Ein starkes Team für eure Sorgen – Frau Heitmann und Herr Beckervordersandforth im Blog-Interview

Essstörungen, Selbstverletzungen, Selbstmordgedanken …
das sind Dinge, die viele von uns weit von sich weisen, mit denen man nicht in Berührung kommt, die irgendwie immer woanders passieren, aber doch nicht hier…

Das Interview, das wir mit den beiden Beratungslehrern des ESGs – Frau Heitmann und Herr Beckervordersandforth (kurz: BVS) – geführt haben, holt uns dann aber doch wieder auf den Boden der erschreckenden Tatsachen zurück. All´ diese Dinge passieren, passieren auch am ESG.

Umso erfreulicher ist es, dass wir mit den beiden oben genannten Personen ein Beratungsteam an der Schule haben, die in solchen Fällen (professionell) helfen und handeln.

Wir wollten etwas mehr erfahren über ihre Tätigkeit und ihre Tätigkeitsfelder (…Oliwia und Melissa haben sie ordentlich gelöchert) und auf diesem Wege möchten wir auch Werbung machen für eine Anlaufstelle, die es zum Glück an unserer Schule gibt, wenn man bei Sorgen und Problemen kompetente Hilfe und Unterstützung braucht.

Frau Heitmann und Herr BVS mit uns Bloggern im frisch renovierten Beratungsraum A2b

1. Seit wann haben Sie beide eigentlich die Beratungslehrerposition an unserer Schule inne?
Seit drei Jahren.

2. Haben Sie sich dazu gemeldet, wurden Sie gewählt … oder wie Sie sind zu diesem Posten gekommen?
Zunächst einmal hatten (und haben!) wir beide Interesse an dieser Tätigkeit. Um es dann auch als wirkliches Amt ausüben zu dürfen, muss man aber natürlich eine professionelle Ausbildung absolvieren. Die läuft über ein Jahr und da lernt man Dinge wie Gesprächsführung, den Umgang mit Problemsituationen und erhält Einblicke in die verschiedenen psychosozialen Problemfelder.
Uns war es besonders wichtig, dass wir eine Beratungslehrerin und einen Beratungslehrer an der Schule haben, denn (manchmal) ist es für Mädchen angenehmer mit einer Frau, für Jungs besser mit einem Mann sprechen zu können.

3. Welche Problembereiche tragen die Schüler und Schülerinnen, die zu Ihnen kommen, an Sie heran?
Es ist eine große Spannbreite von Problemfeldern, mit denen wir es zu tun haben. Wir listen diese hier mal nach Häufigkeit des Auftretens auf:
– Essstörungen (Magersucht, Bulimie … häufig ein Thema in der Mittelstufe)
– Ängste (Schul-, Versagensängste … auch z.B. in Bezug auf den Tag der Zeugnisausgabe, den manche Schüler mit Ängsten begegnen)
– Überforderung (in Bezug auf dieses Problemfeld ist eine deutliche Zunahme an Betroffenen zu verzeichnen …)
– Selbstverletzungen (wie z.B. das Ritzen)
– Probleme im Elternhaus, mit Freunden und in der Klasse
– seltener, aber auch das Thema Selbstmordgedanken

4. Wie kann jemand, der Ihre Hilfe in Anspruch nehmen möchte, Sie erreichen?
Es gibt bestimmte Sprechzeiten, die durch Plakate veröffentlicht werden (oder auf der Homepage unserer Schule stehen: http://www.esg-guetersloh.de/Beratung-ESG-Node_20624.html). Zudem kann man aber auch jederzeit zum Lehrerzimmer kommen und dort Kontakt mit uns aufnehmen. Manchmal (gerade wenn Probleme keinen Aufschub dulden) kann man schon direkt in der Pause helfen oder wir vereinbaren Gesprächstermine.
Man kann uns auch eine Nachricht mit Namen und Klasse ins Fach legen lassen, wenn man einen Termin haben möchte.
Ganz anonym geht es z.B. auch, dass man uns eine Nachricht zukommen lässt, die dann in unser Fach gelegt wird.
Eine anonyme Beratung (wie z.B. in einigen Chats oder bei der telefonischen Seelsorge) können wir jedoch nicht anbieten.

5. Wir wollen ja einen Artikel zum Thema Mobbing schreiben, denn man hat das Gefühl, dass wenigstens die Verwendung dieses Begriffs inflationär in Gebrauch kommt. Ist es so, dass sich viele Mobbingfälle bei Ihnen melden und dass diese Fälle mehr werden?
Ja, das ist wahr! Der Begriff „Mobbing“ wird sehr schnell und teilweise inflationär gebraucht, auch dann, wenn eigentlich der Definition nach noch gar keine Mobbing-Situation vorliegt.

6. Was würden Sie sagen: Wann hört ärgern auf, wo fängt mobbing an?
Früher kursierte häufig der Begriff „jemanden hänseln“, wenn man z.B. gesagt bekam „Deine Jacke ist aber hässlich“. Das ist natürlich nicht nett – kommt aber vor. Eine Stufe ernster wäre dann schon das Ärgern, denn hier ärgert sich ja jemand über ein bestimmtes Verhalten. Wenn nun solche Sachen, die jemanden ärgern, System und Methode annehmen, dann spricht man tatsächlich von „mobben“. Vier Aspekte spielen beim Mobbing per Definition eine Rolle:
a) Zwischen dem Täter und dem Opfer herrscht ein offensichtliches Kräfteungleichgewicht
b) Die Situationen, in denen jemand geärgert wird, kommen mehrfach pro Woche und/oder mehrmals täglich vor vor und
c) Die Situationen, erstrecken sich über einen Zeitraum von mehreren Wochen oder Monaten und
d) Das Opfer kann sich alleine nicht mehr aus dieser Situation befreien, kann sich selbst nicht helfen.

Eine deutliche Zunahme ist hier auf dem Felde des Cybermobbings zu verzeichnen, also einer Form des Mobbings, die sehr anonym passiert (im Internet, in Chats, in sozialen Netzwerken …). Da unterstützten uns in der Beratungstätigkeit auch die Medien-Scouts an der Schule.
Weiterhin beraten und unterstützt werden wir auch von Schulpsychologen des Kreises.

Cybermobbing nimmt leider immer mehr zu
Cybermobbing passiert in sozialen Netzwerken, in Chats, auch in den beliebten WhatsApp – Gruppen …

7. Welche Formen des Mobbings würden Sie unterscheiden?
Da gibt es verbale Bedrohungen (Beschimpfungen und Beleidigungen), weiterhin physische Anfeindungen (schlagen, treten, boxen) und Attacken, die auf den psychischen Bereich abzielen (auslachen und jemanden bewusst ignorieren, was für den oder die betreffende Person eine sehr schlimme Form der Verletzung darstellt).

8. Wie gehen Sie in einem Fall vor, wenn sich ein Mobbingopfer bei Ihnen meldet oder ein Mobbingfall gemeldet wird – Wie beraten und helfen Sie dann konkret?
Zunächst einmal sprechen wir mit dem Opfer, versuchen herauszufinden, was die Person möchte und braucht, wie sie sich unserer Hilfe vorstellt. Dann suchen wir natürlich auch das Gespräch mit dem Täter, wenn nötig auch mit den Eltern des oder der Täter. Wir versuchen dann auf der einen Seite Unterstützergruppen für das Opfer zu bilden, Menschen in dem Umfeld des Opfers, die schützend zur Seite stehen können, auf der anderen Seite stellen wir dem Täter einen Trainer an die Seite, der sofort intervenieren kann, wenn eine Situation mal wieder droht zu kippen.

9. Arbeiten Sie auch mit den Eltern zusammen/ Melden sich auch Eltern bei Ihnen, die für ihr Kind Hilfe suchen?
Ja, manchmal kommen Eltern zu uns, die uns um Hilfe bitten, ihr Kind zu unterstützen. Es kommen auch Kollegen/ Kolleginnen zu uns oder es wenden sich Freundinnen und Freunde von Personen an uns, die beobachten, dass etwas mit einem Mitschüler/ einer Mitschülerin nicht stimmt.

10. Kann man sich ganz sicher sein, dass die Probleme nur bei Ihnen bleiben?
Ja, wir unterliegen der Schweigepflicht. Diese würden wir auch nur in Situationen brechen, in denen „Leib und Leben“ von Betroffenen gefährdet wären – ansonsten bleibt alles vollkommen unter uns.

Liebe Leserinnen und Leser, Schülerinnen und Schüler, bitte helft uns, bei der Recherche zu unserem Thema „Mobbing am ESG?!“.
Wir sind auf der Suche nach
– Euren Erfahrungsberichten zu diesem Thema (Hattet oder habt ihr selbst schon das Gefühl gehabt, systematisch gemobbt zu werden? Habt ihr einen derartigen Fall mal miterlebt, seid also unfreiwillig Mitwisser eines Mobbingfalls geworden? Seid ihr schon mal in die Situation gekommen, dass ihr helfen konntet/ helfen wolltet, aber nicht konntet/ aus Angst mitgemacht habt …)
– Wir suchen aber auch eure Arbeiten zu diesem Thema (Plakate/ Infoplakate, die ihr in euren Klassen entworfen habt, Berichte über Aktionen zu diesem Thema, die ihr vielleicht mit eurer Klasse durchgeführt habt oder auch Texte, die ihr in Zusammenhang mit diesem Thema geschrieben habt oder schreiben möchtet (Gedichte/ Kurzgeschichten etc.)
Auf welchem Wege könnt ihr uns mit euren Arbeiten erreichen: Am besten gebt ihr eure Arbeiten im Lehrerzimmer ab (zu Händen von Frau Rapp), wir setzen uns dann mit euch in Verbindung!

Und noch was: Eigentlich machen wir ja keine Werbung hier auf unserem Blog, aber wir haben eine Veranstaltung im Stadttheater Gütersloh entdeckt, die das Thema Nr. 1 für Beratungsgespräche aufgreift: Das Stück „Supertrumpf“ von Esther Becker beschäftigt sich mit dem Thema Magersucht. Auf der Homepage des Theaters heißt es dazu: „Esther Becker erzählt in ihrem Stück auf einfühlsame Weise, wie die Magersucht von Maya das Familiengerüst ins Wanken bringt.“ Das Stück läuft am 9. Mai um 11.00h … vielleicht einen Klassenausflug wert!!!
http://www.theater-gt.de/veranstaltung/supertrumpf/

HALBZEIT HALBZEIT HALBZEIT HALBZEIT HALBZEIT HALBZEIT HALBZEIT HALBZEIT

Zur heutigen „Halbzeit“ möchten wir Blogger es nicht versäumen, euch einen schönen Zeugnistagzu wünschen!

Das ist ganz ehrlich gemeint:

Die, die ein tolles Zeugnis haben, dürfen sehr stolz auf sich sein,
die, die für ein weniger tolles Abschneiden aber alles gegeben haben, die dürfen dieses Gefühl ebenso haben …
naja und diejenigen unter euch, bei denen es nicht „so rosig“ aussieht, weil sie durch (sagen wir mal) eigene Antriebslosigkeit zu dem entsprechenden Notenbild gekommen sind, die fühlen sich vielleicht am „Stolz“ gepackt und legen in der zweiten Halbzeit jetzt so richtig los;-)

In jedem Fall wünschen wir euch, dass heute Mittag Menschen auf euch warten, denen ihr noch mehr wert seid als die Ziffern auf dem Zeugnispapier … diesen Gedanken bringt auch Amanda in ihrem Poetry-Slam Text zum Ausdruck, der vorgelesen natürlich noch mehr fasziniert, aber auch so wird er euch sehr beeindrucken (und vielleicht aus dem Herzen sprechen…).

Viel Spaß dabei und ein schönes laaaaaaaaaaaanges Wochenende!

Eure Blogger!

Amanda liest ihren Text am 1.2.2017 in der Aula

ohne Titel – von Amanda Herbster

Eins.
Mit schweißverschwitzten Händen schlage ich es auf, sehe es an, lache auf. Ich bin ein sehr guter Mensch.

Zwei.
Zitternd blättere ich es auf, sehe es an, lächle kurz. Ich bin ganz okay.

Drei.
Voll Unbehagen drehe ich es um, sehe es an, zucke mit meinen Schultern. Ich bin gar nicht so ein toller Mensch, ich hätte es viel besser machen können. Mehr lernen, mehr wissen, mehr schreiben, mehr –

Vier.
Unwillig ziehe ich es her, sehe es an, schließe enttäuscht die Augen. Ich bin ein schrecklicher Mensch, viel zu dumm für diese Schule, wieso gehe ich hier überhaupt hin, wenn sowas dabei rauskommt? Was habe ich falsch gemacht, bin ich nicht gut genug? Ich bin dumm, ich bin dumm, ich bin dumm!

Fünf.
Mit Missgunst geplagt wende ich es, sehe es an, schlage mir die Hände vors Gesicht. Ich bin dumm, Abfall der Gesellschaft, aus mir wird niemals etwas werden. Ich kann das nicht, wieso kann ich das nicht? Ich bin dumm, ich bin so unfassbar dumm –

Stopp.
Unsere Sprechblasen werden zerdrückt, unsere Gedankenblasen zerschnitten. Gequetscht in engen Bewertungsbogenformularen, vollkommen ignoriert welche Form mal war.
Gedanken bewertet, Gedanken verschwendet.
Und auf Papier in Rot geschrieben steht, wie viel unserer Gedankenwolken in die engen Mauern des Gerichtspapiers sich drücken konnt‘.
Aus unseren Gedankenwolken regnet Blut, verletzt vom Zerschneiden des Richterstiftes, tropft auf weißes Blatt Papier und wandelt Text in Notenblatt.

Erweitert euren Horizont?
Niemand will wissen, was mein Horizont euch erzählt, niemand will wissen, was mich wirklich bewegt:
Jeder will Fakten, Fakten, Fakten.
Zerschnitten in Kasten, Kasten, Kasten.
Bewertet mit rotem Richterstift, vertreibt auch den letzten Gedankentraum.

Doch bin ich dumm?
Wenn in roten Ziffern geschrieben steht: 0 von 10 Punkten.
In meinen Gedankenwolken steht nicht geschrieben, dass die blaue Blume in Johann von Eichendorffs Gedicht für die Sehnsucht nach dem Unerreichbaren steht; sondern vielleicht einfach nur ein blaues Gewächs, das eben nicht in seiner Gegend wächst.
In meinen Gedankenwolken steht nicht geschrieben, dass das Intergral dieser und jener Funktion aus irgendeiner Stammfunktion zu ergeben ist; sondern vielleicht einfach nur komische Kurven, die auf meinem Zettel um die Wette laufen.
In meinen Gedankenwolken steht nicht geschrieben… und das ist okay.
Das Denken in Rastern, das Träumen in Mustern, das Handeln in vorgefertigten Formen geformt für ungeformte Wolken, zerschneidet das Wolk‘, lässt schwer und rot es regnen: Blut, das tropft, auf weißes Blatt Papier.

Das macht uns nicht dumm.
Du bist ein Genie, ein kleines, wunderbares Genie.
Hören wir den Worten jenes absolut nicht dummen Physikers:

„Jeder ist ein Genie! Aber wenn du einen Fisch danach beurteilst, ob er auf einen Baum klettern kann, wird er sein ganzes Leben glauben, er sei dumm.“

Mal davon abgesehen, dass niemand so wirklich beweisen kann, dass dieses Zitat tatsächlich aus Einsteins Munde kommt, so lässt sich sagen:
Es stimmt.

Du bist nicht die Noten, die du schreibst; nicht die Punkte, die du kriegst.
Uns wachsen nun mal nicht plötzlich Beine aus den Schuppen, nicht plötzlich Arme aus den Flossen. So bleiben wir an den Wurzeln des Baumes stehen, nur um nach oben in die Baumkronen zu sehen, wo du sie siehst, die Kletterer.
Auch ein Vogel kann nicht klettern, doch sitzt er dort oben, als höchster von allen, als schnellster von allen: Doch kletterte er nicht. Und in Rot festgeschrieben steht sein Misslingen, durchgefallen, falsch gemacht.
Und so flog er davon, sein weißes Gefieder blutrot verfärbt, in den grenzenlosen Horizont und… lebt.

Du bist nicht die Noten, die du schreibst; nicht die Punkte, die du kriegst.
Du bist viel mehr als das!
So glaube mir, lass‘ deine Wolken nicht stutzen, deine Worte nicht stumm.

Du bist nicht die Noten, die du schreibst.

Nicht verpassen – die kulturellen Highlights im 1. Schulhalbjahr 2018/2019

Viel los ist in kultureller Hinsicht im 1. Halbjahr am ESG.

Damit ihr nichts verpasst …

Wir Blogger sind natürlich bemüht, allen Veranstaltungen beizuwohnen und euch davon zu berichten.
Wenn ihr an Veranstaltungen selbst beteiligt seid, mitwirkt oder diese (als Klasse) besucht, dann zögert nicht damit, uns anzusprechen, um einen Artikel diesbezüglich zu veröffentlichen.

Wir wollen e u r e Schülerzeitung sein, das geht umso besser mit e u r e n Einsendungen!

Wir freuen uns drauf!

Eure Blogger!

Neuer Lesetipp unserer Neu-Bloggerinnen

Sophie und Maleen möchten euch einen Buch-Tipp mit in das lange Wochenende geben.

Carlotta – Internat auf Probe, geschrieben von Dagmar Hoßfeld

Carlottas Eltern sind geschieden. Ihr Vater muss wegen seiner Arbeit als Dokumentarfilmer auf Reise gehen – für ein ganzes Jahr. Carlotta kann natürlich nicht mitkommen. Die letzte Möglichkeit wäre es, dass sie zu ihrer Mutter zieht, aber das will sie ganz und gar nicht. Ihr Vater war früher auf dem Internat Prinzensee und nun will er, dass Carlotta dort auch hingeht. Aber das will sie auch nicht. Sie möchte einfach mit ihrer besten Freundin Katie auf das Gymnasium bei ihr in der Stadt gehen. Aber sie hat keine andere Wahl…

In der zweiten Ferienwoche fahren sie und ihr Vater los um das Internat zu besichtig. Es sieht sehr trostlos aus und deshalb nennt sie es „Schloss Trostlos“. Sie bekommen eine Führung und Carlotta ist ganz neugierig, wie es wohl in ihrem neuen Zuhause so ist. Nach der Führung geht sie sofort an den See um Bilder mit Gummibärchen zumachen, denn Fotografieren mit Gummibärchen ist ihr Hobby. Sofort schließt sie Bekanntschaft mit Jonas (der Gärtnersohn), aber leider erst keine gute…

Am ersten Tag nach den Ferien fahren sie nun also zum Internat Prinzensee und Carlotta lernt ihre neuen Zimmergenossinnen kennen. Sie nimmt sich fest vor, dort für ein Jahr zu bleiben bis ihr Vater von der Reise zurückgekommen ist.

Aber was passiert in diesem einen Jahr? Finde es heraus und erlebe spannende Geschichten mit Carlotta und ihren Freunden.

Wir haben uns das Buch ausgesucht, weil es eine schöne Freundschaftsgeschichte ist und weil es sehr gut zu lesen war. Außerdem finden wir es sehr spannend.
Besonders gut geeignet ist das Buch für Leute zwischen 8-14 Jahren (natürlich ist es auch für ein anderes Alter geeignet).
Wir finden, dass das Buchcover sehr gut zum Buch passt, weil man sich so die Personen gut vorstellen und sehen kann, welche Charaktereigenschaften sie haben.

Viel Spaß beim Lesen

wünschen die Blogger!!!

Der Februar startet wortgewaltig – „Poetry Slammer“ erzeugen Gänsehautfeeling

Nach einem zweitägigen Poetry-Slam-Workshop präsentierten die Teilnehmer desselben am heutigen 1.2.2017 ihre Arbeiten einem kleinen, aber feinen Kreis in der Aula…und was sie da präsentierten war g i g a n t i s c h

Aber kurz zurück auf Anfang:

Frau Proempler hat den Workshop und die heutige Veranstaltung initiiert, an der 11 Teilnehmer unserer Schule (zwei Neuntklässlerinnen sowie Schülerinnen und (ein!) Schüler aus der Q1 und Q2) mitgemacht haben. Die Leitung des zweitägigen Workshops übernahm Dean Ruddock, ein junger, sympathischer Mann, der „als Musiker, Spoken Word-Artist und Slam Poet durch die Lande“ zieht (lest mehr über diese interessante Persönlichkeit unter http://deanruddock.de/uebermich-2/ ).

Frau Proempeler und Dean Ruddock

Durch das zweistündige Programm führte Nico, ebenfalls offensichtlich Profi im Umgang mit Worten (er wollte auf keinen Fall gesiezt werden, denn das mache alt).

Der Moderator Nico

Zunächst gab es eine Einführung in die Poetry-Slam Modalitäten, die bei professionellen Veranstaltungen als festes Regelwerk zugrunde liegen:
– Jeder „Slammer“ hat ein festgelegtes Redezeitlimit von ungefähr 6 Minuten
– Es dürfen k e i n e Requisiten benutzt werden
– Das Publikum bewertet durch Applaus und oberste Gebot für das Publikum lautet:
– R e s p e c t t h e P o e t !

Dieses Regelwerk wurde heute etwas außer Kraft gesetzt – auf Zeitlimits wurde nicht geachtet und jeder und jede Auftretende bekam frenetischen Applaus (so mutig muss man auch erstmal sein …)!!!

Den tapferen Anfang machte Verena und erzeugte mit ihrem Text „Ein Wort“ direkt Gänsehautfeeling im Saal.

Verena

Weiter ging es mit Carlotta. Ihr Text „Ein Raum ohne Fenster“ steckte so voller Emotionen, die einfach nur sehr ehrlich wirkten.

Carlotta

Amandas Text hatte keinen Titel – sie forderte das Publikum auf, sich selbst einen zu überlegen. Ihr Text nahm das schulische Bewertungssystem kritisch unter die Lupe. Ihr werdet Amandas Text am Freitag hier in voller Länge lesen können. Warum erst am Freitag? Na, am Freitag gibt es Zeugnisse, da packt es euch alle sehr offensiv, das schulische Bewertungssystem …

Amanda

Ganz toll gesprochen hat auch Franziska, die ihren Text „Angst“ präsentierte.

Franziska

Nelly war extrem souverän und lies ihr tiefgründig, melancholisch wirkendes Werk „Sommertage“ vor.

Nelly

Den letzten Vortrag vor einer kurzen Pause übernahm Marvin, der einzig männliche Teilnehmer dieser Runde (und nebenbei bemerkt ein Blogger der ersten Stunde). Wort- sprach- und stimmgewaltig, souverän mit Liedeinlage inklusive trat Marvin auf und erzählte von Norbert, dem Pinguin, der nicht fliegen konnte.

Marvin

Nach der Pause ging es weiter mit Lia (hier bloggt jetzt Oliwia weiter…)

Lia hatte gleich zwei Gedichte mit, aber vor allem das erste, „Herzschlag“, riss mich mit. Es war ein Gedicht, welches einen noch Stunden danach zum Weinen bringen kann. Es ist ein Gedicht, welches sich festgesetzt und die ganze Zeit über hatte man Bilder im Kopf. Es war, als wäre man in einer anderen Welt.

Das zweite Gedicht war ebenfalls gut gelungen. Es hatte keinen Namen, aber es passte zum Gedicht. Es hat einen zum Nachdenken gebracht. Mein erster Gedanke waren Tagebücher. Diejenigen unter uns, die Tagebücher schreiben, wissen wie es ist, über die Geschichten, die wir erlebt haben noch einmal genauer nachzudenken. Aber dennoch schafft man es nicht immer, alles aufzuschreiben.

Lia

Dann kam Marie an die Reihe. In ihrer Stimme war ein leichter Takt, wie ein Lied. Ich mag dieses Gedicht wirklich, es hatte etwas Einzigartiges an sich. Nicht nur die Art und Weise wie es vorgetragen wurde, sondern auch die Worte waren wohl gewählt.

Marie

Laura stellte ihr Gedicht „Mauer“ vor. Ich fand es sehr interessant… und zudem besitzt es thematisch eine sehr brisante Aktualität. Laura selber hatte eine sehr angenehme, ruhige Stimme, was den Gehalt des Gedichts sehr unterstützte.

Laura

Zum Abschluss kam dann Ariane mit „Fliegen“. Lobenswert war, dass sie es auswendig vortrug. Auch dieses Gedicht war ein Anstoß zum Nachdenken. Das Spiel mit den Tonlagen war ebenfalls beeindruckend an ihrem Vortrag.

Ariane

Am Ende gab es nicht nur einen großen Extra-Applaus für diejenigen, die so wundervoll vorgetragen haben, sondern auch für Frau Proempeler und Herrn Ruddock.

Insgesamt haben alle Künstlerinnen und Künstler (ja, diesen Begriff darf man hier verwenden, denn wer solche Texte kreieren kann, ist eine Künstlerin bzw. Künstler …) eine fantastische Darbietung auf die Bühne gebracht. Sie haben bewiesen, wie packend die Arbeit mit und an Texten sein kann. Sie haben es geschafft, dass jeder Besucher im Raum die Emotionalität ihrer Vorträge nachempfinden konnte. Sie haben angerührt mit ihren Arbeiten. Sie haben uns vollends „geflasht“! Und wer noch mehr hören will, der kommt bitte am 21.02.2017 in die Weberei!!!

auch hier werden „unsere Slammer“ ihre Texte präsentieren … Kommt zahlreich!

Ruby Redfort – Gefährlicher als Gold

… eine Buchvorstellung von Charlotte

„Ruby Redfort ist ein ganz normales Mädchen – das denkt jeder, der sie zum ersten Mal sieht“.
Mit diesem Satz beginnt jeder Klappentext der mittlerweile fünf Ruby Redfort –Bände. Den ersten Teil „Gefährlicher als Gold“ möchte ich euch heute vorstellen.

Die Heldin des Buches Ruby (wer hätte das gedacht) lebt in der amerikanischen Großstadt Twinfort und langweilt sich.
Sie ist klein für ihre 13-Jahre, hat ziemlich schlechte Augen, ihr Schulalltag besteht daraus, für ihren besten Freund die Französischhausaufgaben zu machen und vor sich hin zu träumen, da sie sowieso schon viel mehr als ihre Lehrerin Mrs Drisco weiß. Umso mehr freut sie sich dann, wenn sie zuhause vor ihren diversen Rätselbüchern sitzt. Denn Ruby ist ein Rätselgenie. Und wir sprechen hier nicht von Sudokus…
Doch ihr Leben ändert sich schlagartig, als plötzlich alle Möbel der Redforts – samt der heißgeliebten Haushälterin Mrs Digby – verschwinden.
Und dann erhält sie auch noch merkwürdige Anrufe und kurz darauf wird sie vom STRENGGEHEIMEN Geheimdienst Spektrum als Codeknackerin eingestellt. Viel aufregender kann dieser Sommer gar nicht werden! Und ja nicht die wichtigste Spektrum-Regel vergessen: Klappe halten! Doch das ist gar nicht so einfach…

Das Buch hat mir gefallen, weil es spannend und witzig ist.

Geeignet ist es für Mädchen, die genug von Liebesromanen haben und dem Schulalltag entfliehen wollen.

„DER – TAG – DES“ – 15. Januar 2017: Der Tag der Weltreligionen

Zum ersten „Tag-des“-Berichts im neuen Jahr haben wir den auf den heutigen 15. Januar fallenden Weltreligionstag gewählt (obwohl der Januar noch so einige andere Tage zu bieten hätte: Tag der Belanglosigkeiten, Tag des Pfützenspringens, Tag des Schneemanns, Mit der Hand schreiben Tag, Auf und davon Tag … es gibt ja wirklich nichts, was nicht bedacht wird … irgendwann mal …).

Warum fiel unsere Wahl auf den Weltreligionstag?

Natürlich haben uns auch die Ereignisse vor Weihnachten dazu bewogen – der schwere Anschlag in Berlin und die Schmähzettel, die in der Gütersloher Innenstadt einen Tag später in Umlauf gebracht wurden.
Weiterhin hatten wir aber auch mit Frau Ibrahim vom Islamischen Zentrum Gütersloh e.V., die in dem Weihnachtsgottesdienst am letzten Schultag gesprochen hat, eine direkte Ansprechpartnerin für einen religiösen Austausch – und diese Chance haben wir genutzt und sie gefragt, ob sie uns helfen würde, ihre Religion, den Islam, besser kennenzulernen. Sie hat sofort zugestimmt und uns eingeladen, sie zu besuchen. Das haben einige von uns getan, lest hier, was wir dort über ihre Religion herausgefunden haben.

Das Gespräch haben wir mit Frau Julya Ibrahim geführt. Sie ist stellvertretende Vorsitzende des islamischen Zentrums Gütersloh e.V..

Ganz unscheinbar liegt das Islamische Zentrum an der Wiedenbrücker Straße

Frau Ibrahim ist in Köln geboren, wurde katholisch erzogen und hegte lange Zeit den Wunsch, einem Orden beizutreten, um „der Gesellschaft etwas zurückzugeben“. Nach einem Aufenthalt in Ostafrika, wo sie mit dem Islam in Kontakt kam, ist Frau Ibrahim dann mit 29 Jahren zum Islam übergetreten

1. Wir befinden uns hier im Islamischen Zentrum Gütersloh e.V.– was genau ist das/ Wie würden Sie diese Einrichtung beschreiben?
Dieses Zentrum versteht sich als ein Ort für alle Muslime in Gütersloh. Es ist ein offener Treffpunkt zum Ausleben der Traditionen und zur Begegnung. Die Moschee nimmt hier den größten Raum ein, es gibt zusätzlich zwei Schulräume, einen kleinen Moscheeladen, einen Waschraum (für das Waschen vor dem Gebet), eine kleine Bücherei und einen Rückzugsraum für Frauen und Mütter. Alle Beteiligten arbeiten hier ehrenamtlich, denn das Zentrum finanziert sich nur über Spenden. Wir sind keine Gesellschaft des öffentlichen Rechts und Einkünfte wie die Kirchensteuer gibt es nicht.

Die Moschee
Der kleine Moscheeladen
Blick in einen der zwei Schulräume
So wird hier arabisch gelernt und gelehrt

2. Gibt es mehrere dieser Einrichtungen in Gütersloh?
Nein, nicht in dieser Art. Unser Zentrum besuchen mehr als 30 verschiedene Nationen. Es gibt weitere Moscheegemeinden, die allerdings eher nur für eine Nation offen sind, da dort in der Hauptsprache türkisch gesprochen wird.

3. Viele von uns haben Sie im Weihnachtsgottesdienst am letzten Schultag vor den Weihnachtsferien in der Martin Luther Kirche gesehen und gehört. Sie haben auch den gesamten Gottesdienst mit uns gefeiert – war das komisch für Sie oder eher etwas, was Sie sich häufiger wünschen würden – auf beiden Seiten?
Das war gar nicht komisch für mich. Das “Vater-unser“ kann ich vorbehaltslos mitbeten, einige andere Dinge dagegen habe ich ausgelassen, z.B. das Singen einiger christlicher Weihnachtslieder, denn ich glaube ja nicht, dass Jesus Gottes Sohn ist …

4. Wir haben ja gerade Weihnachten und Silvester gefeiert. Feiern Sie ein vergleichbares Fest/ vergleichbare Feste?
Es gibt im Islam nur diese zwei großen Feiertage: Der Feiertag nach Ramadan und das Opferfest. Das könnte man von dem feierlichen Aufwand her vergleichen.

5. Was ist Ihnen persönlich an Ihrer Religion besonders wichtig?
Ich habe mich aus verschiedenen Gründen dazu entschlossen, zum Islam zu konvertieren. Drei Dinge, mit denen ich im Christentum Schwierigkeiten hatte, war die Trinität, für mich gibt es nur einen Gott – ohne Partner- die Erbsünde und die Vorstellung der Sündenvererbung. Im Islam schätze ich es, dass ich nur verantwortlich bin, für das, was ich tue. Das finde ich gerecht. Und: wenn ich etwas falsch gemacht habe, dann zählt doch die gute Absicht.

6. Haben Sie eine Lieblingsstelle im Koran?
Ja, die Sure 55 Rahman (*eine „Sure“ ist übrigens ein Abschnitt des Korans, also der heiligen Schrift des Islams) „Der Barmherzige“

7. Welches sind die zentralen Gestalten im Islam?
Der eine Gott Allah, der keinen Partner hat (also eben nicht wie z.B. Vater und Sohn im Christentum), der Prophet Mohammed, der – nach der Übermittlung durch den Engel Gabriel – den Koran verkündet…als Gesandter Gottes.

8. Im Christentum gibt es die 10 Gebote als religiöse und ethische Leitlinien. Gibt es etwas Vergleichbares im Islam?
Es gibt die so genannte „Halal“ und „Haram“.
„Halal“ ist arabisch und bedeutet „erlaubt/ zulässig“. Es bezeichnet alle Dinge, die nach islamischen Recht zulässig sind und das sind alle Dinge, die gut für meine Mitmenschen und für mich sind.
„Haram“ ist ebenfalls arabisch und bezeichnet im Islam alles, was verboten ist.
Es geht dabei immer um 5 Elemente, die die geschützt werden sollen: Die Religion, die Familie, das Vermögen, die Ehre und die Würde.

9. Muss man im Islam beim Beten eine bestimmte Kleidung tragen?
Es sollte auf jeden Fall saubere Kleidung sein, die Kleidung sollte eine bestimmte Aura, also einen bestimmten Bereich des Körpers beim Mann und der Frau bedecken und nicht zu eng anliegen. Die Frauen tragen beim Beten ein Kopftuch. Im ganz normalen Alltag wird keine Frau dazu gezwungen, ein Kopftuch zu tragen!

10. Wer übernimmt bei Ihnen in der Gemeinde denn die Rolle des Priesters?
Das Priesteramt wie in den christlichen Gemeinden gibt es im Islam nicht. Die Leitung des Gottesdienstes liegt in der Hand eines Gemeindemitglieds oder eines von der Gemeinde bezahlten „Imam“ (das ist arabisch und bedeutet „Vorbild, Führer“). Bei uns übernimmt ein junger 25-jähriger Mann momentan diese Funktion. Er steht in der Berufsausbildung und ist Imam quasi nebenbei. Das Zölibat ist übrigens im Islam nicht erlaubt.

11. Wie wird man eigentlich Muslim (*übrigens: einen männlichen Anhänger des Islams nennt man „Moslem“ oder „Muslim“, eine weibliche Anhängerin nennt man „Muslima“)?
Allein durch das Sprechen des Glaubensbekenntnisses:
„Ich bezeuge, dass es keine Gottheit gibt, außer Gott,
und ich bezeuge, dass Muhammad sein Knecht und sein Gesandter ist.“
Dieses kurze Glaubensbekenntnis wird die „Schahada“ genannt.

12. Ist es nicht manchmal schwierig in einem christlich geprägten Umfeld seine Religiosität auszuleben (z.B. bei der Regel 5mal am Tag zu beten?!)
Nein, das Gebet ist absolute Pflicht. Das Frühgebet spricht man zu Hause und im weiteren Tagesverlauf kann man, wenn es nicht anders geht, zwei Gebete zusammenfassen und spricht diese z.B. nach der Arbeit. Einige Absprachen mit und in Firmen gibt es allerdings auch. Schwieriger ist es dabei beim Freitagsgebet. Für Muslime, die dazu in der Lage sind, dies zu besuchen, ist dies Pflicht. Da dies jedoch um die Mittagszeit ist, können einige Muslime dies nicht wahrnehmen.

13. Die Ereignisse vor Weihnachten in Berlin und auch in GT machen die Lage für die Muslime hier bestimmt nicht einfacher. Haben diese Ereignisse ihr Leben und Wirken hier verändert?
Diese Ereignisse haben die Menschen befangen gemacht und sie in ihrer Offenheit eingeschränkt. Es macht uns zutiefst betroffen und auch wütend im Namen unserer Religion solche Taten zu rechtfertigen.

14. Auf Ihrer Internetseite findet man folgenden Text:

„Muslime des islamischen Zentrums Gütersloh erklären hiermit, dass sie jegliche Form von Gewalt gegen Zivilpersonen aufgrund der Religionszugehörigkeit zum Islam ablehnen.
Der Islam verbietet die Tötung, Verletzung und psychische Misshandlung. Kein Akt des Terrors ist durch unsere Religion, den Islam, zu rechtfertigen.
Wir verurteilen daher auf das Schärfste jeglichen Missbrauch unserer Religion zur Rechtfertigung von Terrorakten.“
Sind diese Zeilen als Reaktion auf die Ereignisse der Vorweihnachtszeit entstanden?
Nein, diese Zeilen sind tatschlich schön länger auf unserer Internetseite zu finden.

15. Haben Sie das Gefühl, sich mehr und mehr in Rechtfertigungszwängen zu befinden?
Ja, das ist leider so!

16. Wir haben uns auch gefragt, ob es für Sie nicht besonders hart zu ertragen ist, dass eine Terrororganisation den Begriff Islam im Namen trägt. Wie betroffen macht sie das?
Das macht uns sehr betroffen. Gefühle wie Ohnmacht und Verzweiflung befallen einen in dieser Situation. Man kann es kaum ertragen, dass etwas sehr Schönes, nämlich unsere Religion, so missbraucht und ins Gegenteil verkehrt wird. Besonders schlimm ist das auch für die Kinder, die mitunter in echte Identitätskrisen geraten können.

17. Heute ist Tag der Weltreligionen: Wenn Sie sich einen Gesprächspartner zum Interview laden dürften, wer wäre das?
Das wäre zum einen die Bundeskanzlerin Angela Merkel und weiterhin hätte ich auch ein Interesse an einem Gespräch mit Eugen Drewermann (*…das ist ein deutscher Theologe, Psychoanalytiker, Schriftsteller und suspendierter Priester).

18. Vielleicht ein Blick in die Zukunft: Was würden sich sich wünschen in Bezug auf Ihre Religion, aber auch in Bezug auf das Zusammenleben der Religionen in Gütersloh?
Es gibt eine Sure, die mir da einfällt: „Euch eure Religion und mir meine Religion“. Ich wünsche mir einen respektvollen Umgang in den verschiedenen Lebensweisen, dass die verschiedenen Religionen friedlich nebeneinanderstehen können und dass man jedem Menschen die Freiheit zugesteht, sich für eine Lebensweise zu entscheiden!

Vielen Dank, Frau Ibrahim, dass Sie sich die Zeit genommen haben. Gerne kommen wir auf Ihr Angebot einer ausführlichen Moscheeführung zurück!

Was zeigt uns dieses Gespräch: Wir müssen den anderen kennenlernen, verstehen, Fremdheit sollte uns keine Angst machen, sondern uns dazu motivieren, Fragen zu stellen, offen zu sein für den anderen, ihn als Bereicherung für unseren eigenen Horizont zu verstehen – das ist auf Dauer der Schutz vor Vorurteilen und schlechtem (rechtem) Gedankengut!

Eure Blogger!!!
P.S. Wir empfehlen euch sehr, einen Blick auf die Homepage des Islamischen Zentrums: http://izg-online.info. Hier erfahrt ihr mehr über das Zentrum an sich, aber auch über den Islam.
P.S. Kleines Quiz am Schluss: Was bedeuten die arabischen Worte „Salam Aleikum“, mit dem sich Muslime begrüßen? Antwortet im Kommentar!

Und, was willst du später mal machen??? Nutzt die Berufsberatung aus erster Hand

Wie könnte es mal weitergehen?
Was willst du denn später mal machen?

Fragen, die mehr und mehr in den Fokus von Schülerinnen und Schülern der Oberstufe rücken.
Für einige unter euch sind diese Fragen schon ganz klar zu beantworten, andere überlegen noch, wieder anderen fällt es sehr schwer, sich jetzt schon festzulegen (…ist ja auch schwer!).

Nutzt deshalb die vielfältigen Möglichkeiten zur Berufsberatung!
Am 2. Februar 2017 besteht dazu wieder eine tolle Chance! Ihr erhaltet Berufsberatung aus erster Hand – besser geht es doch gar nicht!

Ein vielseitiges Angebot erwartet euch!