Was war los in der Woche 07.09.20 – 13.09.20?

Da die Welt der Nachrichten mittlerweile nicht mehr nur von Corona dominiert wird denke ich, es ist an der Zeit, eine alte Kategorie hier auf dem Blog wiederzubeleben: Die wöchentliche Frage „Was war los in Gütersloh, Deutschland und der Welt?“.

In NRW finden heute (Sonntag) die Kommunalwahlen statt. Es werden Bürgermeister, Stadtrat, Kreistag und Landrat gewählt und alle ab 16 sind stimmberechtigt. Wegen der Klimakrise und Corona waren viele Menschen unzufrieden mit der Politik und können jetzt versuchen, einen Wechsel zu bewirken. Hier in Gütersloh gibt es außerdem Streit um eine Wahlkampfaktion der Jusos, in der Plakate für den momentanen Landrat Sven-Georg Adenauer mit dem Zusatz „präsentiert von Clemens Tönnies“ versehen wurden. Adenauer hatte daraufhin die Polizei mit dem Abhängen beauftragt, jetzt wird kritisiert ob dies rechtlich in Ordnung ist, da die Polizei eigentlich politisch neutral sein sollte.

Auch, wenn Corona nicht mehr alle Meldungen beherrscht, hat es bereits eine weitere Krankheit in die Schlagzeilen geschafft: Die Afrikanische Schweinepest. Am Montag wurde bei einem toten Wildschwein in Brandenburg der entsprechende Erreger nachgewiesen, dies ist der erste Fall in Deutschland. Die Afrikanische Schweinepest ist zwar für Menschen ungefährlich, führt aber sowohl bei Wild- als auch Hausschweinen in ca. einer Woche zum Tod. Außerdem ist sie sehr ansteckend. Um die weitere Ausbreitung und auch eine Einschleppung in die Landwirtschaft zu verhindern, wurden spezielle Zonen eingerichtet, in denen jetzt verstärkt Wildschweine gejagt werden und Zuchtschweine keinen Auslauf mehr bekommen dürfen. Die Wirtschaft fürchtet einen großen Schaden, denn China hat als einer der größten Käufer bereits ein Verbot für deutsches Schweinefleisch verhängt.

In der Nacht von Dienstag ist das Flüchtlingslager Moria auf Lesbos (Griechenland) komplett niedergebrannt. Viele der über 12.000 Bewohner leben jetzt zwischen den Trümmern, auf der Straße oder in einem nahen Wald. Es soll allerdings niemand verletzt worden oder gestorben sein. Es gibt allerdings große Streitigkeiten bei der Frage, wie man den Menschen helfen soll. Mehrere deutsche Städte haben bereits angeboten, Geflüchtete aufzunehmen, bis jetzt hat sich aber insbesondere der Innenminister Horst Seehofer (CSU) dagegen ausgesprochen. Man wolle nach einer europäischen Lösung suchen und die Menschen in der EU verteilen, so wie dies bereits mit 400 unbegleiteten Jugendlichen geschehen ist. Politiker von den Grünen, der Linken und der SPD kritisieren dies und fordern, mehr Menschen aufzunehmen. Auch aus der Bevölkerung kommen die Forderungen, zum Beispiel fand vor dem Bundestag eine Aktion statt, bei der 13.000 Stühle für die freien „Plätze“ in unsere Gesellschaft stehen sollten.

~ Bloggerin Melanie

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