Leute, wisst ihr, wer geht? Ehrlich gesagt: Wir wollten diesen Artikel am liebsten gar nicht schreiben. Denn sobald man es aufschreibt, wird es irgendwie real. Und wir mögen Abschiede überhaupt nicht.
Zum Ende dieses Schuljahres verlassen uns gleich vier tolle Lehrkräfte.
Frau Dziuba und Frau Später schlagen aus privaten Gründen ein neues Kapitel auf und werden künftig an anderen Schulen unterrichten. Dafür wünschen wir ihnen von Herzen alles Gute und einen gelungenen Neustart.
Und dann kommt der Abschied, den sich viele am ESG kaum vorstellen können: Herr Henkel und Frau Mülot gehen in den Ruhestand.
Herr Henkel – Urgestein der Fächer Latein und Philosophie, langjähriger Vertretungsplaner, gefühlt nie krank, immer direkt, ehrlich und nie um einen klaren Satz verlegen.
Frau Mülot – Urgestein der Fächer Deutsch und Pädagogik, liebevolle Unterstufenkoordinatorin, Ansprechpartnerin für unzählige Schülerinnen und Schüler und ein Mensch mit ganz viel Herz, Geduld und Verstand.
Vier Lehrkräfte, die unsere Schule auf ganz unterschiedliche Weise geprägt haben. Vier Menschen, die Spuren hinterlassen. Und vier Abschiede, die uns nicht leichtfallen.
Das Gute ist: Herr Henkel wird ab und an nochmal hier auflaufen, um den Q2 Philo-Kurs noch zum Abitur im nächsten Jahr zu führen und Frau Mülot werden wir bestimmt noch für die ein oder andere ReLv Fortbildung an der Schule sehen.
Und: Frau Mülot haben wir kurzfristig auch noch für die Beantwortung einiger Fragen gewinnen können. Lest mal!
- Was haben Ihre Schülerinnen und Schüler Ihnen im Laufe der Jahre beigebracht?
Geduld und Hoffnung!
Manchmal muss man sehr lange warten, bis Früchte der eigenen Arbeit erkennbar werden 😉 . Umso schöner ist es, wenn man nach Jahren mit ehemaligen Schülerinnen und Schülern spricht und die einem erzählen, dass verschiedene Dinge aus dem Unterricht sie in ihrem Leben begleitet haben. Wenigstens ein Vorteil des Alters 😉
- Welcher Wert war Ihnen im Unterricht immer wichtig/ wichtiger als gute Noten?
An erster Stelle steht natürlich, dass alle verstehen, was im Unterricht vermittelt wird. Aber damit verbunden war es mir jenseits der Noten immer sehr wichtig, dass die Schülerinnen und Schüler im Pädagogikunterricht erfahren, was Texte und Theorien mit ihnen ganz persönlich und ihrem Leben zu tun haben. Im Deutschunterricht geht es um Literatur und Sprache und es war immer mein Bestreben, den Spaß an Texten und am Umgang mit Sprache zu vermitteln.
- Wenn Sie den Schülerinnen und Schülern einen einzigen Gedanken mitgeben könnten, den sie nie vergessen sollen – welcher wäre das?
Vage selber zu DENKEN! Also: Kant ‚Sapere aude‘
Vergesst in Zeiten wie diesen nicht, dass vor allem Rücksichtnahme und Empathie das Zusammenleben und –arbeiten der Menschen befriedigend und auch erfolgreich macht.
Das waren wohl schon zwei Gedanken, aber die beiden Aspekte gehören für mich auch zusammen.
- Welcher Satz beschreibt Ihre Art zu unterrichten am besten?
Das müsst ihr meine Klassen bzw. Kurse fragen. Ich selbst lege großen Wert auf eine klare Struktur, aber wer weiß schon, ob das auch so ankommt …
- Welche Eigenschaft unterschätzen Schülerinnen und Schüler bei Lehrkräften am häufigsten?
Die Schülerinnen und Schüler können sich vermutlich nicht vorstellen, dass es uns unheimlich schwerfällt, eine schlechte Note zu setzen. Außerdem unterschätzen sie sehr häufig, dass auch Lehrkräfte nicht jeden Tag mit vollem Elan in den Unterricht stürmen, um ihr Wissen an die Schülerin und an den Schüler zu bringen.
–> Wenn ihr diesen vier Lehrkräften noch etwas schreiben möchtet, dann nutzt dazu gern die Kommentarfunktion!











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