Von Oberflächlichkeit keine Spur – Martin Fugmann steht den Bloggern Rede und Antwort

21382_Martin-FugmannKaum zu glauben, aber wahr: Seit fünf Wochen hat unsere Schule jetzt schon einen neuen Direktor … und auch kaum zu glauben, aber wahr: Wir sind euch ein Interview mit ihm immer noch schuldig geblieben. Jetzt e n d l i c h liefern wir es nach! Unbedingt lesenswert: Herr Martin Fugmann im Blog – Interview:

1. Haben Sie sich gut am ESG eingelebt?
Ich glaube schon … Ich fühle mich wohl und gut aufgenommen von den Schülern, den Eltern und besonders den Kolleginnen und Kollegen. Ich schätze die gute und gesunde Arbeitsatmosphäre hier an der Schule.

2. Wie war Ihr erster Eindruck von unserer Schule?
Mein erster Eindruck von der Schule liegt s e h r lange zurück, denn ich habe hier mein Referendariat absolviert. Aus dieser Zeit ist mir gerade die Einrichtung der Mediothek als revolutionär in Erinnerung geblieben.
Mein Eindruck heute: Die Schule hat sich ganz toll weiterentwickelt! Die Beschreibung des ESGs als „Schule zwischen Tradition und Moderne“ passt wirklich gut. Keine „verstaubte“ Tradition, sondern ein nach vorne gerichtetes, fortschrittliches Denken, was deutlich spürbar ist – gerade natürlich in den Bereichen IB und Bilingualität. Was auch wirklich einen guten Eindruck macht, ist, dass die Schule – bis auf wenige Ausnahmen – die Schüler behält, die in der fünften Klasse ihre Zeit am ESG starten. Die Kinder werden begleitet, auch beim Übergang von der Klasse 9 zur EF gibt es ja nur ganz wenige Schüler oder Schülerinnen, die hier scheitern. Das ist wirklich ein gutes Zeichen.

3. Wie sehen Ihre Ziele für die Schule aus?
Ich möchte, dass sie Schule in all´ den Bereichen, in denen Sie schon toll ist, auch toll bleibt!
Ich möchte, dass Schüler und Schülerinnen gerne hierher zur Schule gehen, dass sie zufrieden sind (hört sich vielleicht ein wenig nach „Kuschelpädagogik“ an, aber ich empfinde das als sehr wichtig …)
Anstehende Themen für die Zukunft sind natürlich
– die Laptops, damit verbunden
– die Anforderungen der digitalen Welt, weiterhin
– die Profile in Klasse 7,
– Transparenz bei den Wahlen der Profile (nur weil man einen Zweig wählt, entscheidet man sich nicht gegen einen anderen … es ist immer ein „Gesamtpaket“, das man da wählt) und auch
– der Ganztags- und der Übermittagsbetrieb, der immer größeren Zulauf gewinnt, muss im Fokus bleiben.

4. Wo sehen Sie die größten Herausforderungen auf Sie zukommen?
Eine große Herausforderung ist das Schulgebäude selbst … abbröckelnde Fassadensteine, die Fahrradplatzsituation, die mich momentan auch ratlos macht, auch empfinde ich einige Klassenräume nicht als sehr einladend, es mangelt an der einen oder anderen Stelle an der technischen Ausstattung und der Passgenauigkeit von Mobiliar und Größe der Klasse… all´ diese Dinge stellen eine große Herausforderung da (gerade wenn ich höre, wie lang sich solche Angelegenheiten hinziehen können …).

5. Unterscheidet sich der Schullalltag hier zum Schulalltag in den USA?
Der Schulalltag hier ist definitiv – für die Mehrheit – früher zu Ende (manchmal ist es hier ungewöhnlich einsam am Nachmittag). Ansonsten unterscheidet sich der Schulalltag nicht so sehr. Das System Schule ist weltweit doch sehr ähnlich.

6. Vermissen Sie das Leben in den USA? Wenn ja, was genau?
Wir – meine Familie und ich – fühlen uns alle sehr wohl hier!
Manchmal fehlt mir die aufgeschlossene Art der Amerikaner etwas. Hierzulande sind die Menschen ja häufig etwas reservierter. Der „Small-talk“, häufig negativ besetzt als Oberflächlichkeit der Amerikaner, das vermisse ich tatsächlich etwas.
Ein anderer Punkt, der das Leben für uns an unserem Standort Silicon Valley reizvoll gemacht hat, war die Vielfalt der Natur in direkter Umgebung: Großstadt – Pazifik – Wüste – das war natürlich schön.

7. Als Sie sich für das Auswandern, für den Job in den USA entschieden haben, war Ihre Familie dann sofort „Feuer und Flamme“?
Ja, auf jeden Fall! (Das Familienmitglied, das erst noch etwas verhalten in der Freude war, hat sich besonders schnell in Amerika eingelebt)

8. Was denken Sie: Nach so einer langen Zeit in in den USA, welche amerikanische Marotte bemerken Sie an sich?
Wahrscheinlich habe ich viele Marotten, die mir gar nicht so auffallen … ich sage zum Beispiel häufig „O.K.“ …

9. Haben Sie eigentlich ein Lebensmotto?
Genieße die schönen Momente!

10. Sie sind ja auch Musiklehrer, also sehr musikalisch … was hören Sie denn gerne in Ihrer Freizeit für Musik?
Ich höre sehr gerne Klassik – speziell Barockmusik mit Originalinstrumenten…sonst höre ich Musik eigentlich nur im Auto – als Hintergrundgeräusch stört es mich eher…

11. Spielen Sie Instrumente?
Ich spiele Klavier und Posaune. Ich bin eher ein Chormensch (Gesangs- und Dirigentenausbildung).

12. Verraten Sie uns drei Adjektive, mit denen Ihre Frau Sie beschreiben würde?
Mh… manchmal ungeduldig, isst gerne und entspannt!

Ein herzliches Dankeschön für Ihre Zeit, Ihre Offenheit, ihre Freundlichkeit und die Kekse…

Wir sagen nochmal: Herzlich Willkommen am ESG … Sie werden das Ding schon schaukeln, da sind wir uns ganz sicher!

Ihre Blogger

5 Gedanken zu „Von Oberflächlichkeit keine Spur – Martin Fugmann steht den Bloggern Rede und Antwort

  1. Das interview war interessant und lustig, aber ihr hättet noch ein Bild vom Schulleiter hinzufügen müssen, denn ich und ein paar meiner freunde wissen gar nicht wie er aussieht.

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