Tag 5 – ESG@Home

Heute schreiben Paula und Liva, wie es so läuft mit dem ESG@Home:

Paula, Klasse 6

Mein Tag begann wie immer in der letzten Woche. Die ganze Aufregung hat sich gelegt und es wird langsam immer normaler, mit Nerdl zu arbeiten. Anfang der letzten Woche bekam ich ständig Nachrichten und auch in unserem Nerdl-Klassenchat kamen ständig welche. Natürlich fühlt es sich anders an, nicht mehr morgens zur Schule fahren zu müssen, sondern am Rechner zu sitzen, aber es ist eine gute Alternative dazu. In Englisch können wir unsere Aufgaben gleich über die Dropbox hochladen, oder wir schreiben sie in den Editor. Die Aufgaben im Workbook fotografieren wir ab, in Mathe sollen wir das ganze im Heft machen. Für die Themen, die wir neu lernen müssen, sehen wir uns Videos an und natürlich können wir alles im Buch nachlesen. Zwischendurch gab es bei mir Probleme mit dem Internet, die zum Glück schnell behoben waren. Aufgaben, bei denen man kreativ sein kann, mag ich persönlich am liebsten, obwohl sie bei mir meistens etwas länger dauern.  Ein klarer Vorteil beim Homeoffice ist die Nervennahrung, bei mir Schokolade, die man ja in der Schule nicht so viel essen kann. In den Pausen gehe ich meistens raus in den Garten, so wie ich in der Schule auf den Schulhof gehe. Drei Wochen sind eine lange Zeit, da ist es gut, dass wir das meiste online erarbeiten können. 

Liva, EF

Die erste Woche ESG@home ist bereits vorbei und langsam bemerkt man die Schattenseiten des Zuhause-Bleibens und des Nicht-in-die-Schule-müssens. Wenn man im Unterricht vielleicht im Plenum diskutiert hätte, schreibt man jetzt eine Argumentation und wenn man in Partnerarbeit die Formeln reduziert hätte, sitzt man jetzt allein vor dem Rechner. Auch Projektarbeiten werden sehr unterschiedlich definiert, während ich in Geschichte ein Essay oder Podcast schreiben soll, denke ich mir in Sowi ein Zukunftsunternehmen aus und in Englisch machen wir gerade Gruppenarbeit (*nein, das ist kein Witz). Natürlich hat das ganze auch viele Vorteile.

Ich kann morgens meinen Kater während den ersten beiden Stunden Pädagogik streicheln und mir in Englisch jederzeit Musik anmachen oder frühstück holen. Ich kann jederzeit mit meinen Freunden schreiben – solange ich die Aufgaben am Ende der Stunde hochlade und habe auch so viel mehr Freiheiten, die ich in der Schule nicht hätte. Dies führt jedoch zu einer Probe meiner Disziplin, nicht ans Handy zu gehen, anstatt Aufgaben für das Fach zu machen welches ich „…doch eh abwähle und es wird auch nicht bewertet“.  Auch wünsche ich mir den normalen Unterricht wieder zurück, dies ist natürlich die beste Möglichkeit für unsere Situation, jedoch ist es mir sehr viel lieber, wenn mir etwas über ein Thema erzählt/erklärt wird, als das ich mir einen ellenlangen Text durchlese oder mir vier Videos angucke, die es dann doch alle unterschiedlich machen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.