ESbloG gegen Rassismus

Unser vierter Beitrag zu den Aktionswochen gegen Rassismus

Fair Play „beschreibt eine Haltung des Sportlers, und zwar die Achtung des bzw. den Respekt vor dem sportlichen Gegner (…) Der sportliche Gegner wird als Partner gesehen oder zumindest als Gegner, dessen Würde es zu achten gilt“ (wikipedia). Was für die Spieler auf dem Platz gilt, sollte natürlich auch für die Fans und ihren Umgang mit den Mitmenschen im Stadion – neben und auf dem Platz – gelten. Felix und Pauline berichten heute über Rassismus im Fußball, was leider keine Seltenheit mehr ist.


Eigentlich sollte Fußball ein Sport sein, wo alle aus allen Ländern mitmachen können. Doch leider kommt es immer zu rassistischen Beleidigungen auf dem Platz und auch abseits. Während des DFB-Pokalspiels zwischen dem FC Schalke 04 und Hertha BSC ist Berlins Verteidiger Jordan Torunarigha von Zuschauern rassistisch beleidigt worden. So etwas passierte leider schon öfters. Auch beim FC Bayern hat ein Jugendtrainer einen Spieler rassistisch beleidigt. Der wurde mit sofortiger Wirkung entlassen. Die Vereine Köln, Gladbach, Dortmund und Schalke haben zusammen ein Video gegen Rassismus hochgeladen (s. unten). Gladbach bekam Lob, aber auch Hasskommentare. „Was wir seitdem in den Kommentarspalten erleben, lässt uns fassungslos zurück“, teilten die Gladbacher mit: „Die Bearbeitung der vielen rassistischen, hetzerischen und menschenverachtenden Kommentare dauert bis zur Stunde an!“ Genau das sagte Gladbach beim Lesen der schlimmen Kommentare. Ich persönlich finde, Fußball sollte ein Sport sein, bei dem Teamgeist zählt. Ich bin froh das ich selber das noch nie erlebt habe. (Felix)

Auch bei Schalke 04 gab es in der Vergangenheit schon Vorfälle mit Rassismus. So sorgte der damalige Aufsichtsrat-Chef Clemens Tönnies im Herbst 2019 für Aufsehen. Beim Tag des Handwerks sagte er, man solle im Kampf gegen den Klimawandel statt höherer Steuern mehr Kraftwerke in Afrika bauen. Dies begründete der Unternehmer damit, dass „die Afrikaner somit aufhören würden, Kinder zu produzieren“ (abendblatt.de) und erntete auch noch Beifall. Daraufhin gab es viele Demonstrationen von Schalker Fans, die den Rücktritt von Tönnies forderten. Die Strafe enttäuschte aber: Sein Amt musste Tönnies lediglich für drei Monate niederlegen. Zu mild, fanden nicht nur Fans. Als Mitte Juni 2020 Corona in seinem Schlachtbetrieb in Rheda-Wiedenbrück ausbrach und der ganze Kreis Gütersloh in den Lockdown gehen musste (unsere Schule auch), trat Clemens Tönnies am 30. Juli schließlich von seinem Amt zurück. Das war, meiner Meinung nach, die richtige Entscheidung und auch ein Zeichen, dass Rassismus, egal im Fußball oder nicht, inakzeptabel ist. (Pauline)

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