„Indien ist so viel mehr“

Einblicke und Impressionen von einer Reise der ganz besonderen Art

In der zweiten Woche der Weihnachtsferien ging es für uns auf eine ganz besondere Reise: Gemeinsam machten wir uns auf den Weg nach Indien. Begleitet wurden wir von Frau Jürgenliemke, Frau Bansmann und Herrn Fugmann. Insgesamt verbrachten wir dort 14 spannende Tage voller neuer Eindrücke, Begegnungen und Erfahrungen.

Mehrere Teilnehmerinnen und Teilnehmer berichten in den kommenden Beiträgen von ihren Erlebnissen und schicken Fotos, um euch einen möglichst lebendigen Eindruck unserer Reise zu geben. Diese besonderen Momente wollen wir euch natürlich nicht vorenthalten – viel Spaß beim Lesen und Mitreisen!

„Eine andere Welt“

Unbekannte Sprache, fremdes Essen und eine neue Kultur – eine andere Welt. Was zuerst sehr einschüchternd ist, entwickelt sich zu einzigartigen und wunderschönen Erfahrungen. Die indischen Menschen hier sind unfassbar großherzig und gastfreundlich und haben uns mit größter Freude empfangen. Die Gastfreundlichkeit in Indien ist kaum in Worte zu fassen, vor allem gegenüber uns Europäern. Es gibt nur sehr wenige Touristen in Chennai, wir sind für die Inder also eine echte Attraktion und sie freuen sich unheimlich uns zu sehen. Uns wird regelmäßig zugewunken und wir werden oft nach Fotos gefragt. Hauptsächlich von Eltern, die uns mit ihrem Kind fotografieren wollen, da sie uns als eine Art Glücksbringer betrachten. Die Familien selber sind unglaublich hilfsbereit und bieten uns alles für unseren Comfort. Sie richten ihren ganzen Alltag nach uns aus und lesen uns jeden Wunsch von den Lippen ab. Wir verstehen uns alle sehr gut mit unseren Familien und auch mit unseren wunderbaren indischen Austauschschülern. Wir sind bereits zu einer echt tollen Gruppe zusammengewachsen und verstehen uns sehr gut. Das Alltagsleben sieht anders als in Deutschland aus, es ist echt schön, wenn man sich drauf einlassen kann. Wir werden zu nichts gezwungen, aber wir sind echt glücklich, all das indische Essen probieren zu dürfen und ihren Alltag kennenzulernen. Z.B. das Essen mit der Hand (obwohl wir uns echt schlecht anstellen,)Das Essen ist echt lecker und vielfältig (mit viel Reis) und die Inder achten ganz penibel darauf, dass das Essen nicht zu scharf ist und es uns schmeckt – und vor allem, dass wir satt werden. Fast alle haben ein Zimmer und ein Badezimmer für sich alleine zur Verfügung – mit Klimaanlage, denn hier sind konstant ca. 29 Grad. Die Familien, in denen wir untergebracht sind, leben in Wohlstand. Sie haben ausgesprochen schöne und hygienische Häuser, in denen oft die ganze Familie wohnt.
Es gibt hier einen großen Kontrast zwischen der Armut und dem Schmutz auf den Straße und der farbenfrohen Gestaltung der Stadt, die die Lebensfreude der Menschen widerspiegelt. Die Straßen sind immer voll, größtenteils mit Rollern, aber auch mit Tuk-Tuks und Autos. Der Verkehr ist abenteuerlich, da jeder einfach fährt wie er will. Was am Anfang echt angsteinflößend ist, wird schnell zum Alltag.
Inder sind sehr religiös, der Großteil ist hinduistisch und daher gibt es viele wunderschöne Tempel hier. Auf der Straße sieht man immer Menschen mit aufgemalten Bindi (dem Punkt zwischen den Augenbrauen) und Frauen in bunten Sarees. Sarees sind traditionelle Trachten/Kleider die getragen werden und vor alle aus einem aufwendig gewickeltem Tuch bestehen und sehr schön aussehen.
Was wir in den wenigen Tagen Aufenthalt gelernt haben, ist, dass man sich auf jede Situation einlassen muss. Denn dieses Land und diese Kultur habe so viel zu bieten und es gehört zum Lernprozess, ihnen und einem selber eine Chance zu geben. Die Erfahrungen und Freundschaften, die wir hier sammeln, sind lebenslang, wunderschön und unfassbar wertvoll.

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Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage: Kurz erklärt

Unsere Schule kann Teil des Netzwerks „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ werden. Dafür müssen mindestens 70 % aller Schulmitglieder (Schüler*innen, Lehrkräfte und Mitarbeitende) in einer geheimen Abstimmung zustimmen.
Das Schild ist keine Auszeichnung und bedeutet nicht, dass es bei uns keinen Rassismus gibt. Es ist ein Versprechen, sich aktiv gegen Diskriminierung und Ausgrenzung einzusetzen.

Wer zustimmt, erklärt:

  • Ich setze mich gegen Rassismus und andere Formen von Diskriminierung ein.
  • Ich schaue nicht weg, wenn jemand beleidigt, ausgeschlossen oder unfair behandelt wird.
  • Unsere Schule macht jedes Jahr Projekte und Aktionen zu diesem Thema.

Ziel ist ein respektvolles und offenes Miteinander an unserer Schule.

Am kommenden Mittwoch 21.1. und Donnerstag 22.1. könnt ihr mit eurer Stimme entscheiden, ob unsere Schule diesem Netzwerk beitreten soll. (*Ihr werdet an den Tagen vormittags während des regulären Unterrichts nach Plan euren Lehrkräften zur Abstimmung in die Aula begleitet. Jede/r soll nach Möglichkeit einen Stift mitbringen.)