Höhepunkt einer grünen Erfolgsreise am ESG
Während es gestern in der 3. und 4. Stunde auf dem Schulhof laut und ein bisschen chaotisch wurde, haben Manuel, Melina, Lisa und Paula vom Blog sich in unsere neue, grüne Schuloase zurückgezogen – in den Schulgarten! Dort haben sie sich mit Frau Jürgenliemke, Herrn Brendt, Herrn Ostermeier und unserem Schulimker Herrn Immer zum Interview im „grünen Klassenzimmer“ verabredet, um am Tag des Schulgartens mehr zu erfahren über den Start, die Genese und die weiteren Planungen dieses Projekts.

Das große, grüne Interview
- Wie wird der Schulgarten genutzt werden? – ist er vielleicht sogar eine Option für die Pausen?
Für Pausen ist der Schulgarten erstmal nicht angedacht, da diese Art der Nutzung aufgrund von einigen Problemen, wie z.B. der Frage nach einer Pausenaufsicht, aktuell nicht realisierbar wäre. Dafür ist es jedoch geplant, dass Lehrer den Garten für ihren Unterricht buchen können. Also könnten Lehrer in diesem „grünen Klassenzimmer“ ganz normal Unterricht machen.

2. Wie sahen die letzten Wochen aus, in denen sie an dem Garten gearbeitet habt?
Mit der Arbeit an dem Garten haben wir als Garten-AG Anfang dieses Schuljahres begonnen. Während dieser Zeit haben wir uns darum gekümmert, Beete zu bepflanzen und den Schulgarten schön einzurichten. In den letzten Wochen haben wir z.B. ein Beet mit Kürbissen angelegt. Meistens überlegen wir Lehrkräfte uns, bevor wir uns mit der Garten-AG treffen, was getan werden muss. Wir freuen uns jedoch auch, wenn Schüler*innen Ideen miteinbringen.

3. Sind sie aktuell auf der Suche nach neuen Mitgliedern? Wie kann man mitmachen bzw. wo und wann trifft sich die Garten-AG?
Wir freuen uns immer über neue Mitglieder, die zuverlässig sind und regelmäßig kommen möchten. Das Praktische an der Garten-AG ist, dass man kein Vorwissen benötigt, um mitzumachen. Wir treffen uns immer donnerstags in der 7. Stunde für 30-60 Minuten. Während der Winterzeit haben wir uns immer in der „ÜMI-Sonne“ getroffen. Momentan machen wir dies jedoch in dem Schulgarten hinter der Mensa.

4. Was werden hier für Pflanzen angebaut und wie werden diese verwertet?
In dem Schulgarten bauen wir hauptsächlich Obst, Kräuter und Gemüse an. Die Ernte verwenden wir zum einen dafür, dass wir die Pflanzen, welche im Winter eingehen, im Frühjahr neu anpflanzen können. Zum anderen können wir diese auch auf dem Schulhof verkaufen, am Tag der offenen Tür oder beim Erntedankfest verschenken.

5. Was ist ihr persönliches Highlight des Gartens?
Frau Jürgenliemke: Mein persönliches Highlight des Schulgartens ist die Kräuterschnecke. Diese ist ein Beet, welches mithilfe von Steinen in eine Schneckenform gebracht wurde, einen Miniteich besitzt und mit Kräutern bepflanzt wurde.

Herr Ostermeier: Mich persönlich hat es sehr beeindruckt, dass an einem Sonntag um 7 Uhr über 20 Schüler*innen zur Garten-AG gekommen sind, um bei dem Aufbau des Geräteschuppens mitzuhelfen.

6. Wie kümmert ihr euch in nächster Zeit um den Garten, gibt es irgendwelche Pläne?
Wir wollen uns auf jeden Fall noch mehr mit dem Thema Bewässerung beschäftigen, so dass wir diesen Bereich vielleicht sogar automatisieren können. In dem Schulgarten gibt es einige Sandflächen und noch andere leere Bereiche. Diese wollen wir noch in nächster Zeit bepflanzen. Dabei ist aktuell ein „wilder Garten“ geplant. Ebenfalls könnten Schüler*innen aus den Physikkursen berechnen, wie viel Strom Solarzellen auf dem Dach produzieren könnten, um diesen für den Schulgarten zu nutzen. Hiermit könnte man z.B. eine automatische Bewässerungsanlage bauen, welche dann von Schüler*innen aus den Informatikkursen programmiert werden könnte.

7. Ist schon etwas für die Sommerferien geplant, damit in dieser Zeit die Pflanzen nicht vertrocknen?
Für diese Sommerferien haben wir Gießdienste an diejenigen verteilt, welche gerade nicht im Urlaub sind. Zum Thema gießen: Seit 2-3 Tagen haben wir einen Gartenschlauch, der uns beim Gießen unterstützt. Dieser erleichtert uns nun die Arbeit, nachdem wir früher Gießkanne verwenden mussten.

8. Wie finden sie es, dass es hier Bienen gibt?
Meiner Meinung nach sind die Bienen ein wichtiger Bestandteil des Gartens. Sie können z.B. die Pflanzen hier bestäuben. Momentan haben wir zwei Bienenvölker, welche getrennt voneinander leben. Eine Erweiterung dieser ist aktuell nicht vorgesehen.

9. Die Materialien für die Garten-AG sind teilweise relativ teuer. Daher stellt sich uns die Frage, wie diese finanziert werden.
Viele unserer Materialien wurden von den folgenden Firmen, Fördervereinen oder Personen gespendet: Stauden Setter; Förderverein; Reifen Kamps haben uns die Hocker zur Verfügung gestellt; Lohnunternehmen Kleinewietfeld; Klima.daten.schule; Durch das Förderprogramm „Aufholen nach Corona“ haben wir die Tische und Bänke erhalten; Beete haben wir von Schüler*innen und Lehrer*innen; Die Bienen haben wir von Herrn Irmer und von Kleinanzeigen haben wir ebenfalls einige Geschenke erhalten

Für diejenigen, die an der Garten-AG interessiert sind, haben wir hier noch einmalmal die wichtigsten Informationen zusammengefasst:
- Treffpunkt: Schulgarten
- Donnerstag 7. Stunde
- Kein Vorwissen notwendig
Wir gratulieren der gesamten Garten-/ Bienen – Crew zu diesem außergewöhnlichen Erfolg und sind gespannt, wie das Projekt weitergeht!