Der Distanzunterricht und wir

Wie läuft das Distanzlernen – Eindrücke nach Woche 2 in 2021?

Auch heute – am Ende der zweiten Woche im Distanzlernen – haben wir einige Stimmen (und Bilder 🙂 ) sammeln können. Vielleicht findet ihr euch und eure Stimmung irgendwo wieder? Mit diesen Eindrücken verabschieden wir euch ins Wochenende!

Mareike (Klasse 8):
Über das Distanzlernen kann ich an unserer Schule nichts Schlechtes berichten, da wir schon mehrere Jahre mit der eigenen Schulplattform „nerdl“ arbeiten und ich finde, dass der Distanzunterricht sehr gut funktioniert. Das liegt aber nicht nur an der Plattform, sondern auch an der Organisation unsere Schule mit Tablets und Laptops. Jeder Schüler/jede Schülerin weiß mit einem Laptop umzugehen. Aber nicht nur, dass wir Aufgaben bekommen und bearbeiten ist an unserer Schule wichtig, sondern auch das Stellen von Fragen und die Klärung von Unklarheiten. Auch das funktioniert sehr gut, da man die LehrerInnen jeder Zeit per Kopano oder nerdl erreichen kann. Aber auch die Zoom Meetings tragen dazu bei, dass man im ständigen Kontakt mit den LehrerInnen und MitschülerInnen steht. 

Frau Juergenliemke:
Wie ist der Unterricht derzeit für Sie?
Merkwürdig. Mir fehlt der Kontakt mit den Schülerinnen und Schülern und allen anderen am ESG. Selbst die 90 Minuten
Autofahrt zur Schule fehlen mir doch, einfach weil ich mit Frau Liebner zusammen jeden Tag gefahren bin (und sie oft selbstgebackene Kekse dabei hat). Trotzdem genieße ich auch die gewonnene Schlafenszeit und ich finde es toll, wie gut die Klassen und Kurse arbeiten und auch Spaß haben. Zudem ist die Kleidung unterhalb des Schreibtisches doch recht bequem.
Wen möchten Sie noch grüßen?
Grüßen möchte ich selbstverständlich alle ESGler, ob SchülerIn oder MitarbeiterIn. An meine Klassen und Kurse: Seht es mir nach, wenn ich teilweise lange NERDL-Texte geschrieben habe. Mir fehlen die Gespräche mit euch und als Lehrkraft hat man ein gewisses Kommunikationsbedürfnis. Ich gelobe Besserung!

Frau Rapp:
Die größte Änderung zum Distanzlernen für mich persönlich ist tatsächlich, dass jetzt auch ein Erstklässler hier zu Hause beschult werden muss 🙂 Meine SchülerInnen sehen ihn ab und an mit seinen Heften und den dazugehörigen Fragen in ein Zoom-Meeting platzen. Ansonsten finde ich, dass alles ganz schön professionell läuft – nein, ich sage nicht, dass es in meinen Stunden immer professionell läuft oder alles super toll ist – auch ich schreibe oft zu viel bei nerdl, gerne überziehe ich auch mal und man zeigt mir dezent die Uhr in die Kamera, dann hat auch schon mal das Teilen des Bildschirmes versagt und auch an der Menge der Aufgaben muss ich sicher arbeiten. Ich finde es aber toll, dass all´ dies einfach ganz offen angesprochen wird. Dafür sind die Individualgespräche ja auch da. Aber ich bekomme auch viele Nachfragen über Kopano, an denen ich sehe, was den einzelnen/ die einzelne SuS gerade so beschäftigt. Auch merke ich manchmal sogar besser, wo es hakt oder – und das ist natürlich besonders erfreulich – wie toll da gelernt wird, wie talentiert und kreativ einige SchülerInnen sind und werden. (*Als Beispiel dafür verlinke ich euch hier mal ein Metapher-Memory, dass in Klasse 6 diese Woche entstanden ist. Vielleicht habt ihr ja mal Lust, es zu spielen?!) Das Lernen geht weiter und was noch wichtiger ist: Wir bleiben alle in Kontakt. Ich bekomme in den Vieraugengesprächen oder in Umfragen oft zurückgespiegelt, wie sehr sich alle nach Begegnung und Normalität sehnen. Den Satz „Wenn Corona vorbei ist, mache ich …“ haben in dieser Woche einige SechstklässlerInnen beantwortet. Die Antworten zeigen, dass es gar nicht immer die „fette Party“ á la Sarah Connor oder große Reise o.ä. ist. „Eine Übernachtung bei meinem Freund“, „ein Bummel durch die Stadt mit der Freundin“, „ich will Opa und Oma mal wieder besuchen“ – wir wollen unsere Selbstverständlichkeiten zurück (ich zum Beispiel möchte gern mal wieder mit meiner WG im ESG zusammen im LZ sitzen). Zu dem Satzanfang „Das Gute an Corona ist …“ ist uns übrigens nicht viel eingefallen. Jetzt fällt´s mir aber ein: Wir lernen diese Selbstverständlichkeiten wieder mehr schätzen! Übrigens führen auch wir in der Familie schon so eine „Nach-Corona-To-Do-Liste“. Ich denke, wir fangen mit dem Dinosaurier-Museum an – auch als kleine Entschädigung für denjenigen, der mit seinen Heften und Fragen im Moment immer erstmal warten muss, weil Mama im Zoom hockt 🙂 .

Herr Tonk:
Bisher klappt es super und ich würde sagen, dass alle (!) super diszipliniert arbeiten, sogar wenn ich heimlich in Breakoutrooms komme 🙂 Die Aufgaben werden auch vernünftig bearbeitet. Alle haben aus dem ersten Lockdonw gelernt und stehen in gutem Kontakt zu mir. Das macht es für mich einfach und dafür möchte ich mich bei allen SuS total herzlich bedanken!

Frau Kämpken:
Dienstagmorgen, 8:05Uhr – Frau Kämpken kommt ins Zoom Meeting der 5b. Aber was ist das? Zwanzig Schülerinnen und Schüler sind schon da, alle sind still und hören gespannt zu. Bendt erzählt nämlich gerade einen witzigen Sketch – genau das Richtige an so einem grauen Dienstagmorgen. Damit danach auch alle wach werden, spielen wir das „Hol-Spiel“: „Hole etwas Geheimnisvolles, das die Anderen erraten müssen!“ Nach ein paar ersten Versuchen ist das richtig spannend und viele Kinder raten mit. Eine Knoblauchreibe? Sofort erkannt. Aber was ist in dieser länglichen, roten Schachtel aus China? Der nächste Auftrag ist einfacher: „Hol etwas Flauschiges!“ Und auf einmal sind 26 neue Schülerinnen und Schüler in der 5b, die bellen, wiehern, trompeten und brüllen. Ich freue mich schon auf den Zoom am nächsten Dienstag! 

Herr Rudolf beschreibt seine Woche mit Memes:

Und wenn auch ihr euch mal etwas von der Seele schreiben wollt, wie es bei euch so läuft im Distanzlernen, oder wenn ihr auch etwas Tolles ausprobiert oder erstellt habt, dann meldet euch doch bei uns und euer Text steht dann genau hier am nächsten Freitag. Schreibt an blog@esg-guetersloh.de. Wir freuen uns!

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