Am 21. Februar war der internationale Tag der Muttersprache – ganz offiziell hat die UNESCO diesen Tag als Gedenktag bestimmt. Ziel dabei ist es, „die sprachliche Vielfalt weltweit und mehrsprachigen Unterricht zu fördern“, so bei UNESCO nachzulesen.
Wir möchten diesen Tag als Anlass nehmen, um nochmal auf eine ganz tolle Aktion der Französisch-Fachschaft (und vieler engagierter Schüler:innen) verweisen:
Ghazal berichtet:
Anlässlich des deutsch-französischen Tages haben sich die Französischkurse der 9. Klassen etwas Besonderes für die 8er – und eigentlich für alle Interessierten – überlegt. Neben einem Crêpes-Verkauf, der schon von weitem nach Frankreich duftete, gab es mehrere interaktive Stände, an denen man nicht nur zuschauen, sondern selbst mitmachen konnte.

Ein Highlight war das Speed-Dating auf Französisch. Hier mussten die Teilnehmenden eine Minute lang frei über ein vorgegebenes Thema sprechen – auf Französisch natürlich. Für viele eine kleine Überwindung, aber auch eine gute Übung, einfach draufloszureden. Und wer besonders mutig oder kreativ war, konnte sogar etwas gewinnen – zum Beispiel kleine Preise rund um das Thema Schule.

Am Stand mit dem Titel „Qui suis-je ?“ drehte sich alles um das bekannte Spiel „Wer bin ich?“. Mit kleinen Hinweisen musste man herausfinden, welche berühmte Persönlichkeit aus der französischen Geschichte oder Kultur gemeint war. Spielerisch wurde hier Wissen abgefragt – und erweitert.
Auch geschichtlich wurde es spannend: Ein Stand beschäftigte sich mit wichtigen Ereignissen der deutsch-französischen Beziehungen. In kleinen Aufgaben ging es darum, zentrale Momente der Geschichte richtig zuzuordnen und ihre Bedeutung zu verstehen. Besonders im Fokus stand dabei der Élysée-Vertrag, der die Freundschaft zwischen Deutschland und Frankreich offiziell besiegelte. Dieser wurde sogar von Schülerinnen und Schülern nachgespielt – eine kreative Art, Geschichte lebendig werden zu lassen.

Zur Einordnung: Der Élysée-Vertrag wurde 1963 von dem deutschen Bundeskanzler Konrad Adenauer und dem französischen Präsidenten Charles de Gaulle unterschrieben. Nach vielen Kriegen zwischen Deutschland und Frankreich – besonders nach dem Zweiten Weltkrieg – sollte dieser Vertrag die Freundschaft zwischen den beiden Ländern stärken. Seitdem arbeiten beide Länder politisch, wirtschaftlich und kulturell eng zusammen. Der Vertrag gilt als wichtiger Schritt für den Frieden in Europa.

Wer es knifflig mochte, konnte sich außerdem am Memory-Spiel zu Mengenangaben versuchen – hier wurden französische Begriffe rund ums Thema Essen und Einkaufen spielerisch trainiert.

Der Tag hat gezeigt: Französisch ist nicht nur Vokabeln lernen und mit Grammatik gequält werden, sondern kann auch Spaß machen – besonders, wenn man selbst aktiv wird. Und mit einer warmen Crêpe in der Hand fühlte sich das Ganze fast ein bisschen wie in Frankreich an.