderschutz-Zentrum Gütersloh                 05241/903550    (09-15 Uhr)

                                                                       0157/36386650  (Terminvereinbarung per WhatsApp)

https://www.awo-kinderschutzzentrum.de/formulare/index.php?form_id=7687

Caritas Online-Beratung

https://www.caritas.de/hilfeundberatung/onlineberatung/kinder-jugendliche/

Mädchenhaus Bielefeld e.V.                         0521/21010  (Tag und Nacht besetzt)

https://maedchenhaus-bielefeld-onlineberatung.de/startseite.html

Wendepunkt                                                 05241/85249-1 (oder am Ende die -2 oder -3)

[Beratungsstellen für Kinder/Jugendliche bei sexualisierter Gewalt]

https://www.kreis-guetersloh.de/themen/jugend/hilfen-bei-erziehungsfragen/sexueller-missbrauch/

pro familia Gütersloh                                    05241/20450

https://profamilia.sextra.de

Polizei-Notruf                                                110 (in dringenden, akuten Notfällen)

Schulleitergruß zum Ende eines verrückten Schuljahres

Liebe Schülerinnen und Schüler,

mit diesem Schreiben (s. bitte Anhang) möchten wir euch herzlich zum Ende des Schuljahres und zu den verliehenen Zeugnissen gratulieren und euch für den Sommer alles Gute wünschen.

Herzlichen Dank auch für eure Solidarität und Hilfsbereitschaft untereinander, die sicherlicher zum erfolgreichen Abschluss des Schuljahres beigetragen haben

Ich wünsche euch nun zunächst gute Erholung von einem anstrengenden Schuljahr, einen schönen Sommer trotz Lockdown, Gesundheit und weiterhin viel Geduld und Glück!

Euer
Martin Fugmann


Wir haben ein neues Blog-Logo

Ganz viele Daumen hoch für diese Einsendung

Herzlichen Glückwunsch, Lisanne!
Glückliche BloggerInnen – Endlich ein frisches Logo!

Folgender Vorschlag erzielte den zweiten Platz:

Auch dir ein ein herzliches Dankeschön, Nicole!

Und auch dieses Kunstwerk hat uns gut gefallen und landet auf Platz drei:

Ebenfalls klarer Favorit – danke, Kendra!

Ihr seht selbst, das war eine ganz knappe Kiste!
Alle drei Platzierungen können sich über tolle Preise im nächsten Schuljahr freuen.

Das Gewinnerlogo zudem über vielfache Verbreitung des auf diversen schulinternen Utensilien!

Nicht vorenthalten wollen wir euch einige weitere tolle Einsendungen. Ihr habt uns echt „geflasht“ mit eurer Kreativität! Danke, danke, danke!!!

Nachhaltig und lecker essen – Gewinner des esg_nachhaltig Wettbewerbs

Wie ihr vielleicht mitbekommen habt, haben wir von „esg_nachhaltig“ ein kleines Gewinnspiel gemacht. Die Aufgabe war es, ein vegetarisches Gericht oder kleines Essen zu machen und uns dann ein Foto davon zu schicken. Wir wollten heute mit euch das Foto der Gewinnerin teilen, da wir finden, dass es das perfekte Beispiel für nachhaltige Ernährung ist.

Ihr seht ein selbstgebackenes Brot mit Gemüse, etwas Soße und Salat aus dem Garten. Wir finden es super, dass sie und ihre Familie selber Salat anbauen und auch das Brot selbst backen, anstatt es zu kaufen!

Danke auch an die anderen Einsendungen!

Das „esg_nachhaltig“-Team!

Schachmatt, aber spielen geht noch?!

Ferienangebot Schach

Hallo liebe ESGlerInnen,

soweit es die Lage erlaubt werde ich mit dem Gütersloher Schachverein ab der zweiten Ferienwoche zahlreiche Angebote  für Kinder und Jugendliche anbieten.

Die Übersicht habe ich in der Anlage beigefügt:


Über die Durchführung wird dann jeweils kurzfristig in engem Kontakt mit dem Fachbereich Schule (Herrn Schlede) und dem Fachbereich Jugend (Herrn Teckemeier) entschieden.
Die Teilnehmer der Schach-AG wurden bzw. werden von mir bereits gesondert informiert. Ich denke, das Angebot ist aber auch für weitere Schüler*innen interessant. Bei der Durchführung werde ich auch vom ESG-Schüler Abimanju Premachandran unterstützt.

Es grüßt
Rüdiger Mönig

Zwei Fliegen mit einer Klappe

oder: spannende Literatur meets spannende Gesprächskultur – Interview mit dem Stiftischen Debattierclub

Im Deutschunterricht der Klasse 7d wurde u.a. der Roman „Nennt mich nicht Ismael!“ (von Michael Gerard Bauer) bearbeitet.

Herr Ostermeier als betreuende Lehrkraft des Stiftischen Debattierclubs und ein Roman, in dem es um einen Debattierclub geht – na, das muss doch ein gutes Ende nehmen – auch für den Blog, denn wir erhielten kürzlich das folgende Interview, das eine Schülerin der Klasse 7 im Anschluss an die Lektüre mit dem ESG-Debattierclub geführt hat. Wir finden, da war ein echter Profi in Sachen Befragung am Werke und zudem freuen wir uns, dass damit natürlich auch auf eine tolle Art und Weise der Debattierclub mal wieder etwas „promoted“ wird. Vielleicht bekommt ja der ein oder die andere von euch Interesse, im nächsten Schuljahr daran teilzunehmen?!

Hier nun also das Interview:

Nachgefragt: Debattieren als neues Hobby nach den Sommerferien?

In dem Roman „Nennt mich nicht Ismael“ von Michael Gerard Bauer gründet eine Gruppe ziemlich unterschiedlicher Jugendlicher einen Debattierclub unter der Führung des klugen und selbstbewussten Scoby. Die Hauptfigur Ismael ist begeistert, traut sich jedoch zunächst nicht, selbst vor Publikum zu sprechen. Doch zusammen mit seinen eigenwilligen Debattier-Kollegen fasst er sich ein Herz und tritt nicht nur gegen andere Debattierteams an, sondern auch gegen Mobbing an seiner Schule. Der Roman wurde gerade von ein paar Schülerinnen und Schülern in der 7. Klasse gelesen. Doch worin liegt eigentlich der Reiz beim Debattieren? Lisa Haddenhorst aus der 7d hat Tobias Klinker, Kira Lomholt-Busch und Lauritz Klosterkamp vom Stiftischen Debattierclub ein paar Fragen gestellt. 

1. Frage: Was findet ihr am spannendsten am Debattieren?

 Kira: Ich finde am Debattieren die Frage spannend, wie man anderen am besten von seiner Sichtweise zu einem Thema erzählt, sodass sie auch davon überzeugt werden. Ich denke, das wird auch in der Zukunft noch nützlich sein. Außerdem interessiere ich mich auch für die politischen und sozialen Themen, über die wir diskutieren.

 Lauritz: Für mich macht das Debattieren spannend, dass es eine super Gelegenheit bietet, sich mit ganz verschiedenen Themen auseinanderzusetzen, mit denen ich mich vielleicht sonst nie beschäftigen würde. Sich Fragen zu stellen, deren Antwort oft nicht eindeutig ist und bei denen man verschiedene Aspekte abwägen muss, ist total interessant, weil es ein wichtiger Bestandteil jeder Gesellschaft ist: auf viele Themen in unserer Gesellschaft gibt es nicht eine spezifische Antwort, sondern viele Punkte, die berücksichtigt werden müssen. Zu debattieren heißt dann für mich, mich zu erklären, andere zu überzeugen und Informationen zu geben oder in einen Kontext einzubinden; aber auch anderen zuzuhören und sich auszutauschen. Das macht einfach Spaß, weil es sehr viel damit zu tun hat, mit anderen Menschen zusammenzukommen und sich über die Dinge, die eine*n bewegen, zu unterhalten.

 2. Frage: Für welches Alter könnt ihr Debattieren als Hobby empfehlen? 

Tobias: Das Debattieren kennt kein Alter. Unser Junior Debattierclub ermöglicht auch den jüngeren Schülern, sich mit spannenden Themen auseinander zu setzen und mit anderen interessierten Menschen das Debattieren zu üben.  

Einige Mitglieder des Stiftischen Debattierclubs

3. Frage: In dem Roman „Nennt mich nicht Ismael“ wird häufig in Zweier- bis Dreier-Gruppen debattiert. Ist das bei euch auch so? 

Tobias: Nein, bei uns gibt es zwei Gruppen: Pro und Contra. Dann halten beide Seiten abwechselnd Reden und tragen ihre Argumente vor. Das kann eine vorbereitete Rede sein oder ein spontaner Kommentar zu anderen Reden. 

4: Frage: Was ist das wichtigste, was man beim Debattieren beachten sollte?

Es gibt meiner Ansicht nach 3 wichtige Tipps:

1: Frei sprechen: Eine frei vorgetragene Rede ist viel überzeugender und dir hören mehr Leute zu

2: Gute Argumente: Argumente stützen deine Rede und sorgen dafür, dass du die Zuhörer auf deine Seite ziehst.

3: Locker bleiben: Trage einfach so vor, wie du es für richtig hältst. Man kann noch so gute Argumente haben, wenn man sie nicht richtig rüberbringt. Dazu muss man locker bleiben und das geht am besten, indem man seine Rede frei schreibt. 

5. Frage: Scoby bringt seinen Debattierclub dazu, an Wettbewerben teilzunehmen. Gibt es solche Wettbewerbe mit Halbfinale und Finale auch in echt?

Ja, es gibt mehrere Debattierwettbewerbe, Lokal sowie bundesweit. Der größte Wettbewerb ist „Jugend debattiert“, auf den wir hinarbeiten und bei dem wir eines Tages gerne einmal teilnehmen würden. Uns ist aber wichtig, uns jede Woche in der Gruppe zu treffen und auszutauschen. Wir sehen es daher sehr entspannt und wollen nicht zwingend an Wettbewerben teilnehmen. Der Spaß ist uns sehr wichtig.

6. Frage: Ismael traut sich zunächst nicht, vor mehreren Menschen zu sprechen, tritt aber dann über seinen Schatten. Debattiert ihr auch vor Publikum?

So geht es vielen. Deshalb ist es hilfreich, vor kleinerem Publikum jede Woche zu üben und sicherer zu werden. Wir im Debattierclub verstehen uns untereinander sehr gut, was eine lockere Atmosphäre schafft und es somit leichter macht, sich zu überwinden.

7. Frage: Kann man vor einer Debattierrunde auch einfach einen Vortrag vorbereiten und dann vorlesen? 

Ja, das ist natürlich möglich und so machen es auch die meisten. Wichtig ist aber, dass man den vorgeschriebenen Text frei vorliest, damit man überzeugender ist.

8. Frage: Wie kann man bei euch das Debattieren lernen (Ort, Zeit usw.)?

Der Debattierclub trifft sich jeden Donnerstag von 13:30 Uhr bis 14:15 Uhr in der Aula. Vorher einigen wir uns auf ein Thema und debattieren dann darüber. Und wenn wir nicht in der Schule sein können, treffen wir uns digital – klappt auch super. Es gibt außerdem einen Junior- Debattierclub für die Klassen 5-8. Die treffen sich jeden Dienstag in der 7. Stunde.

 Der Debattierclub hat das Image einer Elite-Gruppe und der Politik-Asse. Das ist aber gewiss nicht so. Wir sind alle interessiert an politischen und gesellschaftlichen Themen, Sport ist aber auch ein großes Thema. Wenn ihr daran interessiert sein, kommt gerne vorbei und schaut euch unser Treffen an oder schreibt mich, Tobias Klinker, an unter: tobias.klinker@esg-students.de  oder Malin Kissing unter: malin.kissing@esg-students.de

Wir freuen uns auf euch, 

Der Stiftische Debattierclub

Sofia geht – Arne kommt – Stabübergabe erfolgreich gemeistert

Bloggerin Melanie berichtet

Sonntag, 15:00Uhr, Stadtpark …

… drei Wochen früher und ohne Corona wären das die Eckdaten für das Posaunenchor Pfingstkonzert mit Stabübergabe gewesen. Mit Corona wurde das Konzert abgesagt und die Stabübergabe auf das vergangene Wochenende gelegt, allerdings nur im kleineren Kreis. Auch, wenn das Ganze etwas spontan geplant war, haben es (fast) alle geschafft zu kommen, um sich von Sofia zu verabschieden und Arne als neuen Präsiden zu begrüßen. Beide haben sich in einer kurzen Rede bedankt, und ich denke auch wir können uns bedanken, für die Zeit mit Sofia und dafür, dass Arne ihr Amt übernimmt. 
Für die Zukunft müssen wir jetzt erstmal alle abwarten, ob wir nach den Ferien wieder proben können und dementsprechend, ob es 2020 immerhin ein Konzert zu Weihnachten gibt. Noch wichtiger und interessanter wird aber 2021, denn in diesem Jahr feiert der Posaunenchor sein 150. Jubiläum. Es kommen also noch einige Aufgaben und Ereignisse auf unseren 97. Präsiden zu und wie wir gesehen haben, muss man sich selbst von Corona nicht alles verderben lassen. 

Die Übergabe – Stab als „Abstandshalter“ 🙂 )