Erfolgreiche Stimmen bei Jugend musiziert

Habt ihr euch schon einmal gefragt, wie es sich anfühlt, bei „Jugend musiziert“ auf der Bühne zu stehen? Vor einer Jury zu singen? Stundenlang zu proben – und dann alles in wenigen Minuten zeigen zu müssen?

Drei Schüler:innen unserer Schule wissen genau, wie das ist: Ina Sauermann (EF) und Moritz Sandmann (EF). Auch Christian Iding (9d) war erfolgreich dabei, konnte amInterview aber leider nicht teilnehmen.

Der Regionalwettbewerb fand am 24. und 25. Januar 2026 in der Musikschule Bielefeld statt. Den ganzen Tag wurde musiziert, bewertet und in Einzelgesprächen  Rückmeldung gegeben.

Und? Hat sich die Mühe gelohnt?

Beide: Definitiv!

Ina: Auf jeden Fall! Ich habe den einen ersten Preis mit Weiterleitung zum Landeswettbewerb in Dortmund erreicht, wo ich dann am 22. März nochmal um den Einzug in den Landeswettbewerb in München antreten darf. 

Moritz: Ich habe nur einen zweiten Preis erreicht, somit wird auch der Zusatz mit der Weiterleitung eher irrelevant.

Wie bereitet man sich auf so etwas vor?

Moritz: Im Sommer wurde ich von meinem Gesangslehrer Christian Yang aus dem Knabenchor Gütersloh angesprochen. Dann haben wir statt der üblichen 45 Minuten Unterricht auch mal deutlich länger gearbeitet, in den Ferien sogar 4-5 Mal pro Woche und manchmal fast drei Stunden am Stück. Außerdem haben wir vor dem Vortrag auch gezielt das Auftrittsszenario geübt. In den Ferien sogar 4-5 Mal pro Woche während der Schulzeit 2-3 Mal pro Woche. 

Ina: Ich habe früher die Choralsingschule, das Pendant zum Knabenchor, besucht, singe jetzt im Bachchor und bekomme Gesangsunterricht bei Bettina Pieck. Die Probenphasen wurden natürlich immer intensiver, je näher der Wettbewerb gerückt ist. 

Was musste man denn bei dem Wettbewerb präsentieren? Klassisches Liedgut oder auch moderne Lieder? 

Moritz: Auf jeden Fall klassische Stücke. Ich habe fünf Lieder aus drei verschiedenen Epochen präsentiert. 

Ina: Ich habe sechs Lieder vorbereitet und vorgesungen – unter anderem die Arie „Ach, ich fühl’s“ aus Die Zauberflöte von Wolfgang Amadeus Mozart.

Was bringt so ein Wettbewerb eigentlich?

Beide: Es geht auf jeden Fall um mehr als nur einen Preis. Es geht auch darum, Kontakte zu knüpfen, Stipendien zu gewinnen, einflussreiche Menschen kennen zu lernen und wertvolle Bühnenerfahrung zu sammeln. 

Ina: Der Wettbewerb  lohnt sich auch deswegen so sehr, weil man ein Ziel hat, auf das man hinarbeiten kann, weswegen man eine viel intensivere Probezeit hat durch die man sich schnell weiterentwickelt. Es kommt am Ende nicht wirklich nur auf das Ergebnis an!

Würdet ihr auch bei solchen Formaten wie „The Voice“ mitmachen? 

Beide: Eher nicht. Das ist bestimmt aufregend und kann ein Sprungbrett sein, aber die Langlebigkeit dieser Erfolge ist doch eher fraglich.

Und wie sieht eure nahe und ferne Zukunft aus? 

Ina: Ich nehme derzeit zusätzlich Klavierunterricht, um eventuell schon mal ein Musikstudium anzubahnen. Beruflich schwanke ich derzeit aber noch zwischen der Musik und Psychologie.

Moritz: Ich bleibe erstmal realistisch und male mir keine Karriere in dem Bereich aus. Erstmal kommt jetzt aber der Führerschein. Gesang mache ich natürlich weiterhin einmal pro Woche – beruflich könnte ich mir derzeit auch den Beruf des Polizisten vorstellen. Vom Musikmachen allein leben zu können – das halte ich bei mir eher für unwahrscheinlich. 

Was gebt ihr anderen mit?

Beide: Klare Botschaft an euch: „Einfach machen!“

Und wenn ihr unsicher seid, dann holt euch Rat und Unterstützung. Uns hat zum Beispiel Herr Bothmann sehr motiviert – er unterstützt und ermutigt viele Talente:  er ist streng, aber ein absoluter Profi und als Gesangslehrer eine große Bereicherung.

Übrigens: Den Bachchor Gütersloh findet ihr auch auf Insta!

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