Wenn Worte verletzen –  Cybermobbingmodul der Medienscouts

Im Deutschunterricht der 7b lesen wir zurzeit den Roman „Retro – Geh nicht online“. Darin geht es um eine Schülerin, die nach einem Streit mit einer Freundin online angefeindet wird, nachdem ein Video von ihr hochgeladen wurde. Schnell wird beim Lesen der Lektüre deutlich, wie schnell aus alltäglichen Konflikten im Netz ernsthafte Probleme entstehen können. Cybermobbing ist dabei kein Einzelfall, sondern ein Thema, das viele Menschen betrifft – Kinder, Jugendliche und Erwachsene. 

Um uns intensiver damit auseinanderzusetzen, haben wir Besuch von den Medienscouts bekommen. Lotte, Finja und Helena aus der Q1 haben mit uns einen Workshop durchgeführt und uns verschiedene Aspekte von Cybermobbing nähergebracht. 

Zu Beginn erhielten wir alle einen Zettel. Darauf standen unterschiedliche Aussagen, freundliche und auch verletzende. Dabei ging es darum, zu überlegen, wie solche Worte auf uns wirken und welche Gefühle sie auslösen können. 

Im Anschluss haben wir ein Video über einen Jungen aus England gesehen, der nach und nach ausgegrenzt und schließlich online und in der Schule massiv gemobbt wurde. In Gruppenarbeit haben wir uns anschließend mit den verschiedenen Perspektiven beschäftigt: Opfer, Täter und weitere Beteiligte. Wir haben untersucht, was die Personen in solchen Situationen denken und fühlen, wie sie handeln und welche Möglichkeiten es gegeben hätte, anders zu reagieren. Besonders wichtig war dabei der Perspektivwechsel, um die Situation besser nachvollziehen zu können. Außerdem haben wir über die möglichen Folgen von Cybermobbing gesprochen und darüber, wie stark es die Betroffenen belasten kann. 

Ein weiteres eindrückliches Beispiel war das Video „Ich war’s“. Darin erzählt ein Mann, dass er selbst früher Opfer von Mobbing war, später aber auch selbst zum Täter wurde. Erst durch die Reaktion seiner Eltern begann er, sein Verhalten zu hinterfragen. Diese Geschichte hat gezeigt, dass sich Rollen im Laufe der Zeit verändern können und dass hinter Verhalten oft eigene Erfahrungen stehen. 

Wir nehmen aus diesem Modul der Medienscouts mit, wie wichtig ein respektvoller Umgang im Internet ist und dass es entscheidend ist, nicht wegzuschauen, wenn andere ausgegrenzt werden. 

Ein großes Dankeschön geht an die Medienscouts Lotte, Finja und Helena, die sich die Zeit genommen haben, dieses wichtige Thema mit uns zu bearbeiten!

Wer selbst Fragen hat oder Unterstützung braucht, kann sich jeden Mittwoch in der 1. großen Pause an die Medienscouts wenden. Sie bieten eine Sprechstunde im AG-Raum neben dem Studio (über der Medi) an. Außerdem können Lehrkräfte die Medienscouts auch für Unterrichtsbesuche anfragen. 

Unser Appell an euch: Geht respektvoll und verantwortungsvoll mit anderen im Internet um, überlegt euch gut, was ihr teilt oder kommentiert, und schaut nicht weg, wenn jemand beleidigt oder ausgegrenzt wird – jede Stimme gegen (Cyber-)Mobbing kann etwas bewirken. 

Eure 7b 

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