Die Berufsfelderkundung – Das „Ein-Tages-Praktikum“ der Achtklässler

Für einige Bloggerinnen hieß es am 6.2. schuften statt Schule, denn sie absolvierten im Rahmen der Berufsfelderkundung ein „Ein-Tages-Praktikum“. Lest hier, wie es ihnen dabei so ergangen ist:

Am 6.2 durften alle 8er einen Tag lang in die Rolle eines Arbeitsnehmers schlüpfen: Das Ziel dieses Ein-Tages-Praktikums ist es, dass Schüler einen Einblick in die Berufswelt bekommen sowie praktische Erfahrungen sammeln können. Das Abitur rückt immer näher und wenn man mit der Schule plötzlich durch ist, soll man nicht planlos dastehen, sondern bestenfalls, durch die Potentialanalyse und weitere Berufspraktika, bereits Ansätze, Ideen und gewisse Kenntnisse besitzen. (Wahrscheinlich wird man erst, wenn der Zeitpunkt gekommen ist, realisieren, wie wertvoll es ist, sich bereits, während der Schulzeit mit der „Arbeitswelt“ vertraut gemacht zu haben…).

Zunächst mussten sich alle Schüler entweder im Internet oder persönlich (z.B. in der Stadt rumfragen) auf die Suche nach einer passenden Stelle begeben. Das war leider leichter gesagt, als getan, denn für die zweite Variante war oftmals Geduld und Glück gefragt, da viele Geschäfte das Tagespraktikum gar nicht erst unterstützten oder andere Schüler schneller gewesen waren. [Ein Tipp für die nächsten 8er: Sucht euch möglichst schnell eine passende Stelle. Die besten Geschäfte sind schnell besetzt] Vorbildlich haben sich die meisten von uns bereits einige Wochen vorher eine Arbeitsstelle gesichert, andere wiederum zogen es bis auf die letzten Tage hinaus, was den verantwortlichen Lehrerinnen und Lehrern viel Stress bereitete.
Alle Schüler scheinen diesen Tag überlebt zu haben und einige berichten nun:

Katharinas Tag im Liebfrauen Kindergarten
Als erstes wurde ich durch den Kindergarten geführt und mir wurde alles gezeigt. Anschließend bin ich meine Gruppe gegangen und habe die Kinder beschäftigt. Ich habe viele Spiele mit den Kindern gespielt und etliche Bücher vorgelesen. Zwischendurch gab es dann noch Frühstück. Dann habe ich den Kindern dabei geholfen Säbel und Dornröschenkronen zu basteln, da das Thema „Märchen“ war. Als nächstes haben wir einen Stuhlkreis gemacht und Spiele, wie „Mein rechter, rechter Platz ist frei“ gespielt. Zum Ende sind wir nach draußen gegangen, wo ich mit ein paar Kindern fangen gespielt habe.
Das Praktikum hat mir insgesamt sehr gut gefallen, weil die Kinder sehr nett und witzig waren. Die Kinder haben sich sehr gefreut und wollten direkt mit mir spielen. Am Ende waren sie ziemlich enttäuscht, dass ich nicht wiederkomme und ich selbst auch. Die Zeiten waren sehr angenehm, sodass ich um 8:00 Uhr gekommen bin und um ca.12.30 wieder gegangen bin.

Mein Tag bei MATE (kleines, aber feines Geschäft mit Markenschuhen-, und Kleidern)
Meine Schicht begann um 10 Uhr, eine angenehme Uhrzeit, um fit und ausgeschlafen mit der Arbeit zu starten 😉 Zu Beginn bekamen wir unsere Betreuerin für den Tag zugeteilt, eine junge und sehr nette Praktikantin, welche aber bereits einen erfahrenen und professionellen Eindruck vermittelte. Als erstes haben wir einen Staubsauger in die Hand gedrückt bekommen und durften einmal die „komplette Bude“ inklusive Treppen saugen. Unsere nächste Aufgabe war es, das Schuh-Lager zu sortieren. So fleißig wie wir sind, haben wir jeden Stapel zurechtgerückt und sogar nach Größe sortiert, was uns einige Stunden gekostet hat, denn es waren sehr viele Schuhe (ein Schuh-Paradies 🙂 Gegen 13 Uhr hatten wir dann eine Stunde Pause. Danach haben wir die Umkleiden geputzt, den Papiermüll rausgebracht und Sticker Tütchen verpackt (diese werden bei Online-Bestellungen mitgeliefert). Um etwa 16 Uhr gingen auch unserer Betreuerin die Ideen aus, so haben noch Neuware ausgepackt und danach vom Chef die Erlaubnis bekommen, Feierabend zu machen. Allerdings blieben wir noch bis 18 Uhr, beobachteten alles genau und holten manchmal sogar für Kunden, die bestimmte Schuhe anprobieren wollten, die passenden Größen aus dem Lager.
Ich hatte es mir deutlich schlimmer vorgestellt, da ich das volle Programm erwartet hatte und natürlich haben wir auch eher im Hintergrund gearbeitet. Was würden Kunden denken, wenn sie plötzlich 14-Jährige an der Kasse sehen? Man muss ja beachten, dass wir „erst“ 8- Klässler sind und die Anforderungen zugeschnitten sind, dass sie für uns machbar sind. í Es war ein echt schöner, stressfreier Tag mit angenehmen Aufgaben und einem interessanten Einblick „hinter die Kasse“.

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