He´s going home – der Kapitän verlässt das Schiff

Seit 2010 stand Herr Friedhelm Rachner als Kapitän fest und beständig an Bord des ESG Schiffes in Gütersloh. Nun geht er diesen Sommer von Bord und zieht ohne seine ESG – Crew weiter gen Norden.

Zu Ehren seiner vielen Dienste zugunsten der Schule – ganz vorne weg die Etablierung des IBs, deren erster Jahrgang mit Herrn Rachner dieses Jahr die Schule verlässt – ist es nur selbstverständlich, dass wir den scheidenden Schulleiter zu einem letzten Interview gebeten haben.

 

Danke, dass Sie sich in diesen letzten, trubeligen Tagen am ESG Zeit nehmen, um uns noch ein paar Fragen zu beantwortet.

 

  1. Was halten Sie von dem Vergleich mit Ihnen und einem Kapitän, der sein Schiff verlässt?

Ohne Uniform kann ich mir den Vergleich schon vorstellen.

 

  1. Wie lange waren Sie der Kapitän dieser Schule?

Seit dem 1.2.2010.

 

  1. Wie sind sie überhaupt aus dem hohen Norden nach Gütersloh gekommen?

Wenn das die Frage nach dem Warum ist, kann ich sie einfach zu beantworten. Das Kuratorium wollte im ESG eine Form der Internationalen Bildung etablieren und ich wollte an einer deutschen Schule das Internationale Baccalaureate etablieren. So passten zwei Interessenlagen zueinander. Schulleiter war ich ja bereits an einem Niedersächsischen Gymnasium, das war also nichts Neues für mich. Ich hatte aber das Privileg am United World College of the Atlantic in St,Donat`s Castle unterrichten zu dürfen, der Gründungsschule des IB, das hat mich geprägt.

 

  1. Was hat Sie gereizt an einer Stelle als Schulleiter – ist das nicht unglaublich „dröge“, viel Verwaltungskram, viel Organisation …

Ja, aber trotzdem spannend.

 

  1. Welchen Ort – neben dem ESG – schätzen Sie besonders an Gütersloh?

Mohns Park

 

  1. Und wenn wir mal nach Bremerhaven kommen sollten, welchen Ort sollten wir Ihrer Meinung nach auf unsere „Zu-besuchen-Liste“ setzen?

Den Überseehafen im Rahmen einer Hafenrundfahrt, die Museen (Auswandererhaus, Schifffahrtsmuseum und Historisches Museum) und das Klimahaus.

  1. Zurück nach Gütersloh an das ESG – Was schätzen Sie besonders am ESG?

Dass hier das ESG in einem alten Gemäuer ganz häufig der Entwicklung ein Stück voraus sind. Hier bereiten sehr motivierte und qualifizierte Lehrkräfte junge Menschen erfolgreich für die Zukunft vor.

 

  1. Was wird Ihnen in Bezug auf Ihre Arbeit an der Schule fehlen?

Die Diskussionen im Sowie-Z-Kurs.

 

  1. Was werden Sie so gar nicht vermissen?

Die überlangen Arbeitstage.

 

  1. Was war für Sie persönlich das beeindruckenste Erlebnis am ESG?

Der von Schülern organisierte Flüchtlingstag.

 

  1. Wie beginnt für Sie Ihre Pensions-Zeit? Mit einer großen Reise, einem Bauvorhaben oder mit einer ganz unspektakulären Eingewöhnungszeit?

Ich renoviere unser Haus (indem ich den Handwerkern unnötige Ratschläge erteile) und mich, damit ich im Mai 2017 fit für den Jacobsweg bin.

 

  1. Haben Sie ein Hobby, dem Sie sich jetzt mehr widmen wollen, weil Sie jetzt mehr Zeit dazu haben?

s.o.

 

  1. Ist das Thema „Schule“ für Sie denn jetzt ganz passé?

Ja, denn es gibt auch ein Leben danach.

 

  1. Sie haben jetzt die Möglichkeit, der bleibenden Mannschaft im Kollegium noch ein paar Worte zu sagen. Was wäre das?

Weiter so und immer daran denken: Düsseldorf und Detmold sind weit weg (zum Glück).

 

  1. Und zu den Schülern? Was würden Sie da noch gerne loswerden?

Nehmt Euch ein Vorbild am Abiturjahrgang 2016! (Und verbessert Euch noch etwas im Handball!)

 

  1. Haben Sie eigentlich ein Lebensmotto?

Attraktive Ämter wecken bei denen, die sie ausüben, die Neigung, sich selbst gemeint zu fühlen, wenn nur der Posten gemeint ist. Oder kurz. Nimm dich nicht zu wichtig!

 

Wir wünschen Ihnen für Ihre Zukunft alles erdenklich Gute, vor allem Gesundheit und bedanken und ganz herzlich für all´ Ihre Arbeit, die Sie in diese Schule gesteckt haben! Machen Sie´s jut – AHOI!!

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