Professionalisierung der Medienscouts am ESG

Fortbildungstag 3: Cybermobbing, Sexting und Cybergrooming – Gefahren im Netz

Heute ging es weiter: Eine Abordnung der Medienscouts am ESG war von 9.00h bis 15.00h im Kreishaus für das dritte Modul der Medienscoutsqualifizierung. Drei sehr unschöne Aspekte der sonst so bunten digitalen Welt standen heute auf dem Plan: Cybermobbing, Sexting und Cybergrooming. Wir nehmen euch mal ein wenig mit auf diese Fortbildung:

Neben der genauen inhaltlichen Abgrenzung und diverser Beispielfallanalysen (Folgen für die Opfer und Nutzen für die Täter) ging es auch um rechtliche Fragen (Welche Handlungen sind strafbar? Wer ist strafmündig? Welche Strafen kann welches Verhalten nach sich ziehen?).

Mediencoach Kristina Langner erklärt, was Cybermobbing überhaupt ist und wie ein Cybermobbing-Gefüge aufgebaut ist.
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„Beziehungsarbeit ist durch nichts zu ersetzen“

Einblicke in den Elternabend „Medientrends und Cybermobbing“

Jugendliche brauchen ihren Raum – und mehr und mehr liegt dieser Raum eben im Internet.

Eva-Lotte Heine von der Landesanstalt für Medien NRW

Dabei gibt es ganz klare Medientrends, die die Referentin Eva-Lotte Heinen von der Landesanstalt für Medien NRW gestern Abend in einer 90-minütigen Informationsveranstaltung eingangs vorgestellt hat. Diese Trends werden euch nicht verwundern, aber vielleicht die entsprechenden Altersfreigaben?

Die beliebtesten Apps und die entsprechenden Altersfreigaben

Die Sinnhaftigkeit dieser Altersfreigaben ergibt sich mit einem Blick auf problematische Inhalte dieser Plattformen und die Tatsache, dass dort eben Inhalte erscheinen, die man nicht steuern kann, z.B. Feeds, die ein Algorithmus vorschlägt.

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Einblicke in die Arbeit der Medienscouts am ESG

„Beachen“ und (be-)arbeiten in Greten Venn

Wir sind zurück! Drei coole Tage in Greten Venn liegen hinter uns. Wir hatten mächtig Spaß, haben aber auch einiges geschafft!

Schwerpunkte unserer Arbeit waren

  • der Umgang mit und die Entlarvung von Fake News,
  • die Frage, was sich hinter dem Begriff „Digital Wellbeing“ verbirgt,
  • die Sichtung von (gefährlichen) Internet-Trends und
  • die nebenbei auch die Verbesserung unserer Beachvolleyball Qualitäten 🙂

Auch über unser Selbstverständnis als Medienscouts an unserer Schule haben wir gesprochen. Wir wollen nicht diejenigen mit dem erhobenen Zeigefinger sein, sondern eher Unterstützung bieten im manchmal chaotischen, manchmal gefährlichen, manchmal verführerischen, manchmal irreführenden Mediendschungel.

Wir sind selbst (fast) alle bei WhatsApp, Snapchat, TikTok oder Instagram unterwegs und wollen da viele Dinge auch nicht mehr missen oder verteufeln, aber einige eben auch nicht mehr erleben bzw. kritisch(er) damit umgehen.

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Unser Einsatz in euerm Unterricht

Medienscouts zum Thema „WhatsApp und Klassenchat“ – Ein Nachtrag von uns für euch

In den letzten zwei Wochen waren wir Medienscouts fleißig unterwegs und haben mit allen fünfen Klassen einen 90-minütigen Workshop zu Thema „WhatsApp/ Klassenchat“ durchgeführt. An dieser Stelle sagen wir euch ein ganz großes Dankeschön dafür, dass ihr euch so toll darauf eingelassen und mitgemacht habt!

Im Nachtrag liefern wir euch hier nochmal ganz hilfreiche Informationen zum Thema „Regeln für den Gruppenchat in WhatsApp„.

Vielleicht ist es – nicht nur für euch – immer mal wieder hilfreich, darüber mit der Klasse ins Gespräch zu kommen und sich diese Regeln in Erinnerung zu rufen.

Außerdem nochmal Informationen, zu der Frage, die wir ja auch mit euch diskutiert haben: Warum ist WhatsApp eigentlich erst ab 16? Bestimmt findet ihr einiges aus unserem Workshop hier auch wieder.

Und wenn ihr weiterhin Lust auf das Thema habt, wenn ihr vielleicht aber auch an den Tagen unseres Workshops nicht in der Schule wart oder ihr vieles aus dem Workshop einfach nochmal in Ruhe nachschauen wollt, dann legen wir euch dieses Video ans Herz.

Last but not least könnt ihr euer Wissen rund um WhatsApp hier nochmal in einem Quiz testen!

Wir freuen uns, wenn wir bald mal wieder zu Besuch in euren Klassen sind und mit euch ins Gespräch kommen dürfen.

Eure Medienscouts am ESG

Die Macht der Bilder im Netz …

… und Tipps, um damit umzugehen

Unter der Überschrift „Plötzlich Krieg im Social-Media-Feed“ greift Handysektor, ein Angebot der Landesanstalt für Kommunikation (LFK), das sich für Medienkompetenz einsetzt, ein ganz aktuelles Thema auf.

Worum geht es?

Auf einmal, ohne dass du es willst oder absichtlich gesucht hast, wirst du auf dem Handy oder dem I-Pad mit Bildern oder Videos aus dem Krieg konfrontiert. Dabei hast du dir eigentlich nur ein neues Video bei TikTok ansehen wollen. Und diese Bilder bleiben dir im Kopf. Was macht man jetzt, wie gehst du damit um, woher weißt du, ob die Bilder echt sind und was ist eigentlich „Doom Scrolling“ – darum geht es in dem Beitrag „Plötzlich Krieg im Social-Media-Feed„. Wir Medienscouts legen euch den Artikel sehr ans Herz. Vielleicht lest ihr ihn auch gemeinsam in der Klasse und kommt darüber ins Gespräch. Manchmal hat man es gar nicht selbst in der Hand, was einem zugespielt wird und dann ist es wichtig, darüber zu sprechen!

Fake News – erkannt – gebannt!

Expertenbesuch via Zoom im Deutschunterricht der EFa

Bloggerin Liva war auch dabei und berichtet:

In der EFa haben sich die SchülerInnen in den letzten Wochen etwas intensiver mit dem Thema Fake News beschäftigt (*eingeübt wird dabei gerade das sogenannte „materialgestützte Schreiben“).

Nachdem die NW am 7.5.2020 ein Interview mit einem Professor der Universität Paderborn zu diesem Thema abgedruckt hatte, entschied man sich kurzerhand dazu, diesen Experten zu einer Zoom-Konferenz einzuladen – und siehe da: Die Zusage erfolgte prompt, so dass am letzten Montag Professor Dr. Tobias Matzner Teil des Deutschunterrichts via Zoom war. Neben den Schüler*innen der EFa kamen auch noch Mitglieder des Blogs dazu und auch Vertreter der Medienscouts. 

Professor Tobias Matzner stellte sich zunächst einmal vor.
Er hat Informatik und Philosophie studiert – klingt erstmal irgendwie unpassend, aber er erklärte, dass beide Fachbereiche Wege aufweisen, die Welt zu ordnen: In der Informatik durch Zahlen und in der Philosophie durch Worte. Mittlerweile lehrt er an der Uni Paderborn die Gebiete Medien, Algorithmen und Gesellschaft. Die Themen, mit denen er sich hauptsächlich beschäftigt sind Fake News, Neutralität von Technologie, Datenschutz, Autonomie bzw. Selbststimmung in der Hinsicht auf Technik.

Fragen über Fragen – alle wurden von IHM – Professor Dr. Matzner – geduldig beantwortet.

60 Minuten lang durfte der Kurs Fragen stellen und bekam fachlich versierte Antworten. Ein kleiner Auszug: 

Professor Matzner erklärte zum Beispiel auf die Frage, wer Fake News eigentlich in Umlauf bringt, dass Fake News sehr gezielt von kleinen Gruppen in die Welt gesetzt werden. In diesem Fall gibt es zwei Gruppen, die angesprochen werden sollen. 
Zuerst gibt es die, die die Fake News verteilen, aber nicht hinterfragen sollen, diese Gruppe wird meist durch Dinge wie Memes geködert, die sie lustig finden und deswegen weiterleiten, ohne sich der Nachricht bewusst zu sein. Hier ist auch wichtig zu sagen, dass nicht alle die Fake News teilen, diese auch glauben. 
Die andere Gruppe sind die Menschen, die es wirklich glauben und verbreiten, um eine größere Masse zu werden. 

Außerdem erklärte Matzner, dass Informationen unbewusst, vielleicht unterbewusst gemerkt werden, egal, ob falsch oder nicht. Wenn diese immer wieder gehört werden, wird diese Aussage für das Gehirn immer plausibler und aus einem „Was für ein Nonsens“ wird „Vielleicht ist da ja doch was dran“. 

Welche Gefahr geht von Fake News aus, wollten einige SchülerInnen noch wissen. Fake News können dann sehr gefährlich werden, wenn es um die Sicherheit von Menschen geht, wie zum Beispiel bei der Impfschutzdebatte, so Matzner. 

Gespannte, gebannte ZuhörerInnen:-)

Matzner erzählt außerdem, dass Fake News vor allem auf anonymen Websites entstehen, allerdings auch in etablierten Medien wie Zeitungen gelangen können. Dort ist das Problem, dass wir Menschen vertrauen, die dort arbeiten. Dadurch, dass sie durch ihre Berufswahl und Ausbildung mehr Wissen haben, vertrauen wir darauf und können somit schnell getäuscht werden, wenn in Zeitungen Fake News stehen. 

Ein weiterer Punkt, der noch angesprochen wurde, war die Plattform Wikipedia und die Frage nach der Glaubwürdigkeit dort. Matzner bezeichnete es als sehr spannend und als gute Informationsquelle, jedoch eben nicht wissenschaftlich. Er erklärt, dass es meistens nur Menschen bearbeiten, die sich viel mit dem Thema auseinandersetzen und damit ein großes Wissen haben, aber nicht wissenschaftlich daran arbeiteten. 

Auch wenn man es bei dem Beruf vermuten könnte, steht Professor Matzner dem Netz nicht grundsätzlich negativ gegenüber. Er schwankt: Ist zum einen skeptisch gegenüber der Entwicklung der letzten zehn Jahre (*mit der Entwicklung meint er in diesem Fall, dass große Unternehmen wie Facebook die Pluralität des Internets einschränken), anderseits schätzt er natürlich auch die gute Möglichkeit der Informationsbeschaffung und Kommunikation.

Insgesamt war es ein sehr informatives Experten-Gespräch und wir bedanken uns ganz herzlich bei Professor Matzner, dass er so spontan zugesagt hat! 

Und ihr? Seid ihr sicher vor Fake News? Erkennt ihr sie?

Im Online-Quiz des SWR kannst du dich mal testen:
Handelt es sich um eine seriöse Nachricht, Satire oder Fake News?Spiele das Quiz und lerne verschiedene Strategien kennen, mit deren Hilfe du Nachrichten im Hinblick auf ihre Seriosität überprüfen kannst. Viel Spaß dabei!

https://swrfakefinder.de

Panikmache aufgrund von Fake News

Ein Beitrag der Medienscouts zum aktuellen Problem der Falschnachrichten in sozialen Netzwerken:

Was einem seit Freitag ja total auf den Geist geht, sind die kursierenden Fake-News zum Thema Corona, die die Panikmache anheizen.

Freitagmorgen z.B. geisterte dieser Screenshot durch die WhatsApp Chats:

Zu diesem Zeitpunkt gab es keinerlei offizielle Information aus Düsseldorf.

Auch weitere Fake-Sprachnachrichten in Bezug auf bestimmte Medikamente und deren Zusammenhang mit dem Corona Virus oder über Supermarktschließungen machen die Runde.

„Die Verbreitung von Gerüchten ist ein reales und ernsthaftes Problem. Insbesondere in Krisenzeiten ist es wichtig, dass sich Menschen verantwortungsbewusst verhalten und gesicherten Informationen vertrauen, damit Maßnahmen, wie derzeit gegen die Ausbreitung des Virus, wirksam werden können.“ (https://www.tagesschau.de/faktenfinder/panikmache-coronavirus-101.html)

Was kann man aber tun?

Einige Tipps zur Eindämmung von Gerüchten und Fake News:

  • Wenn Sie Nachrichten erhalten oder lesen, denen zufolge bald alle Supermärkte geschlossen werden, oder die angebliche Heilmittel gegen die Krankheit Covid-19 versprechen, leiten Sie diese nicht einfach weiter.
  • Nehmen sie sich Zeit, um über die Behauptungen nachzudenken. Woher kommt diese Nachricht? Wer hat Ihnen diese geschickt? Und gibt es eine Quelle für die Behauptung? Damit ist gemeint: Wird auf einen Forscher oder einen seriösen Medienbericht verwiesen – oder handelt es sich um anonyme Quellen? In vorliegenden WhatsApp-Nachrichten berufen sich Absender auf angebliche Bekannte, die Kontakte zu hochrangigen Politikern hätten und „wirklich“ Bescheid wüssten. Vertrauen Sie solchen Angaben nicht. 
  • Falls in einer Meldung oder Nachricht eine Quelle angegeben wird, beispielsweise ein Medienbericht oder Aussagen eines Wissenschaftlers: Prüfen Sie, ob dort tatsächlich das steht, was behauptet wird. Oft basieren Gerüchte und Falschmeldungen auf Zitaten, die aus dem Kontext gerissen oder unvollständig wiedergegeben wurden. Oft steht in den jeweiligen Quellen sogar etwas vollkommen anderes.
  • Sprechen Sie mit anderen Menschen über Ihre Fragen und Sorgen. Erkundigen Sie sich bei Freunden und Bekannten, was diese von den Behauptungen halten, fragen Sie Personen, die fachlich mit solchen Themen vertraut sind. Tauschen Sie sich generell mit anderen Menschen aus und gönnen sich auch einmal eine Pause von den Nachrichten über die Pandemie.

Quelle: https://www.tagesschau.de/faktenfinder/panikmache-coronavirus-101.html

Auch hier könnt ihr mal reinschauen und euch über Fake News und die Frage, wie man sich dagegen schützt, informieren.

https://www.planet-wissen.de/kultur/medien/fake_news/fake-news-erkennen-102.html

Es zeigt sich also in diesen Tagen auch die Janusköpfigkeit der sozialen Medien!

Bleibt wachsam – prüft aufmerksam – fragt nach – verfallt nicht in Panik!

Eure Medienscouts

Mit neuen Modulen am Start – Die Medienscouts am ESG

Die Medienscouts unserer Schule leisten einen sehr wertvollen Beitrag in Bezug auf einen verantwortungsvollen und sicheren Umgang mit digitalen Medien. Zu verschiedenen Schwerpunkten hat diese Schülergruppe, die sich zusammensetzt aus etwas 15 Schülern und Schülerinnen der Klassen 9 bis Q2, „Module“ erarbeitet. „Module“ sind so etwas wie Einheiten oder Bausteine zu bestimmten Themen – in diesem Fall natürlich mit jeweils einem ausgewählten Aspekt aus dem Bereich Medien.

Es gibt zum Beispiel ein Modul zu dem beliebtesten Messenger in Deutschland. Na, kommt ihr drauf? Klar – WhatsApp. Während des Moduls wird zum Beispiel ein Plakat mit Verhaltensabsprachen erstellt, das im Klassenraum aufgehängt wird. Außerdem wählt jede Klasse zwei Administratoren, die bei Konflikten moderieren.

Auch ein Modul zum Thema Cybermobbing oder Handynutzung ist ausgearbeitet und vielfach erprobt.

Ganz „frisch“ sozusagen ist die Einheit, die sich mit digitaler Ablenkung auseinandersetzt – und zwar bezogen auf jene Möglichkeiten, die im Unterricht aufgrund der flächendeckenden Nutzung von Laptops auftreten können: Browsergames, WhatsApp-Web, Instagram & Co.

Das Modul zum Thema TikTok beleuchtet mal die allseits beliebte Video-App. Es geht um Aspekte wie dem sorgsamen Umgang mit der App (Profil einrichten eventuell „lauernde“ Gefahren erkennen), aber es soll auch der Frage nachgegangen werden, warum TikTok eigentlich so beliebt ist.

Wenn ihr euch an die Durchsage vom 31.01. zum Thema ESG_Beichtstuhl erinnert, dann ist eine Einheit zum Thema Hate Speech und Fake News, an der die Gruppe ebenfalls arbeitet, bestimmt auch sehr interessant.

Bei all´ dem, was die Medienscouts anbieten, geht es übrigens nicht darum, immer nur mit dem erhobenen Zeigefinger aufzutreten, sondern es steht vielmehr der Gedanke im Vordergrund, euch fit zu machen für eine sichere, faire und kompetente Mediennutzung.

Und jetzt seid ihr noch gefragt:

Habt ihr die Medienscouts schon mal im Unterricht erlebt? Was war da Thema und wie hat es euch gefallen?
Welches Thema würdet ihr euch noch wünschen, welches Modul könntet ihr euch vorstellen?

Schreibt doch hier mal einen Kommentar.

Außerdem: Wenn ihr als Klasse an einem der Module interessiert seid, dann setzt euch einfach mit Herrn Leiskau oder Frau Rapp in Verbindung, die dann die Koordination eines möglichen Einsatzes übernehmen.